ADHS+RLS und chronische Schmerzen

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Zappel
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ADHS+RLS und chronische Schmerzen

Beitrag von Zappel » 2. September 2011 12:01

Hallo zusammen,

Vielleicht hat hier ein(e) LeserIn des Forums ähnliche Erfahrungen machen müssen und kann mir einen Tipp geben oder weiterhelfen.

Vor über zwei Jahren hatte ich einen schweren Bandscheibenvorfall (inkl. zweier OPs). Inzwischen sind die Schmerzen bei mir chronisch. Das schwerwiegendste Problem dabei ist, dass ich kaum eine Stunde schmerzfrei sitzen kann. Zur Zeit bin ich nur zu 60% arbeitsfähig, was die Suche nach einem neuen Job zusätzlich erschwert. In meinem bisherigen Arbeitsumfeld gibt es eigentlich nur ein 100% + X – Arbeitspensum.

In Behandlung bin ich bei einem spezialisierten Arzt für Schmerzen. Weitere Abklärungen ergaben, dass ich RLS (restless leg syndrom) habe. Vor etwa drei Monaten wurde auch noch die Diagnose ADHS gestellt. Ich nehme Ritalin bei Bedarf, was sehr gut wirkt, wenn auch nur für eine kurze Zeit.

Mit diesen zwei weiteren Diagnosen wird die Behandlung der chronischen Schmerzen komplizierter, als es so schon ist. Mein Arzt ist scheinbar auch etwas ratlos.

Deshalb meine Frage in diesem Forum: Kann mir jemand weiterhelfen? Was könnte ich noch tun?
Schmerzfreier sitzen können für wenigstens 2-4 Stunden ist für mich existenziell.

Besten Dank.

Viele Grüsse
Zappel
matz
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Re: ADHS+RLS und chronische Schmerzen

Beitrag von matz » 2. September 2011 13:23

Hey Zappel,

Scheust Du Dich vor wirksamen Mitteln wie Opioiden oder worin liegt der Grund für Deine Suche nach wirksamer Hilfe gegen die Schmerzen?

Eine Substanz, die bei chronischen Schmerzen und RLS zugleich einen Benefit haben könnte, ist Pregabalin (Lyrica).
Ansonsten kommen noch gewisse Antidepressiva in Frage. MPH dämpft auch, wie alle Stimulanzien, das Schmerzempfinden.

Wurde denn eine Ursache für das RLS gefunden? Hast Du Eisenmangel oder waren die OPs der Auslöser?

Habe auch RLS zu den anderen Diagnosen. Mir hilft bei Bedarf Madopar ganz gut gegen die zappeligen Beine.
Davor hat mir MPH immer geholfen, abends die Beine zu bändigen und auch sonst schneller in den Schlaf zu finden.

lg matz
maerenthaler
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Re: ADHS+RLS und chronische Schmerzen

Beitrag von maerenthaler » 2. September 2011 16:18

Hm...

[quote="Zappel"]
Ich nehme Ritalin bei Bedarf, was sehr gut wirkt, wenn auch nur für eine kurze Zeit.  [/quote]

wie muß man sich das vorstellen?

Woran machst Du "bei Bedarf" fest?

Und warum besteht dann, wenn (und/oder obwohl) die Wirkung nachläßt, plötzlich (anscheinend) kein Bedarf mehr?  :icon_eek:

Man könnte doch meinen,
daß dann wegen "neuem Bedarf" ( und wegen der positiven Wirkung) die Medikation konsequent durchgeführt werden sollte?

Oder habe ich da was falsch verstanden?
Zappel
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Re: ADHS+RLS und chronische Schmerzen

Beitrag von Zappel » 2. September 2011 17:46

Ich bin kein Fan von Medikamenten. Vor der Diagnose musste ich auch ohne diese Medikamente klarkommen. Vieles ist mit den Tabletten sehr viel einfacher geworden, aber auf Dauer sehe ich darin keine Lösung.

Das Ritalin nehme ich nur, wenn ich an Tätigkeiten dran bin, für die ich mich etwas länger konzentrieren muss und nur schwer begeistern kann  :schäm:
Ansonsten versuche ich ohne auszukommen.

Die Diagnose ist noch relativ neu für mich und ich muss erstmal einen Weg finden, um damit zurechtzukommen.
maerenthaler
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Re: ADHS+RLS und chronische Schmerzen

Beitrag von maerenthaler » 2. September 2011 18:19

Hmm...

erst das...

[quote="Zappel"]
Deshalb meine Frage in diesem Forum: Kann mir jemand weiterhelfen? Was könnte ich noch tun?
Schmerzfreier sitzen können für wenigstens 2-4 Stunden ist für mich existenziell. [/quote]

... dann das...

[quote="Zappel"]
Vieles ist mit den Tabletten sehr viel einfacher geworden,  [/quote]


... und dann auch das...

[quote="Zappel"]
Vor der Diagnose musste ich auch ohne diese Medikamente klarkommen. [/quote]

Worüber möchtest Du denn bitteschön mit uns reden schreiben?

Du weißt doch schon alles, was für Dich wesentlich ist.

Mit Medis geht's Dir gut,
Ohne Medis tut's weh.
Schmerzfrei zu sein ist Dir lebenswichtig (existenziell).
Aber Medis willst Du nicht.

Welchen Tip oder Rat möchtest Du denn bekommen?

:icon_eek:
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Re: ADHS+RLS und chronische Schmerzen

Beitrag von sassa » 2. September 2011 19:11

In Behandlung bin ich bei einem spezialisierten Arzt für Schmerzen.
hallo,

wieso ist dein schmerztherapeut ratlos???

schmerzmittel wirst du ja von ihm verordnet bekommen oder nicht???
Ich bin kein Fan von Medikamenten. Vor der Diagnose musste ich auch ohne diese Medikamente klarkommen. Vieles ist mit den Tabletten sehr viel einfacher geworden, aber auf Dauer sehe ich darin keine Lösung
was meinst du genau.......schmerzmittel oder ritalin???

lieben gruss sassa
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Re: ADHS+RLS und chronische Schmerzen

Beitrag von Fido » 30. September 2011 15:32

MIr half Lyrica überhaupt nicht. Hatte davon böse Nebenwirkungen. Auch andere Anti-depressiver etc haben positive Wirkung auf das RLS.
Da hilft bei mir nur Tilidin. Aber selbst die bekommen das nicht vernünftig in den Griff. Bei mir ist es so stark, das ich , wenn ich zu wenig tropfen nehme, den Müll acuh am Tag hbe und Zucke. An Schlaf wäre überhaupt nicht zu denken.

Chronische Schmerzen habe ich auch. Da ist die Behandlung seit einiger Zeit leichter - so das ich weniger Schmerzen habe.
Aber das RLS bringt Ratlosigkeit hervor, da es nicht richtig in den Griff zu bekommen ist (vorallem weil ich die anderen Medis nicht vertrage).

Meine Erfahrung ist, das bei zumindest "jungen" Patienten die eine sehr starke Ausprägung des RLS haben, viel ratlosigkeit bei den Ärzten ist.
Letztens wollte die Vertrettungsärztin meiner Neurologin (bei ihr bin ich ausschliesslich wegen dem ADHS) mir auch erst Lyrica andrehen (da wäre ich von dem Zeug mal fast vorm Zug gehüpft) - hat aber zum glück mein "vertrag ich nicht - ebenso wie die anderen" akzeptiert.

Muss sagen, das macht mir ziemlich sorgen.
Erst wenn man mich am Galgen hochgezogen, weiss ich , wieviel mein Arsch gewogen.
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