Positive Wirkung von Medikinet & Co auf Parkinson?

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Fido
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Positive Wirkung von Medikinet & Co auf Parkinson?

Beitrag von Fido » 17. April 2011 22:36

Gibt es Erfahrungsberichte das bei Parkinson die ADHS-Medikamente die Symtomatik unterdrückt?

Stimmt es, das unbehandelte ADHSler eher Gefahr laufen Parkinson zu bekommen?
Und wenn ja, warum sollte es einen dann in frühen Jahren erwischen?
Wäre doch logischer, wenn es einen im "alter" packt als folge der fehlenden Behandlung?

Fidio
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Fido
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Re: Positive Wirkung von Medikinet & Co auf Parkinson?

Beitrag von Fido » 19. April 2011 00:01

Es gibt meines Wissens Parkinsonpatienten die mit Extasy (oder speed?) in KOmbination mit Levo-dopa wieder beweglicher wurden (einer hat es öffentlich gemacht - er nimmt es aber nur einmal im Monat ungefähr - da er merkte, das es das einzige war, was ihn wieder bewegungsfreiheit gab und damit die Parkinsonbehandlung hoffentlich anschubsen kann, weshalb auch Forscher sich an ihm gewand haben, da sie da auf der STelle tretten).

Meine , irgendwie würde das alles schon Sinn machen.

Und ich meine jetzt NICHT das MEDIKINET die Symtome AUSLÖST sondern UNTerDRÜCKT!!!!!!!!!!
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Re: Positive Wirkung von Medikinet & Co auf Parkinson?

Beitrag von hypocampus » 6. Mai 2011 00:00

Das passt schon logisch zusammen. Parkinson ist eine Krankheit, bei der die substantia nigra degeneriert, das ist die Synthesestelle für körpereigenes Dopamin, vor allem im Zusammenhang mit dem sogenannten extrapyramidalen motorischen System, einem Gehirnteil, der für die Bewegungskontrolle zuständig ist. Einige der mit diesem System verbundenen Hirnareale, wie zB das Kleinhirn welches für die Feinmotorik zuständig ist (typische Kleinhirnstörung: beim Greifen von Dingen erscheint die Bewegung normal, bis kurz vor Zugreifen, wo das Zittern anfängt) werden unter anderem über Noradrenalin angesteuert. Medikinet ist Noradrenalinwiederaufnahmehemmer, erhöht also den Noradrenalinspiegel und damit die Erregbarkeit von so angesteuerten Nervenzellen. Einfacher ausgedrückt: Dopamin erzeugt Noradrenalinausschüttung in anderen Bereichen, fehlt das Dopamin ist die Noradrenalinausschüttung vermindert und damit auch die Kontrolle der damit verbundenen Funktionen. Erhöht man künstlich die Noradrenalinwirkung so kann mit weniger Dopamin eine stärkere Reaktion erzielt werden.

Sorry, einfacher kann ich das auf die Schnelle wirklich nicht erklären ^^
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Fido
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Re: Positive Wirkung von Medikinet & Co auf Parkinson?

Beitrag von Fido » 30. September 2011 14:46

Danke für die Antwort, habe das verstanden (gut, konzentration ist mistig, also eher so überflogen *hust*).
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Re: Positive Wirkung von Medikinet & Co auf Parkinson?

Beitrag von Falschparker » 30. September 2011 21:39

Untersucht wurde, dass MPH positiv auf Parkinson-bedingtes Erschöpfungssyndrom wirkt. Stand mal in einem Jahresbuch von ADHS-Deutschland, ich glaube 2008.
<><
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