"Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

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Fido
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"Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Fido » 17. April 2011 20:11

Hi,

in Östereich oder Schweiz (wwelches weis ich nimmer) wird diese Diagnose für ADHS verwendet (früher hat man ja einen ähnlichen Begriff für benützt in D.).

Eine Kopfverletzung kann u.a zu Konzentrationstörungen, Gedächnisstörungen etc führen.
Von der Symtomatik eigentlich ziemlich "gleich" (nicht bei jedem, aber eben möglich).

der  Temporallappen ist für eben diese Bereiche zuständig.

Wenn es stimmt, das ADHS mit hilfe einer Art "ultraschall" des GEhirns (nein, nicht mrt und ct gemeint) "nachweisbar" ist, wären wir dann nicht wieder bei der "Schädigung des GEhirns"?

Und wie unterscheidet man da üpberhaupt noch?
Denn es gibt KEINE TEST die es ermöglichen genau zu sagen "das ist durch die Kopfverletzung ausgelöst" oder "das ist "gängiges ADHS"?
Und Psychater sind nun alles andere, aber keine Ärzte (von gründlich ganz zu schweigen).
Es gibt ja noch nicht mal die Möglichkeit wirklich zu sagen, ob etwas von einer Kopfverletzung herrührt.
Oder das es wirklich und eindeutig und hundertprozentig ADHS ist.
Oder Asperger.
.
What ever.
Allein schon Neurologische Erkrankungen sind schon ein kleines Glücksspiel und stellenweise echt n Drama bei der Diagnosestellung.


Gibt es hier Menschen, bei denen eine Kopfverletzung ursache sein kann?
Oder bei der es zumindest mal eine gab?

Und was sollte sich dadurch verändern?
Erst wenn man mich am Galgen hochgezogen, weiss ich , wieviel mein Arsch gewogen.
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Donovan
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Donovan » 17. April 2011 21:36

Ich glaube der Unterschied: Eine Verletzung ist ein Ereignis das der Auslöser ist. Bei ADHS hat man diese Verletzungstheorie verlassen, weil man unterdessen weiss, dass die Sache angeboren ist. Die Art wie die Neurotransmitter verarbeitet werden ist die Ursache und das kann bei ADHS nicht von Aussen entstehen.

Aber ich habe auch gehört, dass es bestimmte Hirnverletzungen gibt, die ADHS-ähnliche Symptome aufrufen.
Gruss, Donovan.

Ironie & rhetorische Fragen verstehe ich oft buchstäblich. Bitte um Verständnis, Verzeihung und falls möglich Vermeidung.

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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Fido » 17. April 2011 21:44

Ähm meines Wissens weis man nichts 100% was auch der Wissenschaft widersprechen würde.
Da dort alles "aktueller Wissenststand" darstellen soll.

Und wo unterscheiden man jetzt, ob es rein "ähnlich" ist oder nicht beides?
Sprich ADHSler der zu oft auf den Kopf gefallen ist?

Eigentlich wohl nicht möglich, heisst man hofft auf das beste?
Probiert es als "nur Kopfverletzung" aus? Und wenns nicht funkt dann nimmt man "ADHS" ins Boot?

Nimms nicht persönlich, bitte!
Aber aktuell habe ich ein gaaaaaaanz großes Problem mit dem "es ist so".

Dafür könnte ich allein aus mein Leben millionen (gut, so viele nicht) Beispiele nennen, wo steif und fest behauptet wurde, das etwas SO ist WEIL und nacher wars es doch nicht.

Das ergebnis ist : sowohl als auch oder ersteres.
Wenn man andere Fragt, kommt noch ganz anderes bei raus (Psychater z.b sind nicht objektiv - deren Einstellung und auch wie sie dich mögen spielt dabei eine Entscheidene rolle, ebenso wie sie das, was man sagt, AUSLEGEN - und neurologen/psychater sind da kein Deut besser).

Wobei das was "andere sagen" eben fix vom tisch gewischt ist (aber überzeugen freiluch unmöglich, selbst mit komplette Gutachten (teurer spaß)- weil jeder ja "das gelernt hat" und "berufserfahrung" hat (und vergisst, das ausschlussdiagnostik stattfinden müsste ebenso wie eine komplette Amnanese welche bei dem "ganz anderen Sachen" eben nie bei waren).

UUUUUNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD

ja bitte rette mich

ADHS gilt immer noch als Psychische STörung (also ohne körperliche Ursachen - da dies die EIGENTLICHE Vorstellung von "psychischen Störungen" ist und somit zu "psychatrischen Diagnosen" gehören, welche einen fix in die Klapse, entmündigung und ähnliches führen können)

wie soll man da , wenn ADHS ne Rolle spielt, sich vor Fremdzugriff schützen?
Vor persönlichkeitsgestörten Psychatern? (ist mir mehrfach begegnet)

Da , wenn es nachgewiesen sein soll, das es biochemisch ist, somit hirnorganisch WÄRE und somit NICHTS in den f. Diagnosen zu suchen hat??????
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Fido » 17. April 2011 21:49

nachtrag : das rette mich war nicht abwertend oder als angriff gemeint (also kein sarkasmus).

Ich kann mich JETZT gerade nicht richtig ausdrücken weil ich vor Schmerzen sterb (leider nicht, dann hätte ich keine mehr....).

In genau den Punkten liegt gerade ein "großes Problem" für mich.......


ausserdem? angenommen : man ist zu oft auf den Kopf gefallen : wäre es nicht möglich das dabei die Biochemie durcheinander gerät? und dadurch dann ein ADHS entsteht?
Und was ist wenn die "neigung" dazu schon existierte? und vielleicht da war und edadurch erst richtig "rausgekloppt" wurde?

Es ist wie mit "sperger". Da heisst es, ist hirnorganisch - gehirnstruktur - spiegelneuronen....
findet sich in f nach wie vor,
Als "asperger" sollte man sich hüten diese Diagnose bei irgendwelchen Ämtern zu nennen (vorallem wenn man sich an die REchte hält und seine einfordert und damit dem Amt den Mittelfinger zeigt)......

Was nützt uns die Lobby? Der einen Krankheitsbegriff hochhält, der eigentlich, bei GENAUEM HINSEHEN nur in bestimmen Fällen SCHADLOS nützt , ansonsten zur GEFAHR wird? ( und einschüchterung von freie Meinungsäusserung nicht unterscheiden kann - aber das ist n anderes thema)
Zuletzt geändert von Fido am 17. April 2011 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Donovan » 17. April 2011 22:40

Ich glaube, Du solltest zuerst etwas an Deinen Schmerzen machen. Ich empfinde das was Du geschrieben hast als leicht unzusammenhängend. Vielleicht sind die Schmerzen daran schuld.

Oder mein MPH wirkt aus...  :zwink:
Gruss, Donovan.

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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Fido » 17. April 2011 22:44

könnte sowohl als auch sein.

hab schon opiate drin, so das ich selbst zum opiatmännle werd... :(
könnt auch dopaminmangel sein - da knallt auch so einiges durch (mit missempfindungen und so n kram, und verstärkte muskelähm-zeugs)....

ich geh wohl lieber lesen oder so.....
eh ich noch mehr chaos verbreit ^^ und geköpft werd.
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von ADHDgoesto11 » 18. April 2011 11:13

[quote="Fido"]
Gibt es hier Menschen, bei denen eine Kopfverletzung ursache sein kann?
Oder bei der es zumindest mal eine gab?[/quote]

In dem hochinteressanten Buch mit dem absolut dämlichen Titel "Healing ADD" sagt der Autor (Daniel G. Amen, ein amerikanischen Psychiater), daß bei der Untersuchung von möglichen ADHS-Patienten immer und mehrmals nach Kopfverletzungen, Gehirnerschütterungen und ähnlichem fragt. Praktisch alles, was durch äußere Einwirkung auch nur kurzzeitig zu Bewusstseinsverlust oder -trübung führt, kann permanente Hirnschäden hinterlassen, die sich u.a. auch in ADHS-ähnlichen Symptomen äußern. Der Autor ist der Meinung, daß verletzungsbedingte Ursachen ungefähr 10% seiner ADHS-Diagnosen ausmachen. Er schreibt auch, daß besonders das Frontalhirn bei Gehirnerschütterungen gefährdet ist, da es auf den meisten Seiten von hartem Schädelknochen umgeben ist und bei der Kollision zwischen Schädel und Hirn das Hirn den größeren Schaden erleidet.

Allerdings kann man diese Verletzungen, besonders wenn sie älter sind, nicht auf Ultraschallaufnahmen sehen (da sich das Narben-/Füllgewebe nicht von funktionierendem Hirngewebe unterscheiden lässt) - dazu muss man bildgebende Verfahren einsetzen, die Stoffwechselvorgänge darstellen (SPECT, PET, fMRI).

Tochter *2007 ... ADHS
Sohn *2005 ADHS+Autismus
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Angie » 18. April 2011 16:51

[quote="Donovan"]
Ich glaube der Unterschied: Eine Verletzung ist ein Ereignis das der Auslöser ist. Bei ADHS hat man diese Verletzungstheorie verlassen, weil man unterdessen weiss, dass die Sache angeboren ist. Die Art wie die Neurotransmitter verarbeitet werden ist die Ursache und das kann bei ADHS nicht von Aussen entstehen.

Aber ich habe auch gehört, dass es bestimmte Hirnverletzungen gibt, die ADHS-ähnliche Symptome aufrufen.
[/quote]

Hier was zu deiner angeborenen Theorie, wobei ich auch der Meinung bin, kann ja nicht sein, dass soviele Familienmitglieder bei mir eine ADHS-Diagnose bzw Vermutung haben.

http://www.wissenschaft-aktuell.de/arti ... 87558.html
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Donovan » 18. April 2011 16:55

Von dieser Untersuchung habe ich auch gelesen. Anscheinend betrifft es hier die Gruppe von ADHS-ler, wo sich die Symptome mit dem Alter auflösen.

Ich glaube, wenn das so weiter geht, wird die Diagnose von ADHS bald gespaltet werden in mehreren Gruppen, wovon diese Gruppe sicher ein Teil ist.

Finde ich gut, dass es solche Durchbrüche gibt! Mehr davon!
Gruss, Donovan.

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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Fido » 18. April 2011 22:52

Heisst, das es also im Nachhinein nicht mehr wirklich auseinanderzu klamüsern ist?

Wenn aber mehrere Mitglieder in der Familie ADHS-Symtome aufweisen (und einige es eben "höchstwahrscheinlich haben") - ähmmm.
Mist.

Also ich hatte über 12 Gehirnerschütterungen. Eine davon mit kurzer Bewusstlosigkeit (wäre deswegen fast ersoffen).
Jedoch ist z.b das verhalten das zur Asperger-Diagnose geführt hat, davor schon gewesen. (Diagnose erst später)
Und auch diverse andere Symtome waren davor schon da.

Ich war als Kind halt impulsiv, in mich gekehrt etc (aber auch ständig in bewegung, leicht ablenkbar etc pepe).

Das aggressive VErhalten kam erst nach dem Bumbs der mich im Wasser orientierungslos zurück lies.

Nein, es geht nicht darum das ihr jetzt ne Diagnose stellen sollt.

Wie erkläre ich es?

Die Diagnose war , wie oben genannt, nach langem Leidensweg (die Symtome die ich nannte, stellten sich eben als ADHS-symtome raus - wurden aber von den Ärzten nicht verstande, weil es leider oft ältere waren, die wirklich NULL ahnung von der Thematik haben), was zu nachgewiesen falschdiagnosen führte - weshalb ich keinerlei vertrauen in die Psychater habe, die Diagnosen mal eben so stellen).

Das EEG zeigte "unregelmässigkeiten" im Temporallappen (was die Ärztin als zustazindiz für ADHS sah) .
Screening und Fragebögen ergaben ADHS (asperger war kein Thema, ausschlussdiagnosen im sinne von Borderline und co waren schon gelaufen, welche sie halt zwar überprüfte um das "abzusichern" aber mich dem Sreß damit nicht aussetzen wollte, zumal sie auch persönlichen Kontakt zu der Person hat, welche dies machte)

Wie gesagt, in der Familie sind "Störungen" des ähm, Biochemischen Zeugs (sorry, Begriff entfallen, Wortfindungsstörung) bekannt.


Und jetzt habe ich den Faden verloren.... blöde scheisse. Jedes mal das selbe.

Okay, also, so wie ich es mitbekommen habe ist die Diagnose aus den Akten verschwunden und durch ADHS ersetzt worden.....
Wobei es da sehr gut sein kann, das die Ausgeprägtheit der Symtome dabei ne Rolle spielen.
Ähm also ncith aus den Akten sondern von der KS (aktuell werde ich von ihr über die F (wie mich das ankotzt= diagnose Krank geschrieben, da bei dem andren sie sich noch prügeln ob es parkinson ist oder was anderes (wobei das witzige ist, das dopamin da ne nicht unbedeutende Rolle spielt. - sie meinen Beitrag von gestern. NAchdem ich levo-dopa mit nen doppelten Kaffee reingehauen habe, hörten die Missempfindungen etc auf und die konzentration wurde "leichter").

BOar, früher konnte ich mich wenistens völlig normal ausdrücken... und schachtelsätze über ne Komplete Seite hinklatschen und kam IMMER da an wo es hinsollte....


Ja ich persönlich denke auch, das es nicht schlecht wäre, da es ja so ausschaut als wären die kopfverletzungs-betroffenen eben auch ziemlich adhs-mässig. Heute gibts aber keine "annerkennung".
(wobei ich mich aktuell nciht zu zählen kann, weil einfach vieles dafür spricht das es vorher schon da war und mindestens ein bumbs zu viel war - was zu einer verstärkung egführt haben KANN - aber nicht muss. Aber wer will das so klar schon noch beurteilen können?)
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Hexe76 » 18. April 2011 23:22

Vor 15 Jahren wurde mir beigebracht, HOPS gibt es nicht.
Vor 2 Jahren lernte ich, dass es HOPS wohl doch noch gibt, oder wieder gibt.
Ein Arzt erklärte mir dazu: Immer wenn wir nicht wissen, was der Auslöser ist, wird HOPS diagnostiziert. Was soviel heißt wie, "wir haben keine Ahnung, könnte alles mögliche sein und vielleicht wieder weggehen"
Das war allerdings in Deutschland.


ADHS-Symptomatik würde ich nicht als ADHS-Symptomatik benennen wollen, wenn die Ursache eine andere ist.
Ich kann Unterzucker, weil ich mal wieder vergessen habe zu essen, ja auch nicht als Diabetes-Symptomatik einstufen.  :108:

Wie hast Du es auf über 12 Gehirnerschütterungen gebracht?
Und wie schlimm waren die jemals? Es gibt ja verschiedene Abstufungen.
Kurze Bewusstlosigkeit ist grundsätzlich mal klassisch, bzw. halt ne Amnesie, was dann als Bewusstlosigkeit gewertet wird.
Je nach Schwere einer Gehirnerschütterung sind Folgeschäden nicht auszuschließen, bzw ab einem gewissen Grad regelrecht zu erwarten.
Aber das würde dann m.E. auch als solches diagnostiziert werden, also Folgeschäden nach Commotio und nicht ADHS nach Commotio.
Ich denke, wenn man nach ner Commotio bleibende Schäden im Hirn behält, dann wird das bereits im Zuge der Behandlung der Commotio festgestellt und der Betroffene geht mit dem Wissen nach Hause, dass er Folgeschäden behält.
Ich verstehe nicht, wieso das plötzlich aus heiterem Himmel evtl. mit ADHS verwechselt werden sollte.  :grübel:
Wenn eine Krankenakte von Dir in aller Ausführlichkeit vorliegt, sollte da auch irgendwo zu finden sein, ob Du nach den Gehirnerschütterungen Verhaltensauffälligkeiten an den Tag gelegt hast, die vorher nicht da waren und dann lassen sich auch Rückschlüsse ziehen...denk ich....  :fr:
:hexe76:
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Fido » 18. April 2011 23:33

Hi Hexe, danke für deinen Beitrag.

Ja, das ist klar.
Z.b habe ic oft unterzucker welchen bei mir ne Art depressive Verstimmung auslöst, welche jahrelang als "depression" und persönlichkeitsstörung behandelt wurde.....

Naja, wenn man einmal sich den Kopf anständig anbumbst, kann es passieren das man ne "Neigung" entwickelt.
Also es leichter passiert.
Daher reichte es bei mir irgendwann aus, mich nur umzudrehen, die Entfernung zur Wand falsch eingestuft zu haben und ichhatte die nächsten drei Tage mit einer Gehirnerschütterung (leicht) im Bett verbracht.

Als ich den Bumbs hatte mit der kurzen Bewusstlosigkeit, kam ich ins Krankenhaus.
Dort hiess es, leichte Gehirnerschütterung und wurde, glaub , nach 3 Tagen entlassen.
Der Umstand, das ich schon mehrere hatte, wurde oft benannt, aber es hiess, es spiele keine Rolle.
Daher hab ich z.b auch gar nicht mehr dran gedacht später.

Es gibt da keine Diagnose die seit Kindesbeinen existierte.
Ich war zwar als Kind zweimal in der Psychatrie (jedes mal mit selten dämlichen Begründungen) und wurde jedes mal nach 6 Wochen entlassen, mit der Aussage, das Kind leidet (und zeigt zwar "verhaltensauffälligkeiten") aber es kann weder eine Persnlichkeitsstörung, noch Psychose oder ähnliches Diagnostiziert werden.

Die ärztin bei dem diese HOPS in den Unterlagen stehen hat (hatte?) weis, meines Wissens von diversen Gehirnerschütterungen.
Seit meinen 18 ten Lebensjahr war ich bei ihr. (zwischendurch für 4 Jahre nicht).

Es existiert keine Akte in dem drin steht, seit wann ich wie war.
Das was ich oben schrieb, mit dem "vorher x" war, eben weil es vorher schon auffällig war.
Wurde aber z.b nicht als störend empfunden, sondern hiess halt, ich sei halt anders.
Mein Stiefvater hat sich auch immer gegen Muttern gestellt, die mich wegen der zappeligkeit etc immer übel anging und hat die Behandlung mit dem Berryboy (oder wie das Ding heisst) selbst übernommen - selbst als Jugendlicher, sofern er da war, war er sich nicht zu schade, mir das Ding auf den Mund zu halten und mich zappeln zu lassen.

In WElchen Buch steht das mit dem Kreuzworträtzel? Das ist doch der mit der Scheibenwelt, oder?
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Hexe76 » 19. April 2011 00:15

[quote="Fido"]
In WElchen Buch steht das mit dem Kreuzworträtzel? Das ist doch der mit der Scheibenwelt, oder?
[/quote]

Yep, das ist aus der Scheibenwelt.  :ichboss:

Naja, wenn ich mir Deinen letzten Beitrag so durchlese, hat die Diagnose HOPS durchaus was von der Erklärung, die ich damals gekriegt habe von dem Arzt.
Hauptsache es steht was in der Akte.....  :108: Gib dem Kind einen Namen und alles ist gut
:hexe76:
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Fido » 19. April 2011 00:29

Cool :)
Ich bekam Weiberregiment zu lesen und hab mir gleich darauf ein weiteres Buch besorgt (so eins wo vier in einem sind - der komische zauberer mit dem Touristen wird dort geschildert).

Aber irgendwie find cih das sehr verwirrend, weil die nicht numeriert sind etc, aber dennoch eben "aufeinanderfolgend"......


Ja, das stimmt.
Denke, da hast du Recht.
Das die Ärztin erstmal mich krankschreiben wollte (weil notwendig) , aber das gesundheitliche eben sehr Problematisch ist und höchstens n ungefährer Verdacht äusserbar ist (weil scheinbar was seltenes) und ne Diagnose her musste, die eine dauerhafte Krankschreibung bis zur Klärung standhält, ermöglicht.

Früher dachte sie auch, ich sei Borderliner (wobei das war ne Fehldiagnose von einer Psychaterin, welche sie erstmal "übernommen" hatte, weil halt "irgenwdas los ist" - sie aber gestrichen hat, nachdem ich n Gutachten vorlegte in dem das widerlegt wurde).

Und warum sie nicht gleich die Diagnose ADHS übernommen hat, ist mir unklar.
Vielleicht wollte sie sich erstmal selbst überzeugen oder so.

Also spricht es auch dafür das HOPS erstmal da war um ne Basis zu schaffen.

Wie gesagt, die Diagnose ist aus der Krankschreibung vershwunden und wurde durch f90.0 ersetzt.


Meine Gedächnisstörungen die weit aus "umfangreicher" sind als bei adhs, sind aber auch erst seit dem ausbruch der erkrankung umfangreicher und eben je nachdem ob es ne aktue verschlechterung, schlimmer, oder besser.
Ebenso wie paar andere Dinge, die erst seit 3 jahren sich vom "typischen adhs-bild" abweichen. Also seit dem Ausbruch.

Ist halt n sammelsurium.

Aber duch einige klare Aussagen, konnte ich jetzt wieder n paar Sachen einordnen, die mir "durcheinander gekommen sind" (wie n BÜcherregal wo einige rausgefallen sind und falsch eingeordnet wurden).

DA aber die Symtome , als Kind und später eben doch recht eindeutig sind....
und ... toll, systemabsturz....
ach die , wie nennt sich das? ausprägung?
das war n punkt über den ich gestolpert bin.
Aber man selbst sieht ja z.b nicht immer besonders gut, wie ausgeprägt es ist.....

ich habe vor paar tagen steif und fest behauptet, das ich nur n gaaanz bissle urnruhig wäre (also nicht zappelig). Bis ich darauf aufmerksam gemacht wurde, das es sehr anstregend sei mir zuzuhören, weil allein das rumgezappel einen sehr ablenkt....

achso, und die ärztin war eben sehr vorsichtig mit "diagnosenübernehmen" geworden, da die angeblich magersucht sich nachher eben als schneller stoffwechsel herausstellte und als ich nach der auszeit wieder bei ihr aufschlug, sehr sehr fertig war (eben weil krank geworden und keiner halft, nur weil ich zu jung sei) und sie auch erstmal sehen wollte, was jetzt rein durch die verzweiflung ausgelöst war (sie war geschockt als ich das erste mal wieder dort war) und was eben trotz der tatsache das sie mit anderen ärzten jetzt ein netz bilden, der mich schützen soll u. eben eine komplette diagnostik ermöglicht (also körperlich mit so allem was zur verfügung steht wenn es sein muss) nciht "wegging".

denn ich fühle mic definitiv besser, weil ich ja nicht mehr allein bin und auch nicht mehr darum betteln muss, das mir doch mal bitte jemand glauben mag..... (zumal die meisten ärzte mir einfach nicht glauben wollten, weil sie selbst angst hatten, wie sich herauststellte).
trotzdem sind die gepsräche immer noch so schwierig wie zuvor


also, ich hoffe es ist zu verstehen was ich mitteilen will.
*grumfp*

ich nehme seit zwei monaten kein medikinet mehr....
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von tulipa » 26. April 2011 18:59

Hallo!

Etwas verspätet, aber mein Erfahrungsbericht:

Vor mittlerweile acht Jahren, als mein Mann und ich von ADHS noch nichts wussten, hatte mein Mann einen Unfall mit einer schweren Kopfverletzung. Folge: drei Gehirnblutungen im Frontalhirnbereich. Er war kurzzeitig bewusstlos. Nach einigen Stunden setzte das Kurzzeitgedächnis aus und er begann zu phantasieren. Er war eine Woche auf der Intensivstation, danach vier Wochen Neuroreha, anschließend ambulante Tagesreha, Wiedereingliederung am Arbeitsplatz usw.
Was auffiel, er musste nach Abschluss der Reha zigmal Konzentrationstests machen, um seinen Führerschein wieder zu bekommen. Das machte ihn rasend, da er sich ja bereits wieder wie vorher fühlte.
Beim Entlassungsgespräch, wies uns der Arzt darauf hin, dass diese Verletzungen so schwer waren, dass Folgeschäden entstehen könnten. Also Folgeschäden müssen nicht unbedingt direkt vorhanden sein. So könnten sich seine momentanen Konzentrationsprobleme verbessern, aber auch verschlechtern. Er könnte aggressivere Persönlichkeitszüge annehmen, depressiv werden, erhöhtes Ruhebedürfnis haben usw. Fakt ist, die Blutungen befanden sich in den Bereichen Konzentration und  Leistungsbereitschaft und aufgrund dessen ist seine Leistungsfähigkein eingeschränkt. Man kann jedoch nicht genau sagen wie sehr,  und wie sich das ganze im Laufe der Jahre entwickeln wird, welche Kompensationsmöglichkeiten er entwickelt usw. Für eine Berücksichtigung am Arbeitsplatz ist das jedoch zu wenig und es könnte schon aufgrund der Problematik der Überlastung, da er ja am Arbeitplatz 100% leisten muss, und dazu ja mehr geben muss als er eigentlich kann, zu Problemen kommen.

So nun lebten wir Jahre lang mehr oder wenig glücklich und zufrieden. Unser erster Sohn kam und als dieser knapp 2 Jahre alt war, fingen die Probleme bei ihm an. Irgendwann stießen wir auf ADHS bei Kindern, dann auf ADHS bei Erwachsenen. Wir holten die Zeugnisse meines Mannes raus, und siehe da, alle auffällig in Richtung ADHS (kann sich nicht konzentrieren, seine Aufmerksamkeitsspanne wäre zu kurz, Probleme beim Lesen und Schreiben, kann sich  nicht in die Klassengemeinschaft einordnen, spricht dazwischen, hinterfrägt ständig alles, der Lehrer muss ihm beweisen, dass eine Lösung richtig ist und warum nur der vorgegebene Lösungsweg richtig ist usw. Das ganze kontinuierlich über 9 Schuljahre). Er konnte sich an diese Probleme an sich gar nicht erinnern. Für ihn war Schule einfach nur nervig. Auch Gespräche mit seine Mutter deuteten darauf hin.

Klar die ersten Ärzte bei denen wir waren, schoben alles auf den Unfall und die Folgeschäden. Sein derzeitiger Psychiater stellte dann u. a. die Diagnose ADHS + Hinrorganisches Psychosyndrom. Wir gingen zu einem weiteren ADHS-Spezialisten und der fragte eigentlich gar nicht mehr nach dem Unfall, sondern bestätigte ihm dann aufgrund der Testergebnisse und Symptome nochmals ADHS. Er nimmt nun mph.

Alles in allem muss ich sagen war mein Mann schon immer anders. Durch den Unfall hatte ich aber das Gefühl, dass manches schlimmer geworden war. Vor allem die impulsiven Wutausbrüche. Mit den Medikamenten ist er ruhiger und umgänglicher, auch wie vor dem Unfall. Was nun auf was zurückzuführen ist, kann vermutlich niemand sagen. Aber seine Kindheitsgeschichte vor dem Unfall deutet schon auf ADHS hin. Und die Folgeschäden seines Unfalls hat er vermutlich nicht an unseren Sohn weitervererbt.
Er hat weiter eine Depression diagnostiziert bekommen, Vermutung auf Persönlichkeitsstörung, Zeichen von Psychosen. Was davon schon in ihm drin war, was auf den Unfall und was auf ADHS zurückzuführen, wieviel davon seinen Ursprung im sozialen Umfeld (Erziehung usw.) hatte ist vermutlich auch egal. Mann kann sowieso nur die Symptome behandeln. Ich meine was macht es für einen Unterschied, ob er sich nun leicht angefriffen fühlt aufgrund einer Persönlichkeitsstörung oder aufgrund ADHS oder aufgrund einer Persönlichkeitsveränderung aufgrund eines Unfalls.

Hirnorganisches Psychosyndrom habe ich allerdings einfach als "Fogeerkrankung aufgrund einer von außen einwirkenden Hinrverletzung" definiert. Also wie bereits erwähnt, als "da ist was, aber man weiß nicht genau was".

Schöne Grüße,
tulipa
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von hypocampus » 5. Mai 2011 19:23

[quote="Fido"]
Und Psychater sind nun alles andere, aber keine Ärzte (von gründlich ganz zu schweigen).
[/quote]

Das stimmt so nicht. Ein Psychater ist ein approbierter Arzt mit einer fachärztlichen Weiterbildung in Psychatrie. Vielleicht meinst du Psychotherapeuten (das ist ein Unterschied) aber ADHS-Diagnostik fällt nicht in deren Aufgabengebiet meine ich. Du wirst bei einem Psychater eine bessere Qualifikation zur Diagnose vorfinden als bei einem Allgemeinarzt (der in den meisten Fällen keine hat).

Die ADHS Diagnose ist komplexer als nur festzustellen, dass da was mit der Konzentration nicht stimmt. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass die Problematik bereits seit der Kindheit auftritt und in den Diagnosebögen wird nach Unfällen gefragt, also denke ich mal, dass soetwas miteinbezogen wird. Sicher ist da eine gewisse Fehldiagnoserate mit dabei aber prinzipiell ist es nicht so einfach, an eine Positivdiagnose zu kommen wenn man einfach nur Konzentrationsschwierigkeiten hat. Die Fragebögen sind schon umfassend und schließen viele Diagnosen mit überschneidender Symptomatik mit ein, außerdem werden sehr spezielle, auf charakteristisch in der ADHS eingeschränkte Hirnfunktionen zugeschnittene Leistungstests gemacht.

[quote="Fido"]

Nimms nicht persönlich, bitte!
Aber aktuell habe ich ein gaaaaaaanz großes Problem mit dem "es ist so".

Dafür könnte ich allein aus mein Leben millionen (gut, so viele nicht) Beispiele nennen, wo steif und fest behauptet wurde, das etwas SO ist WEIL und nacher wars es doch nicht.

Das ergebnis ist : sowohl als auch oder ersteres.
Wenn man andere Fragt, kommt noch ganz anderes bei raus (Psychater z.b sind nicht objektiv - deren Einstellung und auch wie sie dich mögen spielt dabei eine Entscheidene rolle, ebenso wie sie das, was man sagt, AUSLEGEN - und neurologen/psychater sind da kein Deut besser).

Wobei das was "andere sagen" eben fix vom tisch gewischt ist (aber überzeugen freiluch unmöglich, selbst mit komplette Gutachten (teurer spaß)- weil jeder ja "das gelernt hat" und "berufserfahrung" hat (und vergisst, das ausschlussdiagnostik stattfinden müsste ebenso wie eine komplette Amnanese welche bei dem "ganz anderen Sachen" eben nie bei waren).

UUUUUNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD

ja bitte rette mich

ADHS gilt immer noch als Psychische STörung (also ohne körperliche Ursachen - da dies die EIGENTLICHE Vorstellung von "psychischen Störungen" ist und somit zu "psychatrischen Diagnosen" gehören, welche einen fix in die Klapse, entmündigung und ähnliches führen können)

wie soll man da , wenn ADHS ne Rolle spielt, sich vor Fremdzugriff schützen?
Vor persönlichkeitsgestörten Psychatern? (ist mir mehrfach begegnet)

Da , wenn es nachgewiesen sein soll, das es biochemisch ist, somit hirnorganisch WÄRE und somit NICHTS in den f. Diagnosen zu suchen hat??????


[/quote]

Wie stellst du dir das bitte vor? Psychische Störung ist doch lediglich eine Klassifikation von Krankheiten, kein Grund für eine Entmündigung und Einweisung, so ein Blödsinn! Glaub mal, bis ein Psychater einweisen kann muss er schon klare Gründe dafür vorlegen, das geht nicht einfach so. Und du kannst den Leuten auch nicht vorwerfen, dass sie sich mal irren, quasi alle Diagnosen kann man nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit treffen, nicht aber mit einer hundertprozentigen, gerade in Bereichen wie der Psychatrie/Neurologie, wo es an klaren Biomarkern fehlt. Für eine Einweisung müssen jedoch schon handfeste Gründe vorliegen und ich würde in den meisten Fällen eher davon ausgehen, dass der Patient sich einredet, dass da keine Störung ist. Ich kenne eine Geschichte von jemandem, der der festen Überzeugung war, dass die Anordnung der Gegenstände auf seinem Tisch ein Omen für das jüngste Gericht seien und der Satan persönlich zum jüngsten Gericht erscheinen würde. Er war der Meinung er könne das nur verhindern indem er die auserwählte Colaflasche im Supermarkt neben an findet um dies abzuwenden. Was vielleicht ganz lustig klingen mag war für den Mann bittere Realität und er hat jeden Zweifel daran abgestritten. Seine Bekannten wussten, dass er unter Schizophrenie leidet und haben deswegen den Arzt alarmiert. Am Ende stand die Polizei vor der Tür um ihn abzuholen. Er war der festen Ansicht, dass sie dies in böswilliger Absicht tun seinen Plan zu vereiteln und hat sich mit den armen Polizisten geprügelt bis sie ihn unter Kontrolle gebracht haben. Der war sich in diesem Moment auch sicher, dass alle anderen den Knacks haben und nicht er. Manche muss man eben zwingen, sich helfen zu lassen, wenn er in Therapie gewesen ist dann geht es für einige Jahre auch meist wieder gut und er versteht, dass es Unsinn war.

Ich bezweifele jedoch, dass wirklich Menschen eingewiesen werden, denen das zu Unrecht geschieht. Es gibt eher Menschen, die nicht verstehen, dass ihnen dort geholfen wird, weil sie so in einer delusionalen Welt gefangen sind. Aber erzähl ruhig mal die Stories von den Leuten die du kennst bei denen das so gewesen sein soll, würde mich interessieren.

Die Gesetzeslage sieht so aus: 

http://de.wikipedia.org/wiki/Psychisch-Kranken-Gesetz
http://de.wikipedia.org/wiki/Unterbringung


P.S.: Weils grad passt eine sehr schöne Geschichte (englisch): http://www.youtube.com/watch?v=vrAc5CVw2zQ
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Fido » 30. September 2011 15:06

Putzig, erst vor kurzen wurde eine Entmündigung versucht - die ich aber innerhalb kürzerster Zeit abgeblockt habe (Gott sei Dank gibt es die Patientenverfügung).
Denn das Amt hat erzählt, ich habe angeblich gesagt, das ich psychisch so fertig bin das ich nichts kann - die vom sozialpsychatrischen Dienst hat dann mal eben gesagt "gestört und innerhalb von 5 minuten mir nicht nur einen Betreuer in den Raum gestellt, sondern auch eine einrichtung für Psychisch Kranke sammt Entmündigung.
Ausgangslage? Tja, das Amt muss denen wohl gesagt haben, das ich ADHSler bin und aufgrund fehlender Behandlung (weil nicht möglich war) eben da sehr zu kämpfen habe - zudem körperlich Krank (was das Amt immer gern vom Tisch fallen lässt und von mir Sachen fordert , die gar nicht gehen). Und schwups, war das Chaos ziemlich perfekt - wenn denn nicht die PatVerfü existiert hätte.

Und das, obwohl ich mit der Frau überhaupt nicht geredet habe, sondern es abgelehnt, darauf hingewiesen, das sie weder "begutachten" darf, noch sonst was und sich verpissen möge, da ich mit der Sozialarbeiterin reden wolle, eben weil ich körperlich stark eingeschränkt bin und gerne Infos hätte, wie ich diverses Lösen kann.
Die Frau ging weder noch hielt sie sich dran - die Sozialarbeiterin wollte eingreifen und meinte " da würde ich Ihnen empfehlen, bei einer Beratungsstelle für Behinderte hinzugehen. Denn das Amt hat es uns anders dargestellt - sie sind hier falsch" und die tolle Ärztin "sie sind aufgeregt, das ist ein Zeichen für eine psychatrische Störung. Ausserdem sind sie ADHSler." blablabla.

(Strafanzeige folgt gegen das Amt wie die Psychaterin) - aber soviel zum Thema, was alles nicht ginge.
Und der Witz ist, ich bin nicht der einzige, dem sowas passiert ist. NUR, das ich noch am besten bei WEg kam, weil ich rechtzeitig wusste wie ich mich schützen kann.

Willst also andeuten, das ich in die psychatrie gemüsst hätte? Also zu recht?
Hahahahaha, dann erkundige dich mal wieviele Opfer der Zwangspsychatrie es gibt!
Wieviele zu unrecht dort sind.
Mich wollte schon eine Ärztin in die Entziehungskur stecken, weil ich gegen SChmerzen Tilidin bekam - und sie "sie haben schmerzen?" "was für medikamente?" "ich weis sie in die psychtrie ein". Weil cih einfach "zu jung" war.
Tja, sowas passiert natürlich nicht.... nie und nimmer, denn es gibt ja gesetze.
Bullshit

ich bin weder Wahnhaft, noch glaube ich das Dämonen mir meinen Arsch putzen wollen, noch glaube ich, das Ärzte kennerel böse sind -
ändert aber nichts daran, das ich nicht der einzige bin, der gerne in Schubladen gesteckt wird, wo er nicht hingehört.
Und ich kann auch nachweisen, das ich keiner der Störungen habe und auch weder n Psychatrieaufenthalt notwendig wäre, noch Betreuung oder ähnliches.

Und das wusste das Amt ;)
Erst wenn man mich am Galgen hochgezogen, weiss ich , wieviel mein Arsch gewogen.
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Falschparker » 30. September 2011 21:35

Mit Fäkalsprache reagieren und alle Beteiligten anzeigen beeindruckt dann aber auch nicht besonders.
<><
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von Fido » 1. Oktober 2011 15:58

Na, beleidigt habe ich sie nich - da ich mich da freilich anders ausgedrückt habe und Anzeige ist da sehr wohl gerechtfertigt, wenn dort eine Zwangsmassnahme durchgeführt werden soll, die keinerlei notwendigkeit hat - da dies gegen geltenes Recht verstößt.

Freilich bleibt es jedem selbst überlassen ob er sich wehrt, oder nicht. Nur wer sich wehrt, schlicht und einfach das Recht zu hat
Erst wenn man mich am Galgen hochgezogen, weiss ich , wieviel mein Arsch gewogen.
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Re: "Hirnorganisches "Psychosyndrom" " oder auch "zu oft auf den Kopf gefallen"

Beitrag von No User » 1. Oktober 2011 16:31

Das ist ja schonmal beruhigend.

Allerdings hat man in so einem Forum auch nur deine Texte, um sich ein Bild von dir zu machen.

LG
Steffchen
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