plötzlich auftretende Sehstörung

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
Antworten
Mario
Pagemaster
Beiträge: 124
Registriert: 9. September 2006 15:21
Wohnort: Aschaffenburg

plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von Mario » 27. Oktober 2008 00:20

hallo,
ich habe keine ahnung, ob ich das hier posten kann bzw. darf - ich hoffe jemand hat eine idee.

ich selbst hab zwar ein ADHS und eine recht lange geschichte (wie so viele andere auch) hinter mir, aber darum geht es jetzt nicht.

es geht um meine schwägering, die seit etwa 4 wochen kaum noch etwas sieht. so wie sie es beschreibt, ist es so, als wäre ein fleck auf ihren augen. sie kann nur alles "am rand" sehen. sie kann nicht mehr lesen oder mit dem pkw fahren ect.

die sehstörungen kamen mehr oder weniger von heute auf morgen (etwa in einem zeitraum von 2 wochen). sie war deshalb schon bei augenärzten und liess alles mögliche an untersuchungen über sich ergehen. sämtliche testergebnise brachten keine hinweise auf die ursache. insgesamt entstand der eindruck, dass das leiden psychischer herkunft sein könnte.

sie selbst leidet unter epilepsie, weshalb sie auch eine klinik aufsuchte, die dahingehend utersuchungen anstellten. auch diese blieben ohne ergebnis.

in ihrer kindheit musste sie schlimmes erfharen (worauf ich jetzt nicht näher eingehen möchte).
im letzten halben jahr verlor sie ihre arbeit, ihren mann und ihre wohnung. dies würde ja auch
für eine psychische ursache sprechen.

das ende vom lied (bis jetzt) ist, dass keine was sie hat, wo es her kommt und wie man es beheben könnte.

dies nur kurz zur info und als überblick.

da ich auch im internet nicht fündig wurde, hoffe ich, dass mir jemand von hier eine hilfestellung geben kann.
kennt jemand einen arzt, der sich mit so ewas auskennt oder hat jemand ähnliche erfahrung/en ?

ich hoffe ich bekomme reichlich antworten und bedanke mich im voraus.

gruss
mario
Zuletzt geändert von Mario am 27. Oktober 2008 00:24, insgesamt 1-mal geändert.
Das Leben ist ein Kampf.. dennoch ist es lebenswert
samira
Pagemaster
Beiträge: 194
Registriert: 12. September 2007 21:47

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von samira » 27. Oktober 2008 01:00

hallo mario,

das ist ja wirklich seltsam .

mein sohn ist 8 und hat eine sehbehinderung er hat eine angehende sehnervschädigung.
die hoffentlich zu bremsen ist.
und er sieht 40 %weit und 20 % nach.

aber dies geschar nicht von heute auf morgen dies hat sich im laufe der jahre entwickelt.
was hat den deine schwägerin für untersuchungen hinter sich.
ich denke nicht das eine sehschwäche plötzlich kommt dies muss eine ursache haben.
war sie bis jetzt nur beim normalen augenarzt oder war sie in einer augenklinik.
unser augenarzt konnte auch die ursache nicht finden warum mein sohn so wenig sah .

ich würde ihr raten auf jeden fall eine klinik aufzusuchen und alles durchchecken lassen.
erst in der klinik wurde mein sohn richtig unter die lupe genommen .bei uns hat der neurologe festgestellt was los ist.
jetzt  wird bei ihm ein MRT gemacht (so ähnlich wie röntgen der sehnervbahn)um andere krankheiten auszuschliessen.die die nerven angreifen könnten .

l.g samira
Mario
Pagemaster
Beiträge: 124
Registriert: 9. September 2006 15:21
Wohnort: Aschaffenburg

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von Mario » 27. Oktober 2008 01:18

hi samira,

das hat sie alles schon hinter sich.
zunächst beim augenarzt, dann in der uniklinik in würzbur - ein körperliches leiden ist fast ausgeschlossen... so weit die ärzte das feststellen konnten.

nach allen möglichen tests (am auge - nerven - u.a. nervenwasseruntersuchung - bluttests - comp. tomographie, ctc und was weiss ich was noch) bleibt ratlosigkeit.
sie war sogar stationär in der uniklinik dort wurden tests teilweise nochmal durchgeführt.
die blutwerte waren bis auf die leber (dort war ein 5mal zu hoher wert festgestellt worden) normal.
die ursache dafür ist auch nicht bekannt. jetzt soll untersucht werden, ob der wert durch einnahme von irgendwelchen mitteln von den zahlreichen untersuchungen kam, oder ob es ein dauerzustand ist. ich denke aber, das hat nichts mit der sehschwäche zu tun.
sehschwäche ist eigentlich falsch.... die arme ist halb blind.

der neue job wird wohl flöten gehen.... wäre ja nicht so schlimm, wenn man wüsste was los ist und
wann sie wieder sehen kann.

dann danke erst mal für die antwort.

übrigens tut mir das mit deinem sohn leid, ich hoffe er ist trotzdem glücklich.
mein sohn ist auch acht jahre - ich würde lieber selbst die augenprobleme auf mich nehmen, als
das bei ihm mit ansehen zu müssen. hoffe du kommst damit halbwegs zurecht - (dir bleibt ja leider nicht viel anderes übrig)

lg
mario
Das Leben ist ein Kampf.. dennoch ist es lebenswert
samira
Pagemaster
Beiträge: 194
Registriert: 12. September 2007 21:47

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von samira » 27. Oktober 2008 01:45

hallo mario,

das ist ja echt der hammer  ist ja schon schlimm genug das sie nicht sieht aber das man nicht weiss woher es kommt ist find ich noch schlimmer .keinen ausweg zu sehen.
was sagen den die ärzte kann es sein das sie irgendwann wieder normal sehen kann gibt es ähnliche fälle?

mein sohn hat neben der sehschwäche auch noch adhs aber er kommt zurecht er ist ein lebenslustiger bursche .
er wird in der schule duch die sehbehinderten schule integriert braucht eine lupe sitzt vor der tafel.
wir fördern ihn privat soviel uns möglich ist.
weist du mario ich sage mir jeden tag es gibt schlimmeres auf der welt .klar geht man jeden tag ins bett und denkt nach was wird er wohl für einen abschluss machen was wird er für einen beruf ausüben KÖNNEN .er wird auch nie autofahren können.
aber ich bin für jeden tag glücklich das ich ihn hab .

l.g samira
Mario
Pagemaster
Beiträge: 124
Registriert: 9. September 2006 15:21
Wohnort: Aschaffenburg

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von Mario » 27. Oktober 2008 01:56

mit der einstellung liegst du genau richtig.
auch wenn es manchmal nicht leicht ist, es gibt wirklich schlimmeres.

ich bin da recht weich was kinder angeht. hängt wohl auch damit zusammen, dass mein sohn nicht bei mir aufwächst. aber er hat zum glück keine anzeichen auf ADHS.

zu meiner schwägerin sagen die ärzte eigentlich nichts weiter, nur das sie nichts finden. ob das wieder wird sagt auch keiner, weils eben keiner weiss. sie wurde aus der uniklinik entlassen... ohne irgendwas nur: "wir haben alles getan, können aber nichts finden!"

lg
mario
Das Leben ist ein Kampf.. dennoch ist es lebenswert
maerenthaler
Foruminventar
Beiträge: 4820
Registriert: 4. Februar 2007 16:54
Wohnort: Koblenz-Neuwieder Becken
Alter: 64

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von maerenthaler » 27. Oktober 2008 08:07

Hallo Mario,

[quote="Mario"]
... zunächst beim augenarzt, dann in der uniklinik in würzburg -
ein körperliches leiden ist fast ausgeschlossen... so weit die ärzte das feststellen konnten.  [/quote]

die Uniklinik in Würzburg hat auch eine Abteilung für Neurologie:

http://www.klinik.uni-wuerzburg.de/deut ... ntent.html

und eine Abteilung für Psychosomatik:

http://www.klinik.uni-wuerzburg.de/deut ... ntent.html

Ich denke,wenn man schon bei denen in Behandlung ist,
warum nicht konsequent alle Möglichkeiten ausschöpfen?

Ich wünsche Deiner Schwägerin schnelle Hilfe und Besserung

LG
Christian
Mario
Pagemaster
Beiträge: 124
Registriert: 9. September 2006 15:21
Wohnort: Aschaffenburg

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von Mario » 27. Oktober 2008 20:29

danke erst mal...
neurologisch wurde sie schon untersucht.
und psychisches leiden wurde dort ausgeschlossen.
keine ahnung warum.... war aber nur die meinung eines arztes.

ich schau mir jetzt erst mal die links von dir an....

vielleicht meldet sich ja noch jemand, der so etwas kennt... ich glaub meine schwägerin müsste sich
erst mal damit abfinden, dass die sache von heute auf morgen nicht zu beheben ist.

das mit der psyche ist eine meinung von mir, die bislang von niemanden bestätigt wurde. irgendwie
macht jeder seine untersuchungen, und wenn die zu nichts führen kümmert sich kein schwein mehr um sie.

also danke nochmal für die interesse

lg
mario

ich denke der tip war gut.
ich werde dort mal anrufen und mit dem professor sprechen...
Zuletzt geändert von Mario am 27. Oktober 2008 20:33, insgesamt 1-mal geändert.
Das Leben ist ein Kampf.. dennoch ist es lebenswert
samira
Pagemaster
Beiträge: 194
Registriert: 12. September 2007 21:47

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von samira » 27. Oktober 2008 22:04

hallo mario,

ich find es super ,dass du dich so für sie einsetzt.

villeicht würde ihr eine selbsthilfegruppe gut tun wo sie sich austauschen kann.

ich bin damals mit meinem sohn in die sehbehindertenschule gegangen um ihm zu zeigen das er nicht der einzigste ist mit einer sehschwäche und ihm ist jetzt klar das er troz allem gut sieht .
das schwierigste ist für mich und vor allem für ihn einzusehen das es halt so ist und lernen dies zu akzeptieren.

l.g samira
Mario
Pagemaster
Beiträge: 124
Registriert: 9. September 2006 15:21
Wohnort: Aschaffenburg

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von Mario » 27. Oktober 2008 23:25

hey,
das ist glaub ich meistens das problem.
wenn man eine karnkheit hat, diese auch zu akzeptieren und nicht gegen, sondern mit der
krankheit zu kämpfen. gerade bei psychischen erkrankungen verschlimmert sich die sache
sonst noch.

das problem in dem fall ist, dass sie einfach nicht einsehen will, dass es ein längerer prozess werden kann, bis sie wieder sieht.

aber wir bekommen das schon hin.

meine schwägerin hat nach ihrer trennung und dem verlust ihrer arbeit bei uns gewohnt.
anstatt mit ihren "frauen" zu reden, zog sie es vor sich mit mir zu unterhalten. irgendwie bin ich
da hinein gewachsen. da hab ich wenigstens was zu tun (-:

die familiäre geschichte von ihr (eltern...) ist auch nicht einfach gewesen und ist immer noch
etwas schwierig.

so ne gruppe mit lauter gleichgesinnten ist wirklich ne gute sache. da könnte man in der näheren
zukunft mal dran denken.

lg
mario
Das Leben ist ein Kampf.. dennoch ist es lebenswert
Mario
Pagemaster
Beiträge: 124
Registriert: 9. September 2006 15:21
Wohnort: Aschaffenburg

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von Mario » 10. Dezember 2008 02:33

danke für die antworten (nochma)

meine schwägerin ist jetzt in eine psychosomatischen klinik

denke das wird schon wieder


lg
mario
Das Leben ist ein Kampf.. dennoch ist es lebenswert
Hexe-ma
Pagemaster
Beiträge: 137
Registriert: 11. Oktober 2008 19:57

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von Hexe-ma » 10. Dezember 2008 21:42

Du erwähntest die Leberwerte. Dabei fiel mir ein dass die Leber sehr mit dem Sehen zusammenhängt. Hab daraufhin mal gegoogelt und fand einige Links zu "Sehstörungen Leber" ... könnte ja wirklich was dran sein

Deiner Schwägerin gute Besserung
dati
Pagemaster
Beiträge: 27
Registriert: 12. März 2009 13:45
Alter: 29

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von dati » 2. April 2009 13:44

Wichtiger wäre es den Ärzten etwas mehr Vertrauen zu schenken.

Ich würde auf eine extreme Form der Mouches volantes tippen, gehört also in die Hände eines Psychiaters.

Ich halte es für schlecht solche Fragen in irgendwelchen Foren zu stellen, meist kommen dabei Krankheiten zum Vorschein, die nicht selten tödlich sind. Darauf berufen darf man sich nicht, wenn man sich vorstellt, wie sehr der Erkrankte in diesem Moment leidet.

Gutes Beispiel:
Ich habe einen grippalen Infekt kombiniert mit einer Extrasystole. Was spuckt Google aus? Natürlich sofort den Notarzt alarmieren, es könnte sich um eine Herzmuskelentzündung handeln.
Benutzeravatar
Fido
Spezial User
Beiträge: 396
Registriert: 2. Juli 2008 05:22
Wohnort: Berlin
Alter: 35
Kontaktdaten:

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von Fido » 17. April 2011 20:22

Mal was Essen.
Unterzuckerungen zeigen sich u.a auch gern in Sehstörung.
Ansonsten : Viel Erfolg beim weitersuchen.
Allerdings sollte man jegliche Psychatrische Diagnose und Begtuachtung untersagen, damit nicht jeder Arzt einfach sagt "nö, is nichts" ^^

H43.2 Kristalline Ablagerungen im Glaskörper
H43.3 Sonstige Glaskörpertrübungen
http://webcache.googleusercontent.com/s ... .google.de

Warum sollte mit deinem "Tipp" ein Psychater aufgesucht werden?
Psychater ist für "geisteskrankheiten" da.
Erst wenn man mich am Galgen hochgezogen, weiss ich , wieviel mein Arsch gewogen.
Benutzeravatar
Donovan
Foruminventar
Beiträge: 742
Registriert: 6. Januar 2011 03:22
Wohnort: Monster, Niederlande
Alter: 53

Re: plötzlich auftretende Sehstörung

Beitrag von Donovan » 17. April 2011 21:10

Ich war gerade bei meinem Augenarzt, weil ich mit einem Auge Doppelbilder sehe. So wie 2 Bilder über einander. Das eine ist scharf und das andere unscharf.

Er konnte dies zwar messen (90% Kapazität in diesem Auge - 100% im anderen), aber nicht korrigieren. Auch alle Tests von Augendruck bis Hornhaut Dicke/Trübung usw, lieferte nichts auf.

Er steht auch vor einem Rätsel.

Jetzt soll ich in 6 Monaten nochmals zurückkommen, um zu sehen ob sich etwas verbessert oder verschlimmert hat.

Wie ist es mit Deiner Schwägerin weitergegangen? Hat der Aufenthalt ihr etwas gebracht?
Gruss, Donovan.

Ironie & rhetorische Fragen verstehe ich oft buchstäblich. Bitte um Verständnis, Verzeihung und falls möglich Vermeidung.

"Falls Du verpasst hast es zu Vermeiden: Mag es, Beende es oder Verändere es - Motzen ist nicht sinnvoll."
Antworten

Zurück zu „Psychologie / Neurologie*“