Mein Mann und mein Sohn geraten nur noch aneinander

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Aria
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Mein Mann und mein Sohn geraten nur noch aneinander

Beitrag von Aria » 21. Mai 2018 12:56

Hallo,

ich bin neu hier im Forum.
Ich habe einen zehnjährigen Sohn, bei dem am Beginn der Grundschule AD(H)S diagnostiziert wurde.
Leider ist es trotz unserer Bemühungen schier unmöglich ihn dazu zu bewegen in der Therapie mitzuarbeiten.
Vor drei Jahren waren wir gemeinsam (mein Mann, Sohn und ich) bei einer sehr guten Kinder- und Jugendpsychologin, die aber meiner Meinung nach wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke nicht wirklich auf die Krankheit spezialisiert war.
Damals ging es aber mehr darum sein Selbstwertgefühl zu stärken, da er in seiner ersten Schule gemobbt wurde, bis er selber dachte er sei dumm und sein Leben ist schei..(seine Worte), niemand mag ihn usw....
Nach einem Schulwechsel und seit letztem Sommer auch Medikamenteneinnahme hat sich das deutlich gebessert(er nimmt eine geringe Dosierung Straterra) Er hat jetzt Anschluss in der Klasse und kommt sehr viel besser in der Schule zurecht, seine Aufmerksamkeit und Konzentration sind in der Schule etwas besser, sodass er recht gut mitkommt.
Trotz allem hat er viele Symptome, die im Alltag sehr stark zum Tragen kommen. Ich weiß ihr kennt das und ich muss euch nichts erzählen wie unsagbar anstrengend es sein kann.
Wir sind in Behandlung bei einem Kinderpsychiater, der auch echt toll ist, der kann super mit ihm umgehen und kitzelt aus ihm heraus. Leider ist der aber so überlastet, das wir bei ihm in keine Therapie kommen, er verschreibt zwar das Medikament und wir machen ca alle 3-4 Monate ein Familiengespräch, aber das wars auch schon.
Das ist viel zuwenig. Bei der Psychologin haben wir die Therapie abgebrochen, weil Niklas nicht gewillt war dran teilzunehmen. Ich denke die Chemie zwischen ihr und ihm hat einfach nicht gestimmt. Außerdem hat mein Mann, nachdem wir als Eltern ein paar Mal dort waren zum Elterngespräch die Therapie ebenfalls abgebrochen, weil es ihm "zu weit" ging. Sagen wir mal viele Dinge waren auch unnötiges Gesprächsthema. Aber das ist Ansichtssache.
Bei uns in der Nähe( eine Stunde Fahrt) ist es schwer irgendwo einen Therapeuten aufzutreiben.
Worum es aber im Moment am meisten geht, ist das zwischen ihm und meinem Mann es eigentlich nur noch kracht.
Manchmal möchte ich am liebsten davonlaufen, so unendlich weh tut mir das, es macht mich soo unsagbar traurig, weil ich finde, das mein Mann eigentlich nur noch an ihm herumnörgelt. wegen jeder Kleinigkeit kritisiert er ihn, er geht total schnell in die Luft, schreit ihn an oder ärgert ihn. Das geht oft hin und her wie beim Pingpong und ich sitze dazwischen und kann nicht mehr. Ich fühle mich so hilflos und überflüssig...ich kann es nicht ausdrücken. ich weine oft weil ich mir wünsche das er damit aufhört. Natürlich ist es auch oft so, das Niklas wegen jeder Kleinigkeit ausrastet ...usw....aber ich kann doch als Papa da nicht immer noch lauter brüllen. Er merkt gar nicht das das eh nicht hilft. Hauptsache er kann seine Emotion rauslassen, wie es den anderen damit geht ist egal. :cry:
Ich glaube das Niklas viel genauso macht wie sein Papa, ist oft gereizt und unzufrieden. Und er ist traurig weil Papa so oft laut wird.
Ich habe schon oft mit meinem Mann darüber geredet. Dann geht es ein paar Tage und fängt von vorne an.
Ich glaube mein Mann ist insgeheim unglücklich darüber das er seine Liebe zu seinem Sohn verbuddelt und er so schnell laut wird. Er schafft es nicht damit aufzuhören. Wir haben auch beim Therapeuten darüber gesprochen. Seine eigene Kindheit war nicht sonderlich gut, aber ich bin der Meinung, das man nicht immer nur sagen kann, na ich hatte eine schlechte Kindheit, mich hat auch keiner in den Arm genommen, deshalb fällt mir das schwer. Und es ist ja nicht so, das er das nie tut. Klar kuscheln die beiden auch. Also sehe ich das als Ausrede, nichts an sich ändern zu müssen.
Ich weiß, ihr denkt jetzt sicher, warum lässt die das zu? Vielleicht sollte ich meinen Sohn nehmen und gehen...Darüber denke ich verstärkt nach.Trotzdem liebe ich meinen Mann, denn er hat auch viele gute Seiten. Mein Sohn hat aber sein Leben noch vor sich, er ist ein Kind das sich seine Eltern nicht aussuchen kann. Ich liebe ihn über alles, egal was mit ihm ist.
Vielleicht geht es euch ähnlich?
GLG!
Falschparker
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Beiträge: 4972
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Alter: 52

Re: Mein Mann und mein Sohn geraten nur noch aneinander

Beitrag von Falschparker » 21. Mai 2018 16:24

Worum es aber im Moment am meisten geht, ist das zwischen ihm und meinem Mann es eigentlich nur noch kracht.
Manchmal möchte ich am liebsten davonlaufen, so unendlich weh tut mir das, es macht mich soo unsagbar traurig, weil ich finde, das mein Mann eigentlich nur noch an ihm herumnörgelt. wegen jeder Kleinigkeit kritisiert er ihn, er geht total schnell in die Luft, schreit ihn an oder ärgert ihn. Das geht oft hin und her wie beim Pingpong und ich sitze dazwischen und kann nicht mehr.
(...)
Er merkt gar nicht das das eh nicht hilft. Hauptsache er kann seine Emotion rauslassen, wie es den anderen damit geht ist egal. :cry:
Ich glaube das Niklas viel genauso macht wie sein Papa, ist oft gereizt und unzufrieden. Und er ist traurig weil Papa so oft laut wird.
Ich habe schon oft mit meinem Mann darüber geredet. Dann geht es ein paar Tage und fängt von vorne an.
Liebe Aria,

herzlich willkommen in diesem Forum! :knuddel:

Ich maße mir wegen ein paar Sätzen keine Diagnose an, aber: Dass ADHS erblich ist, wisst ihr doch?

Und wenn (!) das zutrifft, dann ist dein Mann ebenso wenig wie dein Sohn ohne Behandlung in der Lage, sich zu ändern. D. h. natürlich muss er nicht jedes Mal aus der Haut fahren, durch ADHS ist man ja nicht ferngesteuert, man ist immer noch verantwortlich für alles was man tut. Aber das kostet auch viel Kraft.

Deswegen wird es auch nicht viel ändern, nur darüber zu reden. Wie du schon schreibst, er nimmt sich ein paar Tage zusammen und dann geht es wieder los.

Ich weiß aber natürlich nicht, wie offen dein Mann für eine Diagnostik und Behandlung wäre. Für viele betroffene Erwachsene ist die ADHS des eigenen Kindes der Auslöser dafür, sich ebenfalls untersuchen zu lassen.

Andere wollen davon nichts wissen und reagieren verletzt. Durch eine mögliche ADHS-Diagnose gerät ja auch das Selbstbild durcheinander, man muss Vieles in Frage stellen wie man sein Leben in Jahrzehnten eingerichtet hat.

Eine wichtige Rolle spielt der eigene Leidensdruck. Ich habe meine ADHS-Diagnose (3 Jahre nach der meines Ältesten) haben wollen, um das Chaos in meinem Beruf in den Griff zu kriegen. Dass ich durch meine Unbeherrschtheit häufig Streit meiner Frau angefangen habe und nicht so geduldig war mit meinem Kind, hatte ich damals gar nicht als Problem wahrgenommen! Ich dachte, die Anderen nerven immer.

Ich weiß daher nicht, ob ein Mann sich von seiner Frau zum Psychiater schicken lässt, weil er seinen Sohn beschimpft. Das als Argument könnte nach hinten losgehen, der Betroffene fühlt sich angegriffen. :oops:

Die Lebensqualität, die ich durch mein ADHS-Medikament habe, ist enorm, ich bin so viel gelassener als vorher und muss mich nicht mehr über jede Kleinigkeit aufregen. Aber kann sich das jemand vorstellen, bevor er es erlebt hat?
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Hanghuhn
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Re: Mein Mann und mein Sohn geraten nur noch aneinander

Beitrag von Hanghuhn » 21. Mai 2018 16:44

Da AD(H)S ja erblich ist, könnte es sein, dass euer Sohn ADHS von deinem Mann geerbt hat? Er scheint sich ja kaum beherrschen zu können.

Dein Mann scheint unzufrieden mit seinem Sohn zu sein, so in der Art: Andere Jungs machen das und das, und was macht mein Sohn? Wenn Männer sich untereinander über ihre Söhne unterhalten, spielen dabei ganz schön Konkurrenzkämpfe der Männer untereinander eine Rolle. Dein Mann meint, er könne nichts Gutes über seinen Sohn berichten. Frauen haben da unteinander einen ganz ähnlichen Konkurrenzkampf.

Als Beispiel kann ich, obwohl mein Selbstbewusstsein nicht allzu ausgeprägt ist, bei solchen Gesprächen ganz gut bestehen, weil ich einen ganz anderen Blick auf meine Kinder habe. Ich sehe mehr ihre Stärken. Ich weiß aber von meinem Mann, dass es ihm nicht so leicht fällt, die Stärken seiner Kinder hervorzuheben. Wenn ihm jemand von seinen (ach so tollen) Kindern erzählt, kann er schlecht parieren.

Andere Jungs sind halt andere Jungs! Niemand (schon gar nicht die eigenen Väter) spricht über deren Schwächen.

Bei allen Therapien, an denen dein Mann mehr oder weniger freiwillig teilnimmt oder teilnehmen lässt, scheint er noch nicht verinnerlicht zu haben, was es eigentlich bedeutet, ADHS zu haben. Jemand, der das begriffen hat, hackt auch nicht auf seinem Sohn 'rum. Natürlich passiert es auch mir manchmal, dass mir die ständigen Schusseligkeiten meines Sohnes auf den Geist gehen (bin eben auch nur Mensch), aber ich zweifle nicht an seinen Fähigkeiten. Ich hoffe, er spürt das auch. Außerdem schusselt er am meisten, wenn er die Medikamente am Wochenende nicht nimmt. Das ist seine Entscheidung, die ich nicht unbedingt gut finde.

Könnte euer Sohn nicht laufen, würde dein Mann ihm ja auch nicht abverlangen, er solle laufen. Er würde verstehen, dass das eben nicht geht. Er wäre aber stolz darauf, dass sein Sohn andere Stärken hat (z.B. geschickt mit den Händen ist oder ...).
Aria hat geschrieben:Außerdem hat mein Mann, nachdem wir als Eltern ein paar Mal dort waren zum Elterngespräch die Therapie ebenfalls abgebrochen, weil es ihm "zu weit" ging.
Was ging ihm zu weit. Sex unter den Eltern interessiert eher einen Paartherapeuten. Aber der häusliche Umgang mit eurem Sohn könnte eine Kinderpsychologin sehr wohl interessieren.

Vielleicht macht euer Sohn nicht mit, weil er die Abneigung seines Vaters gegenüber der Psychologin im Besonderen oder die Abneigung seines Vaters gegenüber Psychologen im Allgemein erspürt (Empathie könnte auch eine Begleiterscheinung von ADHS sein).

Anm.: Jetzt ist mir Falschparker zuvor gekommen. Es kann sein, dass wir beide ähnlich Gedanken äußern. Ich schicke meinen Beitrag trotzdem unverändert (bis auf diese Anmerkung) ab.
LG Hanghuhn
Aria
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Re: Mein Mann und mein Sohn geraten nur noch aneinander

Beitrag von Aria » 21. Mai 2018 19:26

Hallo ihr beiden!

vielen lieben Dank für eure Sichtweisen!
@Falschparker:
ich habe daran gedacht das es ebenfalls ihn betreffen könnte. Wie du schon sagst , er hat sich sehr überwunden überhaupt mitzugehen zu einem Therapeuten, allerdings muss ich dazu sagen, das ich ihn keinesfalls dazu gezwungen oder unter Druck gesetzt habe. Er hat es freiwillig seinem Sohn zuliebe getan. In den Elterngesprächen ging es allerdings irgendwann sehr wohl darum, das viele Dinge die schief laufen an uns Eltern liegen. Es ging irgendwann darum wie er mit den alltäglichen Situationen umgeht und da denke ich hat er sich in seiner Person nicht akzeptiert gefühlt, bzw. er empfindet das als Angriff seiner Person...er versteht dabei nicht das ihn keiner ändern will, sondern das es darum geht in bestimmten Situatioen anders zu handeln.
Er ist sogar mit Niklas zu Kur gefahren, das ist 1 1/2 Jahre her. Dort hat er viel mitgenommen, allerdings konnte er danach eben nicht fortfahren mit der Therapie. Wegen oben genannten Sachen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es unbedingt ihn betrifft. Er ist sehr impulsiv, ja. Und ich denke es wäre sicher interessant zu testen ob es ihn betrifft. Allerdings glaube ich nicht, das er das tun würde, denn ich glaube er ist der Meinung, das es eher mich betrifft.
Ich bin mir da ebenso nicht ganz sicher. Unser Sohn hat viele , ich nenne es mal Eigenschaften, von ihm wie von mir.
Bei den Dingen die bei mir für eine ADHS sprechen würden, weiß ich nicht ob sie durch andere Einflüsse entstanden sind. z.B. durch zuviel Stress, den wir ja durchaus haben. Ich würde mich allerdings testen lassen.
Das Selbstbild meines Mannes ist denke ich sehr angegriffen. Ich denke er fühlt sich täglich einer Aufgabe ausgesetzt derer er nicht gewachsen ist. (geht mir manchmal nicht anders) Ich beobachte auch, das er mal ein Bier mehr trinkt als sonst. Um sich zu entspannen? ich weiß es nicht. Ich will ihn wirklich nicht kritisieren, eher geht es mir darum das wir ein bisschen mehr zueinander finden. Och möchte das er weiß das ich ihn nicht verurteile.

Was genau hat dich denn dazu bewogen dich testen zu lassen wenn ich fragen darf?
Mein Mann fängt oft wegen Nichts Streit an. Er verwickelt einen richtig, ohne jeglichen Grund.


@ Hanghuhn:

Dankeschön auch für deine Antwort,
Ich glaube auch, das Niklas spürt, das Papa eigentlich ihn hinschicken will zum Therapeuten aber selbst lieber nix zu tun hätte. Sich öffnen und was rauslassen müssen ist ja auch schwer. Ich muss dazu sagen, das wir als Eltern aber mit der Therapeutin von Anfang an ein sehr gutes Gefühl hatten. Da hat die Chemie gepasst. Ich denke sie hat den Braten gerochen, das bei ihm was "im Argen" liegt und als es daran ging das genauer zu hinterfragen, hat er dicht gemacht.
Unser Sohn interessiert sich genau für dieselben Dinge wie Papa. Leider hat Papa keine Geduld diese Dinge mit seinem Sohn zu machen. Da ist die Modelleisenbahn, überhaupt irgendwas handwerkliches zusammenzuschrauben, alles was sich ums Bauen und um Technik jeglicher Art dreht.
Niklas funktioniert nicht so wie er sich vorstellt. Er vegleicht ihn oft mit seiner großen Tochter aus erster Ehe. Er sagt dann, bei ihr war das so und so...da gab es das nicht...usw
Ich muss sagen ich finde das totalen Quatsch weil jedes Kind anders ist, außerdem war er damals nur am We zu Hause und hat sich in der Erziehung komplett rausgehalten. Seine Worte waren, das am We dran rumzuerziehen eh keinen Sinn macht.
Auf seine große Tochter (ist bereits verheiratet und wohnt nicht bei uns) ist er stolz. Das sieht man und das spürt man.Ich finde das auch schön, das er für sie da ist. Es ist aber manchmal nicht leicht für mich wenn er darufhin dann unseren Sohn wie Luft behandelt, weil der z. B. wieder sein Werkzeug genommen hat. Kann es sein das er das nur tut, weil er eigentlich mit Papa was machen will, der aber keine Zeit/ Geduld hat?
Du hast schon recht, das er da sicher kaum die guten Seiten von Niklas sehen kann. Ich kann das schon besser, könnte spontan ein paar Sachen aufzählen.
Während der Kur hat er schon viele Dinge über ADHS gelernt, aber ich glaube das hat er alles vergessen. er tut immer so als würde man ja alles nur darauf schieben. Ich verstehe nicht, warum er das so vergessen hat? Hat einen dicken Ordner von der Kur mit nach Hause gebracht, alle waren dort so stolz auf ihn, das er den Schritt getan hatte mit seinem Sohn zu fahren und die Beziehung zu ihm zu stärken. Ich auch!!!! Das habe ich ihm auch gesagt. Ich versuche sehr wohl auch ihm zu sagen, was er gut macht.

Vielleicht war das alles etwas durcheinander, aber mir schwirrt der Kopf...leer nicht zu wissen, wie es weitergehen soll.
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Hanghuhn
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Re: Mein Mann und mein Sohn geraten nur noch aneinander

Beitrag von Hanghuhn » 22. Mai 2018 00:05

Aria hat geschrieben:Hat einen dicken Ordner von der Kur mit nach Hause gebracht, alle waren dort so stolz auf ihn, das er den Schritt getan hatte mit seinem Sohn zu fahren und die Beziehung zu ihm zu stärken.
Leg ihm doch einfach mal den dicken Ordner vor die Nase und forder ihn auf, darin zu lesen!

Dass dein Mann mit seinem Sohn zur Kur gefahren ist, finde ich auch schön. Es muss bloß auch dazu führen, dass er mehr Verständnis für seinen Sohn aufbringt. Wenn die beiden mehr Zeit miteinander verbringen würden, würde das auch die Sinne für die Stärken des Kindes schärfen.

Der Vergleich mit der großen Schwester ist einfach unfair eurem Sohn und auch dir gegenüber. Wahrscheinlich ist die große Schwester nicht von AD(H)S betroffen, da geht überhaupt alles viel leichter (sofern keine anderen Störungen anliegen). Da dein Mann mit der seiner jetzt erwachsenen Tochter auch nicht so viel (oder noch weniger) Zeit verbrachte, kann sein Anteil an ihrer Erziehung ja auch nicht so groß gewesen sein. Sie dann als Vorbild hinzustellen, finde ich ziemlich daneben. Ich finde es sowieso daneben.
LG Hanghuhn
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