13 jähriger läuft weg - Heimunterbringung.Verzweifelt!

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Nati
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13 jähriger läuft weg - Heimunterbringung.Verzweifelt!

Beitragvon Nati » 22. März 2017 23:33

Hallo,ich habe mich hier angemeldet, weil ich hoffe hier Verständnis zu finden.

Mein 13 jähriger Stiefsohn macht uns das Leben zur Hölle. Schlägerei, mehrmaliger Cannabiskonsum, permanentes Lügen, kein Bock auf Schule, sich nicht an die Regeln halten - begleiten unseren Alltag seit Monaten.
Die neueste Steigerung war, nach der Schule nicht nach Hause zu kommen. Am nächsten Tag aus dem Fenster geklettert und wieder weg. Eine Woche später erneut.
Wir haben seit 2 Jahren eine Familienhilfe, mit ihm haben wir abgesprochen, dass er in Obhut genommen werden soll. Am Donnerstag war er erneut abgängig und wurde Freitag gefunden und in ein Heim gebracht. Sonntags wieder weggelaufen.
Nach 2 Stunden wieder da. Montag erneut weg und gestern wieder aufgetaucht. Jetzt ist er in einem anderen Heim, da dieses jetzt zuständig ist.
Seine leibliche Mutter zerrt seit 6 Jahren an ihm. 4 Prozesse hat sie verloren. Er lebt bei uns. Bei ihr gibt es keine Regeln, ständige Umzüge und neue Partner.
Er möchte jetzt bei ihr leben. Mit uns redet er kein Wort mehr. Sie war es auch, die ihn komischerweise jedes mal gefunden hat. Seine ersten Anlaufstellen beim Weglaufen waren allerdings seine ständig wechselnden Freundinnen. Er verhält sich wie ein läufiger Hund. Vom Kopf her wie ein 11 jähriger meint die Therapeutin.

Ende April könnte er einen 3-4 monatigen Platz in einer Klärungsgruppe haben. So lange kann er aber nicht in Obhut bleiben, das geht nur immer für 72 Stunden. Zu uns will er aber nicht - wir könnten auch gar nicht Herr der Lage werden.
Jetzt steht im Raum ihn zur Überbrückung zur Mutter zu geben. Dort würde er aber nur "Lotterleben" haben und sich danach wohl kaum auf eine stationäre Therapie einlassen. Was für Möglichkeiten gibt es sonst noch???

Ehrlich gesagt, möchte ich ihn nach allem was passiert ist auch gar nicht hier haben. In meinen Augen ist er momentan unberechenbar.

ADHS mit Impulskontrollstörung und Störung des Sozialverhaltens. Lernbehinderung. Medikation: Concerta und Risperidon. Familienhilfe seit 2 Jahren und seit einem Jahr Verhaltenstherapie.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Ich weiß nicht mehr weiter :evil: :cry: :oops: :?:
ripley
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Re: 13 jähriger läuft weg - Heimunterbringung.Verzweifelt!

Beitragvon ripley » 23. März 2017 11:27

Vorweg ... nein, so schlimm wie bei Euch war's bei uns nicht. Auch nicht so "zerrissen". Ich kann also definitiv nicht mit Vergleichserfahrungen dienen. Dennoch ...

Jetzt steht im Raum ihn zur Überbrückung zur Mutter zu geben. Dort würde er aber nur "Lotterleben" haben und sich danach wohl kaum auf eine stationäre Therapie einlassen.


Was macht dich da so sicher?
Ist sie denn die "bessere" Mutter? Wie es sich liest doch eher nicht, oder?
Und warum sollte ein 13jähriger das nicht auch bemerken können - wenn er denn endlich mal die Gelegenheit dazu bekäme?
"Blödheit" war ja als Diagnose nicht aufgeführt ...
Nati
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Re: 13 jähriger läuft weg - Heimunterbringung.Verzweifelt!

Beitragvon Nati » 24. März 2017 07:16

Huhu, stimmt, Blödheit war nicht aufgeführt. Davon ist aber eine gehörige Portion vorhanden :lol:
Das Jugendamt hat auch eingesehen, dass die Mutter keine Option ist und sich dafür stark gemacht, dass er da bleiben kann und dort zeitnah in die Klärungsgruppe gehen kann. :)
Jetzt heißt es abwarten, was die Klärung bringt.
Für ein gemeinsames Zusammenleben sehe ich hier keine Basis.
Hat jemand den Fall, dass sein Kind in einer Einrichtung lebt?
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Sheherazade
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Re: 13 jähriger läuft weg - Heimunterbringung.Verzweifelt!

Beitragvon Sheherazade » 24. März 2017 15:32

Nati hat geschrieben:etzt steht im Raum ihn zur Überbrückung zur Mutter zu geben.


Dann lasst ihn doch da hin. Sonst meint er weiterhin, dass das, was er nicht haben darf, das Beste für ihn sei.

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