Schulversagen trotz medikamente

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Finchenf
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Schulversagen trotz medikamente

Beitragvon Finchenf » 20. Dezember 2016 10:32

Hallo!
Bin gerade sehr verzweifelt...mein Sohn bekommt seit 1 Jahr Medikinit retard 20mg,was anfangs auch super anschlug. Nach einem halben Jahr lies dir Wirkung schlagartig nach, komplette Verschlechterung in der Schule. 10mg erhöht, vertrug er aber nicht jetzt bekommt er 30mg equasym. Laut lehrerfeedback im Unterricht alles gut, er ist auch zu Hause lernbereit und versteht den Stoff. Leider versagt er total bei den Arbeiten (in allen Hauptfächern 5) er selbst schätzt sich viel besser ein und fällt dann aus allen Wolken weil er damit nicht gerechnet hat. Ich verstehe es nicht...könnt ihr mir vielleicht helfen? LG finchenf
Zuletzt geändert von Menolly am 20. Dezember 2016 12:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Überschrift geändert
Finchenf
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Re: Schuldverschreibung trotz medikamente

Beitragvon Finchenf » 20. Dezember 2016 10:48

Sorry...die Überschrift sollte lauten: schulversagen trotz Medikamente...hatte wohl zu schnell geschrieben!
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Menolly
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Re: Schulversagen trotz medikamente

Beitragvon Menolly » 20. Dezember 2016 12:11

Da fällt mir nur Prüfungsangst ein. :?
Du sollst Deine Freunde nicht trocknen und rauchen.
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Sheherazade
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Re: Schulversagen trotz medikamente

Beitragvon Sheherazade » 20. Dezember 2016 17:39

Finchenf hat geschrieben:Laut lehrerfeedback im Unterricht alles gut, er ist auch zu Hause lernbereit und versteht den Stoff. Leider versagt er total bei den Arbeiten (in allen Hauptfächern 5) er selbst schätzt sich viel besser ein und fällt dann aus allen Wolken weil er damit nicht gerechnet hat.


Hast du dir die Arbeiten denn mal angeguckt? Sind das Fehler wegen grundsätzlicher Verständnisprobleme oder Flüchtigkeitsfehler?

Unser Großer bringt es z. B. in Englisch fertig, alle Vokabeltests 5 zu schreiben (trotz normalem Lernen) und die Arbeiten selbst alle 2 und 3. Gucke ich mir an, woran das liegt, sehe ich ganz klar, dass er zwar die Vokabeln alle richtig übersetzt hat, allerdings auch alle falsch geschrieben hat, sowohl die englischen als auch die deutschen Wörter. :evil:

In Mathe ist er manchmal ähnlich drauf - husch, husch die Waldfee eben schnell die Arbeit schreiben, weiß ja alles ..... raus kommt dann mit Glück eine 4, weil er Zahlendreher drin hat oder unsauber gezeichnet hat oder eine Zahl übersehen hat.
Finchenf
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Re: Schulversagen trotz medikamente

Beitragvon Finchenf » 20. Dezember 2016 21:53

Hallo!
Danke für eure schnellen Antworten! Ja, an Prüfungsangst/Versagen hab ich auch schon gedacht. Aber spricht man ihn darauf an sagt er er hätte keine Angst vor den Arbeiten. Er ist jetzt in der Mittelstufe mit G und E Kursen, nach dem anstehenden Zeugnissen wird entschieden welcher Bildungsweg weiter eingeschlagen werden kann. Das ist schon Thema bei uns, vielleicht setzt ihn das unbewusst unter Druck? Gestern nach der 3. 5 in Folge hat er nachts alles eingenässt...
Zu den Fehlern... Ja, dass mit den Vokabeln kenne ich auch. Oder in der Arbeit wird nur eine Frage anders gestellt und schon überfordert es ihn. Die Nachhilfe sagt er kann 80-90% des Stoffes...und dann zwei 5en in Folge. Auswendig gelerntes in Grammatik etc. kann er 1 zu 1 wiedergeben. Im Diktat sehr viele Flüchtigkeitsfehler, freies Schreiben fällt ihm schwer bzw. er kann eine Geschichte nicht sinngemäß nacherzählen. In Mathe könnte ich überhauptnicht verstehen, weil er den Stoff im Schlaf konnte und dann der Totalausfall. Was sagt ihr dazu? Glg finchenf
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Re: Schulversagen trotz medikamente

Beitragvon TanCan » 28. Dezember 2016 20:53

Hallo,
ich habe eben gedacht ich hätte das alles geschrieben. Mein Sohn hat genau das gleiche Problem. Er hat immer eingutes gefühl bei jedem Test und ist dann selbst überrascht wenn es eine 5 geworden ist. Die Nachhilfe sagt auch das er den Stoff drauf hat und mindestens ein 3er Schüler wäre aber nach den Ergebnissen ist er ein 4 oder 5 Schüler. Er macht Flüchtigkeitsfehler und ich habe den Eindruck das er manchmal einfach die Frage nicht versteht. Würde man die ihm vorlesen, würde er wohl anders antworten. Ich bin hier auch am Ende meines Lateins. Wir haben eine leichte LRS..was auch immer leicht ist und von daher wird die Rechtschreibung nicht gezählt und trotzdem bekommt er schlechte Noten. :(
Das Medikament wirkt meiner Meinung nach
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Re: Schulversagen trotz medikamente

Beitragvon BAE2705 » 2. Januar 2017 12:55

Hast Du mit den Lehrern selbst gesprochen? Bei meinem Junior kam raus, dass er sich nach 20 min wahlweise körperlich oder geistig aus dem Klassenzimmer entfernte, d.h. eigentlich war Leistung pro Zeit ok nur die Zeit in der er Leistung brachte viel zu kurz.

Das Problem konnten wir mit einem hervorragenden Mathelehrer vom alten Schlag lösen, der ihm klar machte, dass alles was schlechter als 4 ist zu Hause nochmal komplett gelöst werden musste :twisted:. Nach anfänglichem Frust stellte sich die Erkenntns ein "dann tu ich lieber inder Arbeit mehr" - und Sohnemann rutschte von schlechter vier über diverse dreien jetzt zum zweiten Mal zu einer Zwei (wobei er die "Kikifatzaufgaben" falsch löst und die schweren mit zwei Lösungswegen sorgfältig aufdröselt). Aber: Struktur, Struktur und nochmal Strutur.

Wie sehen die gelösten Aufgaben aus - dahingehuscht, durchgestrichen, ggf. ohne Lösungswege? Dann hilft nur: Klare Regeln - Ausgangswerte, Formel, Werte in Formel einsetzen, Rechenweg, Lösungssatz und das bei jeder (Haus)Aufgabe, damit es sich einprägt.

Vokabeln lernen - evtl. macht's ihm am Computer mehr Spaß, aber sicher ist Vokabeln werden in den meisten Sprchen nur dann richtig geschrieben wenn man sie - oh Wunder - zum über geschrieben hat (nicht nur angucken und aussprechen).

Versuch mal zu beschreiben, woran es wirklich hakt. Vielleicht kommen dann noch gute Tipps.

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