Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

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Maya18Max
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Maya18Max » 4. November 2016 11:04

Oh je, ganz viel Kraft Euch! Versucht schnell mit KJP eine Lösung zu finden. Vielleicht könnt ihr auch den sonderpädagogischen Dienst /Schulpsychologen einschalten.
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Sheherazade
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Sheherazade » 4. November 2016 11:07

Novemberwind hat geschrieben:Außerdem haben sie uns unter Druck gesetzt, dass wir die Kita von der Verschwiegenheitspflicht befreien soll.


Natürlich sucht die Schulleitung jetzt Rechtfertigungen für ihre absurd überstürzte Vorgehensweise, denn grundsätzlich ist das Verhalten der Schule ein Armutszeugnis, wenn man überlegt, dass dein Kind erst vor wenigen Wochen eingeschult wurde. Und das wissen die ganz genau.
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Menolly
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Menolly » 4. November 2016 11:10

WOW :shock:
Die Schule agiert aber ziemlich Unprofessionell.
1. Die Aussage das er bei euch Unglücklich sei, ist einfach nur eine Frechheit.
2. Einfach so, kann und darf die Schule deinen Sohn nicht vom Unterricht ausschließen. Dazu muss es eine Klassenkonferenz geben, wo es Beschlossen wird, aber ihr vorher auch die Gelegenheit bekommen müsst eure Sicht zu schildern.
3.Was soll der Quatsch mit der Kreis und Landesebene?

So, als erstes:
Guck im Internet nach eurem zuständigen Schulpsychologen, und mach da Dampf, das er/sie euch Unterstützt.
Ruf beim Jugendamt an und schildere was gerade passiert( auch unter Tränen, das wirkt oft besser als zu sachlich zu sein )
KJP wurde ja schon gesagt.

Ihr habt ja nicht einfach da gesessen als die Probleme los gingen, sondern habt ja gleich reagiert, also alles richtig gemacht.
Deshalb sehe ich auch gute Chancen das ihr das Jugendamt auch auf eure Seite bekommt und die euch Unterstützen. ( ich hoffe es zumindest )

Alles im allen, ist es jetzt wichtig, das du und dein Mann euren Sohn klar macht, das ihr ihm helfen wollt und zu ihm steht.
Ich glaube der kleine ist einfach überfordert mit der Schule und deren Verständnis von Sozialverhalten.
Richtig, er sollte sich nicht Körperlich zur Wehr setzten, aber anscheinend hat die Schule auch ihren Beitrag geleistet das es Eskaliert.
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon ADHDgoesto11 » 4. November 2016 12:00

Menolly hat geschrieben:WOW :shock:
Die Schule agiert aber ziemlich Unprofessionell.


Aber auch ziemlich effektiv. Zumindest bei der Verfolgung ihrer Ziele.

An dem Punkt wäre es wohl auch angebracht, ein paar rechtliche Schutzschilde hochzufahren:

1. Zu Gesprächen nur noch mit mindestens einem Zeugen.
2. Eventuell schon mal nach einem Anwalt suchen. Auch die besten KJP-Empfehlungen und Berichtet bringen nichts, wenn die Schule partout hartnäckig bleiben will.

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Novemberwind
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Novemberwind » 5. November 2016 03:04

Hallo nochmal,

ich kriege mich nicht runter gefahren. Je mehr ich über das Schulgespräch nachdenke, um so mehr unmögliche Situationen werden mir bewusst. U.a. sagte die Schulleiterin, auf meine Frage, ob sie inzwischen mit dem KJP telefoniert hätten (sie wollten sich da eigentlich beraten lassen und der KJP sagte, dass es ganz gut für die Diagnostik wäre, mal mit der Schule zu telefonieren), dass sie das noch nicht gemacht hätten, aber für nächste Woche eine Kaffeefahrt zu Onkel Jochen (Vorname des KJP) planen würden. Die machen sich aus dem ganzen Dilemma noch einen Spaß.

Unser Sohn ist völlig traurig. Er denkt, dass er nie wieder in die Schule darf, weil er es vermasselt hat. Weil ich einfach nur böse bin, sagt er. Natürlich erklären wir ihm, dass er nicht böse ist und wir ihn lieben und unterstützen usw. Bei ihm aber bleibt hängen, die Schule will mich nicht mehr.

Wir hatten heute (naja gestern) noch einen Termin beim Jugendamt. Haben dort alles geschildert und eine Schulbegleitung beantragt bzw. einen Antrag auf Eingliederung gestellt. Den KJP haben wir nicht erreicht (der hatte eine Weiterbildung, wir sind erst nächsten Freitag wieder da). Er ist aber notfallmäßig mobil zu erreichen und ich werde morgen mal schauen, ob ich am Wochenende mal mit ihm sprechen kann.

Ansonsten haben wir alle Termine für die noch notwendigen Untersuchungen für die Diagnostik bei den anderen Ärzten in der nächsten Woche.

Wir werden nächste Woche auch Kontakt zum Schulamt und zur Schulpsychologin aufnehmen. Ob das unserem Sohn hilft, weiß ich nicht, aber um auch denen nochmal zu erklären, dass wir seit Beginn der Probleme aktiv sind.

Der Plan der Schule ist ja unseren Sohn loszuwerden, mit der Begründung, dass er für die Schule aufgrund seiner Aggressivität nicht mehr tragbar ist. Wenn ich die Schulleiterin richtig verstehe, hat sie ihrer Vorgesetzten (wer ist das eigentlich?) gesagt, dass sie dafür nicht mehr die Verantwortung übernehmen kann und die jetzt entscheiden sollen, wie unser Sohn zukünftig beschult wird. Die vom Jugendamt sagte, dass das nicht so einfach geht. Die Schule hat die Möglichkeit Maßnahmen zu treffen, z.B. befristet zu suspendieren oder nur stundenweise zu beschulen, da aber letztendlich eine Schulpflicht besteht, ist, wenn die Eltern keine andere Schule wählen (und die auch das Kind annimmt) die zuständige Schule verantwortlich.

Wir wollen jetzt unseren Fokus im Moment mal von der Schule wegnehmen. Wir hören von der Schule, dass unser Sohn nicht mehr tragbar ist, aber im Moment ist auch die Schule nicht mehr zumutbar für unseren Sohn. Am Rande haben wir heute auch ein paar Details zu den Vorkommnissen in dieser Woche erhalten (so richtig wollen sie das ja immer nicht erzählen), aber einige Situationen hätten vermieden werden können, wenn man mit ihm gesprochen hätte und ihm nicht einfach, was aus der Hand gerissen oder ihn gleich geschnappt hätte. So ist er von einem negativen Erlebnis zum nächsten gekommen, fühlte sich immer schlechter und wurde immer frustrierter. Die eine Lehrerin sagte heute auch, dass das auf keinen Fall ADHS ist, da sie sich damit auskennen würde.

Jedenfalls ist unsere Idee, jetzt mal auch gegenüber der Schule die Initiative zu ergreifen und unseren Sohn erstmal krank zu melden. Macht das auch Sinn für die Tage, wo er ohnehin suspendiert ist?

Wir müssen jetzt Schule erstmal Schule sein lassen. Wichtig ist für uns, dass wir jetzt unser Kind wieder auf den Weg kriegen. Ich denke, dass der KJP oder auch der Kinderarzt ihn auch für längere Zeit krank schreiben. Die Zeit bis zur Diagnose müssen wir überbrücken. Parallel mit dem KJP absprechen, welche Therapiemöglichkeiten es gibt. M.E. braucht er eine Gruppentherapie. Vielleicht wäre auch eine Tagesklinik eine Möglichkeit. Allerdings liegen hier die Wartezeiten bei 6 Monaten.

Was haltet Ihr von unserem Plan?

Nun ist es schon fast 3, hoffentlich kann ich jetzt schlafen.

Gute Nacht,
Novemberwind
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Sheherazade » 5. November 2016 07:15

Novemberwind hat geschrieben:Wenn ich die Schulleiterin richtig verstehe, hat sie ihrer Vorgesetzten (wer ist das eigentlich?) gesagt, dass sie dafür nicht mehr die Verantwortung übernehmen kann und die jetzt entscheiden sollen, wie unser Sohn zukünftig beschult wird.


Der/die Vorgesetzte einer Schuleitung ist in der Regel der/die zuständige Dezernent/in bei der Landesschulbehörde.

Ich persönlich sehe eine Krankschreibung vom Arzt als einzig legale Möglichkeit für euch, Zeit zu gewinnen. Zumal die Schule ja eher einen nichtoffiziellen Weg geht. Oder wurde z. B. zu irgendeinem Zeitpunkt eine Klassenkonferenz einberufen?

Kennst du eigentlich die Elternvertretung eurer Schule?
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Novemberwind » 5. November 2016 07:35

Ich weiß nicht, ob eine Klassenkonferenz stattgefunden hat. Wir wurden zu nichts eingeladen, aber unsere Teilnahme ist da auch nicht notwendig, oder? Gestern hat die Schulleiterin dazu nichts gesagt, könnte aber jetzt nicht beschwören, ob das Wort Klassenkonferenz vielleicht vor den Ferien fiel.

Die Elternvertreterin haben wir einmal bei der Wahl gesehen, persönlich gesprochen noch nicht.

Viele Grüße,
Novemberwind
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Sheherazade » 5. November 2016 08:36

Novemberwind hat geschrieben:Die Elternvertreterin haben wir einmal bei der Wahl gesehen, persönlich gesprochen noch nicht.


Ich kenn die Prozedur bei einer Klassenkonferenz (die einer Suspendierung eigentlich vorausgehen muss) nicht so genau, wir sind damals noch so eben dran vorbei geschrabbt, aber die Elternvertretung muss auf jeden Fall dabei sein. Wäre vielleicht nicht schlecht, wenn du mal Kontakt aufnimmst um an Informationen zu gelangen.

Die Schule kocht ihr eigenes Süppchen, mal abgesehen von den unangemessenen körperlichen Übergriffen, musst du Munition haben um denen da reinspucken zu können. Denn auch, wenn ihr eine andere (bessere) Schule sucht/findet, wird die Schulakte mitgehen. Wer weiß, was da drin steht. Mir ist nämlich nicht ganz klar, ob es wirklich um dein Kind speziell geht und die Schule dabei überreagiert oder ob die Schule nicht nur ein Exempel statuieren will und dafür dein Kind über die Klinge springen lässt.
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Menolly » 5. November 2016 09:49

moin moin,
zumindest macht es sich die Schule sehr leicht...
Haltet auf jedenfall weiter engen Kontakt zum Jugendamt. Die scheinen da auf eurer Seite zu stehen.

Ihr hättet zumindest eine Schriftliche Information bekommen müssen, das es eine Klassenkonferenz geben wird.
Das scheint es bei euch ja nicht gegeben zu haben.
Und für das, was die Schule jetzt plant, muss es 3 Klassenkonferenzen und eine Schulkonferenz gegeben haben.
Auch dies hat es wohl nie gegeben.

Diese Schule hat sich zum Ziel gesetzt alle Problemkinder los zu werden. Sollen sich doch andere darum kümmern... Bild sorry musste mal raus
Das heißt, ihr könnt euch auf den Kopf stellen, euer Kind wird da solange nieder gemacht bis er geht.

Nimm mal, wenn möglich Kontakt mir anderen Eltern auf. Ich glaube das die einiges zu erzählen haben.
Und auch das Schulamt sollte darüber zumindest von euch Informiert werden. Das am besten Schriftlich.
Schulpsychologe. Dieser geht nämlich in die Schule und kann sich den Schulbetrieb ansehen und wird sehr schnell herausfinden was da wirklich los ist.

Ich weiß, es fühlt sich gerade so an, als wenn die Welt unter geht, aber haltet durch! Es wird einmal besser werden! :zuneigung:
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Maya18Max » 5. November 2016 10:01

Oh man, ich bin ziemlich sprachlos, ich kann den anderen nur beipflichten in ihren Meinungen.

Ihr schafft das und werdet gestärkt aus der Sache raus gehen. Ich hoffe nur, dass die Elternvertreter auch hinter euch stehen und es nicht so läuft wie bei uns. Denkt dran, ihr seid nicht alleine, auch wenn es sich so anfühlen mag.

Ganz viel Kraft! Denkt mal drüber nach, welche Schule auch als Alternative in Frage kommt, evtl eine mit privatem Träger oder oder... Ist alles viel auf einmal, vor allem für Euren Sohn, der am wenigsten dafür kann.

Liebe Grüße und viel Glück und Erfolg!
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Menolly » 5. November 2016 10:32

Hier mal der Link zum Schulpsychologen
http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fac ... logen.html

Bitte setzt euch unbedingt damit in Verbindung.
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Novemberwind » 5. November 2016 22:36

Von Herzen danke für Eure Unterstützung.

Lt. Schulleiterin gab es am Donnerstag ein Gespräch mit allen Lehrern, der Nachmittagsbetreuung, Schulamt und Schulpsychologin. Könnte die Schulkonferenz gewesen sein, oder? Darüber wurden wir am Mittwochnachmittag mündlich informiert. Man hat das Gefühl, dass die Schule, Schulamt und Schulpsychologin unter einer Decke stecken. Aber vielleicht sind wir da auch gerade schon bisschen paranoid. Nichtsdestotrotz werden wir zu Beiden Kontakt aufnehmen. Sinngemäß wollten wir denen schreiben, dass die Vorkommnisse auf eine psychische Erkrankung unseres Sohn zurück zu führen sind, wir mit der Schule im engen Gespräch waren/sind und alles tun, um unseren Sohn zu unterstützen, er in psychiatrischer Behandlung ist, an der Diagnostik gearbeitet wird, um neben der allgemeinen Therapie, die bereits seit 3 Wochen über die Erwachsenen läuft (nur leider in der Schule nicht umgesetzt wird/umgesetzt werden kann ... aber das schreibe ich nicht) eine weiterführende Behandlung begonnen werden kann und wir um Unterstützung unseres Sohnes bei der Wiedereingliederung in den Schulbetrieb bitten. So in etwa? Oder was schreibt man da?

Andere Eltern kennen wir leider nicht wirklich. Wir sind erst vor ein paar Monaten hierher gezogen. Über mehr als flüchtige Gespräche ging das noch nicht raus. Die werden uns nicht bei Maßnahmen gegen die Schule unterstützen.

Aber soll ich Euch mal was sagen. Wir hatten heute einen schönen Tag, waren trotz grauen Novemberwetter stundenlang im Wald unterwegs und haben danach bei Kakao zu Hause Gesellschaftsspiele gespielt und gelesen. Bis auf einen Miniausraster, der ungefähr 2 Minuten dauerte, war mein Sohn so entspannt, wie die ganze Woche nicht.

Morgen machen wir uns einen Plan, was nächste Woche in Angriff genommen muss. Es ist viel, aber wir müssen da durch. Ich lese immer wieder Eure Zeilen, es wird besser werden. Danke von Herzen für die Worte.
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Menolly » 5. November 2016 22:51

Nein, auch das war keine Offizielle und Rechtlich korrekte Schulkonferenz ( falls das tatsächlich so war? )
?Wenn? der Schulpsychologe mit der Schule Kontakt hatte, hätte er/sie auch mit euch Kontakt aufgenommen.
Warum hab ich das Gefühl die Schulleitung lügt....

Ja, schreib das genau so. Das ist gut und macht klar, das es hier nicht um Ignorante Eltern geht. Das wird die Schule nämlich genau so dargestellt haben.

Es freut mich, das ihr heute einen schönen Tag hattet. :wedeln:
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon ADHDgoesto11 » 7. November 2016 11:18

Sheherazade hat geschrieben:Der/die Vorgesetzte einer Schuleitung ist in der Regel der/die zuständige Dezernent/in bei der Landesschulbehörde.


Ist da nicht erstmal das örtliche Schulamt dazwischen?

Deswegen wäre es wohl wichtig, nicht nur mit dem Jugendamt in Kontakt zu stehen, sondern auch mit dem Schulamt.

Leider sind sich diese beiden Behörden manchmal nicht gegenseitig grün und tragen z.B. internes Hickhack (wer zahlt für eine bestimmte Maßnahme) auf dem Rücken der Kinder aus. Deswegen sollte man nicht davon ausgehen, dass es reicht, wenn man sich an eine dieser Behörden gewendet hat.

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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Sheherazade » 7. November 2016 11:54

ADHDgoesto11 hat geschrieben:Ist da nicht erstmal das örtliche Schulamt dazwischen?


Ist wahrscheinlich je nach Bundesland unterschiedlich. Wir mussten damals direkt an die Landesschulbehörde, ich wüsste noch nicht mal, dass wir ein örtliches Schulamt haben.
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon ripley » 7. November 2016 14:57

Novemberwind, ich finde, es ist wirklich an der Zeit, dass Ihr einen Anwalt einschaltet. Jetzt!

Was die Schule genau darf und muss, und dann auch noch in Eurem Bundesland, kann hier kaum einer sagen. Ein Anwalt weiß das. Okay, sollte. Sucht Euch jemanden, der mit ... Schulrecht (?) Bescheid weiß.
Ein Anwalt kann Euch bzw. Euren Sohn gegenüber der Schule und ggü. der vorgesetzten Behörde so vertreten, dass Sohnemanns Interessen gewahrt bleiben und vor allem Formfehler vermieden werden. Ihr könnt das nicht so gut, weil Ihr a) emotional involviert seid (wer wäre das nicht als Eltern!), b) zu wenig wisst über die Rechtslage (was auch kein Vorwurf ist, aber es ist nun mal so).

Und, ja, ich hab das auch mal gemacht. Damals ist mir der Kragen geplatzt über massive Kompetenzüberschreitung seitens der Schule. Hab unseren Anwalt ein gesetztes, aber gepfeffertes Schreiben an die ADD, dort den zuständigen Schulrat, aufsetzen lassen (Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde, die ist hier in RLP den Schulen übergeordnet). Das gab dann offensichtlich mächtig auf den Deckel für die Schulleiterin (die ich mehr als gefressen habe).
Gucke, schon war Ruhe ...

Ansonsten: KLP einschalten - gut und richtig! Jugendamt einschalten - gut und richtig! Kind ggf. krankschreiben lassen und erst mal aus der Schusslinie nehmen - ja, würde ich auch machen. Jetzt nicht nachlassen!

Viel Erfolg und viel Kraft!

Himmel! Was bin ICH froh, dass wir Schule "durch" haben!
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon ADHDgoesto11 » 7. November 2016 15:23

ripley hat geschrieben:Was die Schule genau darf und muss, und dann auch noch in Eurem Bundesland, kann hier kaum einer sagen. Ein Anwalt weiß das. Okay, sollte. Sucht Euch jemanden, der mit ... Schulrecht (?) Bescheid weiß.


Schulrecht ist Teilgebiet des Verwaltungsrechts. Also bei auf Verwaltungsrecht spezialisierten Anwälten mal fragen.

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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon ripley » 7. November 2016 15:26

ADHDgoesto11 hat geschrieben:
ripley hat geschrieben:Was die Schule genau darf und muss, und dann auch noch in Eurem Bundesland, kann hier kaum einer sagen. Ein Anwalt weiß das. Okay, sollte. Sucht Euch jemanden, der mit ... Schulrecht (?) Bescheid weiß.


Schulrecht ist Teilgebiet des Verwaltungsrechts. Also bei auf Verwaltungsrecht spezialisierten Anwälten mal fragen.

Danke fürs Klarstellen!
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon EmmaGSLehrerin » 9. November 2016 21:31

Hallo Novemberwind,

fühl dich erstmal ganz fett gedrückt, ich kann mir als Mutter sehr gut vorstellen, wie verzweifelt ihr seid!

Und als Lehrerin kann ich nur sagen: Die Facepalm in meinem Gesicht ist beim Lesen immer größer geworden. Das fing mit den unmöglichen Äußerungen der Mathelehrerin an und wurde immer schlimmer. Du hast es am Ende gut zusammengefasst:

Novemberwind hat geschrieben:Wir hören von der Schule, dass unser Sohn nicht mehr tragbar ist, aber im Moment ist auch die Schule nicht mehr zumutbar für unseren Sohn. Am Rande haben wir heute auch ein paar Details zu den Vorkommnissen in dieser Woche erhalten (so richtig wollen sie das ja immer nicht erzählen), aber einige Situationen hätten vermieden werden können, wenn man mit ihm gesprochen hätte und ihm nicht einfach, was aus der Hand gerissen oder ihn gleich geschnappt hätte. So ist er von einem negativen Erlebnis zum nächsten gekommen, fühlte sich immer schlechter und wurde immer frustrierter.


Ganz genau so sehe ich das auch. Und hier im Forum wissen alle, dass ich immer versuche, auch die Lehrerperspektive einzunehmen.

Du siehst das ganz richtig: Lasst euer Kind erstmal zur Ruhe kommen. Und dann sucht euch bitte eine andere Schule. Das! Wird! In! Der! Alten! Nix! Mehr!

Sucht euch eine Schule, die einen positiven (!) Neustart mit eurem Kind versuchen möchte. Schildert auf jeden Fall, was ihr als Eltern alles unternommen habt (Arzttermine, Diagnostik, etc.) und zeigt euch offen dafür, dass die Schule mit Ärzten und Therapeuten sprechen darf. Für eine gute Schule ist vor allem eins wichtig: Dass die Eltern problembewusst sind, aktiv Hilfen in die Wege leiten und mit den Lehrern an einem Strang ziehen wollen. DANN sind die Aussichten nämlich SEHR GUT, dass dem Kind erfolgreich geholfen werden kann, sich an der Regelschule zurechtzufinden! Jedenfalls an einer Schule, die dem Kind positiv gegenübertritt und den Anspruch hat, konstruktiv mit den Eltern zusammenzuarbeiten. Was an der jetzigen Schule NICHT!!! der Fall ist!

Ich kann dir keine Hoffnung auf Wunder machen. Aber da ist GANZ viel Luft nach oben, was die pädagogischen Möglichkeiten angeht und die jetzige Schule ist bisher WEIT davon entfernt, diese auszuschöpfen.

Ganz liebe Grüße! :zuneigung:
Nina1974
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Re: Riesige Schulprobleme, weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Nina1974 » 13. November 2016 01:07

Ich denke die anderen haben dir schon alles wichtige gesagt.
Ich bin auch neu in dem Thema und kenne mich damit noch nicht gut genug aus um Ratschläge zu geben.

Ich bin froh das du dieses Forum gefunden hast und solche Unterstützung bekommst und es ist schön zu lesen wie du alle Hebel in Bewegung setzt und für deinen Sohn kämpfst .

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