Wie wichtig ist das Frühstück?

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dorisundmaria
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Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon dorisundmaria » 21. April 2016 08:08

Hallo ihr alle!

Seit einigen Monaten weigert sich meine Elfjährige zu frühstücken.
Es artet jeden Morgen in einen Machtkampf aus. Sie geht im Moment ordentlich in der pubertären Phase auf, steht morgens frühestens 10 Minuten vor Verlassen des Hauses auf. Das mir dieser Umstand nicht gefällt habe ich deutlich gemacht, da sie jedoch seit jeher oppositionell gepolt ist steht sie dann lieber noch später als früher auf, wenn ich mich aufrege. Also lasse ich sie, solange sie morgens den Zug erwischt.

Das Frühstück treibt mich aber schon um. Sie nimmt 20mg Ritalin LA, kurz bevor sie geht - bisher eigentlich nach dem Frühstück,das sowieso nur aus einer Scheibe Honigtoast besteht. Von diesem hat sie in den letzten Tagen nur noch eine Ecke abgeknabbert, der Rest blieb liegen. Heute hat sie sich erst gar nicht mehr an den Tisch gesetzt. Pausenbrot wird nicht angerührt, ab und an kauft sie in der Schule Süßkram vom Automat. Somit sitzt sie den kompletten Schultag ohne Essen im Bauch in der Schule. Das ist ja schon für Kinder ohne ADS problematisch für die Konzentration - was das für ein Kind mit ADS heißt, kann man an den aktuellen Noten ablesen.

Ich bin mit meiner Weisheit am Ende - wie würdet ihr reagieren? Weiter auf das Frühstück bestehen - was bedeutet, dass ich wirklich rigoros jeden Morgen einen Machtkampf der sich gewaschen hat mit ihr ausfechten muss. Oder sie ohne gehen lassen. Der deutlich einfachere Weg, aber ist das besser?

Weiß jemand, ob das Ritalin auf nüchternen Magen wirkt?

lg
dorisundmaria
Eule
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Re: Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon Eule » 21. April 2016 08:55

es wirkt bei mir besser wenn ich es schaffe zu frühstücken - aber es ist zum Glück beim Ritalin LA (bzw bei mir das identische Erwachsenenpräparat Ritalin adult) sehr viel unproblematischer als beim retardierten Medikinet, das ohne Frühstück bei mir nicht nur schlechtere Wirkung, sondern auch eher Nebenwirkungen (Kopfschmerzen) hatte.

Was das Frühstück angeht: Ich glaube es ist nicht nur ein Teenager-Ding, sondern eher ein typisches ADS-Ding , dass man morgens nicht aus dem Quark kommt und schlecht frühstückt. Ging mir (damals allerdings völlig ohne Diagnose oder gar Medis) auch so, selbst als Erwachsene noch. Ich brauchte literweise Kaffee (naja ok, den durfte ich erst trinken als ich zwischen 14 und 16 war...) um irgendwie in Gang zu kommen, und konnte frühestens etwa 2 Stunden nach dem Aufstehen irgendwas frühstücken. Seit ich MPH nehme (Diagnose mit Ü40) merke ich, dass es mit Mediwirkung besser klappt morgens in Gang zu kommen, und Mediwirkung kann bei deiner Tochter noch nicht vorhanden sein fürs Anziehen, Frühstücken etc wenn sie erst danach die Kapsel einnimmt.

Eventuell ist es eine Überlegung, wenn es mit der Wirkdauer ausreicht dass sie durch ihren Schultag kommt, ihr das Medi schon zu geben wenn sie geweckt wird, so dass dann der Start besser klappt. Wenn die Wirkdauer des Ritalin LA bei ihr grad so den Schultag abdeckt, ist evtl vorher eine kleine Dosis unretardiertes MPH um "in Gang zu kommen" eine Idee - vielleicht solltest du das mal beim Arzt ansprechen.

Mein Morgen-Ablauf ist so, dass ich zuallererst nach dem Aufstehen mein Ritalin adult nehme, danach dann Frühstück und Kaffee für mich mache und zuerst frühstücke - aber waschen/duschen sowie anziehen mache ich erst nach dem Frühstück, weil ich das im Halbtran ohne Medis nicht so gut hinkriege, und statt die Zähne zu putzen dann stundenlang träumend vorm Spiegel stehe oder ähnliches.

Grundsätzlich kommt mir gerade noch die Frage in den Sinn, ob du überhaupt in letzter Zeit deine Tochter mit Mediwirkung erlebt hast. Im Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung in der Pubertät oder dem Wachstum kann es natürlich auch passieren dass ein Kind eine andere Dosis braucht als bisher. Hast du in den letzten Monaten den Eindruck gehabt dass das Medi schlechter wirkt als vorher? Liegt es vielleicht daran dass eine andere Dosis nötig ist, und gar nicht am schlechten Frühstücksverhalten? Nimmt sie auch am Wochenende oder in den Ferien Medis, so dass du das Verhalten auch selber erlebst?
ripley
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Re: Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon ripley » 21. April 2016 12:36

Ich stimme zu: Auch nach meinem Kenntnisstand ist das weggelassene Frühstück bei Ritalin LA ein deutlich geringeres Problem als bei Medikinet Retard.
Bei uns gab (und gibt) es Medikinet Retard, das heißt, das Kind MUSSTE morgens eine "ordentliche" Unterlage reinschaffen. Ganz ehrlich? Mir war der tatsächliche ernährungsphysiologische Nutzen, die Nährstoffzusammensetzung und der Vitamingehalt bei meinem Mäkelkind irgendwann völlig schnurz und er durfte frühstücken, was immer er wollte. Solange er überhaupt frühstückte. Ob das nun Esslöffelweise Nutella mit einem druntergepappten Toast war oder eine komplette Pizza ... egal! Hauptsache, es war was drin im Kind und unter der Medi-Kapsel.

Gut, das war jetzt ein kleiner Exkurs. Mein Rat an Dich wäre ...

1) Ggf. auch noch mal mit dem Doc reden, aber grundsätzlich die Panik rausnehmen. Das Kind wird aller Voraussicht nach nicht verhungern und die Wirkung ... s.o. Zudem wächst mit DEINER Besorgnis auch KINDES Anreiz zu trotzen. So sind sie halt, die Pubertelchen :roll:
2) mit der Tochter zusammensetzen und klären, ob es etwas gibt, auf das ihr euch als Frühstück einigen könnte (wenn nicht, dann siehe oben)
3) wenn 2 nicht greift ... nun, siehe 1 - sie wird nicht verhungern. Bestimmt nicht.

Dosisanpassung finde ich übrigens auch nicht verkehrt.
lenilein
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Re: Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon lenilein » 21. April 2016 19:52

ich wurde von meiner Mutter lange Zeit zum Frühstücken gezwungen. Ich habe dann irgendwann, ähnlich, wie deine Tochter begonnen, lange zu schlafen, so dass ich gar keine Chance hatte morgens zu frühstücken. Geschadet hat es mir nicht. Ich frühstücke auch jetzt noch sehr selten.

Ich würde nur schauen, dass deine Tochter wenigstens abends eine Menge isst.

Grade Mädchen in der Pubertät neigen dazu Essstörungen zu entwickeln. Wenn dann sowieso schon eine "Andersartigkeit" durch das ADS hinzu kommt, ist die Gefahr vielleicht sogar noch ein bisschen größer.
bin ich außergewöhnlich, bin ich anders, bin ich besonders, nein ich bin einfach ich jeder, der das nicht so sieht, der ist es nicht!
________________________________________________________

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dorisundmaria
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Re: Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon dorisundmaria » 21. April 2016 19:59

Die Dosis wurde vor einem halben Jahr von 40mg auf 20 mg gesenkt, weil sie offenbar überdosiert war. Mit den 20 mg sind wir erstmal besser gefahren, aber im Moment bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich passt. Wir haben nächste Woche einen Termin bei der KJP, mal schauen was sie zur Dosierung sagt.

Zum Frühstück: Seit der Dosisreduzierung isst sie insgesamt etwas mehr, ist nicht mehr ganz so spindelig wie vorher. Von daher ist Gewichtserhalt/-zunahme kein Thema mehr, obwohl sie eigentlich erst am Nachmittag beginnt wirklich etwas zu sich zu nehmen. Was mir aber schon wichtig ist, ist die Ernährung allgemein. Bisher gilt die Regel, wenn sie zu einer gemeinsam vereinbarten Uhrzeit am Frühstückstisch sitzt darf sie Nutella essen so viel sie will. Kommt sie zu spät, gibts alles andere aber kein Nutella. '5-vor-gehen-müssen' ist eben zu spät :roll:

Wir werden uns wohl Gedanken darüber machen müssen, was wir für höherwertig halten - Ernährungsfrage oder komplette Nutellfreigabe mit der Konsequenz, dass das ab dann ihr einziger akzeptierter Brotbelag ist, dafür aber Frühstück, denn darauf läuft es wahrscheinlich hinaus.

Erstmal nimmt es mir auf jeden Fall den Druck raus zu wissen, dass das Ritalin auch so wirkt. Da kann ich die nächsten paar Tage wieder etwas entspannter sein...

Danke euch für eure Tipps!
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Alina Licht
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Re: Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon Alina Licht » 22. Juni 2016 16:33

Hallo dorisundmaria!
Ich hatte als Kind auch solche Phasen, in denen ich meinte es besser zu wissen und daher morgens nicht gefrühstückt habe und erst spät aufgestanden und so spät wie möglich losgefahren bin. Das lag bei mir aber sicher nicht an bloßer Müdigkeit, da ich überhaupt kein Morgenmuffel bin.
Das späte Losfahren basierte eher darauf, dass mein Vater mir vorschreiben wollte, wann ich loszufahren hatte und dabei sehr unlogische Schätzungen abgab (Z.B. eine halbe Stunde für eine Strecke, für die man mit dem Fahrrad höchstens 5 bis 10 Minuten braucht). Ich konnte das natürlich als kleines bockiges Kind GAR NICHT ab und bin mit Absicht so spät wie möglich losgefahren, um zu beweisen, dass ICH recht hatte und eben nur ganz wenig Zeit brauchte und trotzdem (meistens) pünktlich da war.
Ich weiß nicht mehr genau, warum ich ne Zeit lang morgens nichts essen wollte, aber ich vermute, das hatte einen ähnlich besserwisserisch-trotzigen Hintergrund... :roll: :lol:

Ich weiß nicht, ob das bei deiner Tochter auch so ist. Sollte es tatsächlich so sein, dann macht diskutieren es nur noch viel schlimmer und sorgt dafür, dass man noch länger nicht von seinem "Trotzthron" (hey, ein neues Wort :lol: ) runterkommt sondern sich immer mehr auf seinem "Recht haben" versteift. Dann sollte man sie vllt einfach machen lassen und darauf warten, dass sie sich bald wieder einkriegt.

Wie bereits von meinen Vorschreibern erwähnt, kann das aber auch auf etwas ganz anderem beruhen. Und Essstörungen sind nun mal noch ein anderes Kaliber als bloßes bockig Sein...

LG Alina
ripley
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Re: Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon ripley » 22. Juni 2016 16:51

Alina Licht hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob das bei deiner Tochter auch so ist. Sollte es tatsächlich so sein, dann macht diskutieren es nur noch viel schlimmer und sorgt dafür, dass man noch länger nicht von seinem "Trotzthron" (hey, ein neues Wort :lol: ) runterkommt sondern sich immer mehr auf seinem "Recht haben" versteift. Dann sollte man sie vllt einfach machen lassen und darauf warten, dass sie sich bald wieder einkriegt.

Wunderschön beschrieben, Alina! Genau so habe ich das öfter auch erlebt. Übrigens nicht nur beim Sohn, sondern auch bei MIR (und nicht nur, als ich KIND war) :roll:

Wenn man tatsächlich von "Trotz" als Hintergrund für ein bestimmtes Verhalten ausgeht, dann besteht ja auch die Möglichkeit der sogenannten paradoxen Intervention. Kann man u.a. hier nachlesen: https://books.google.de/books?id=93OQp8 ... ng&f=false
Die will aber auch gekonnt sein und konsequent gelebt werden.

Ich spinne mal herum, ja? In Eurem Fall könntest Du Dich zum Beispiel bedanken und begeistert zeigen, dass Du selbst eben auch morgens länger Zeit ganz allein für Dich hast, weil die Tochter sowieso erst "kurz vor weg" angedackelt kommt. Das findest Du richtig prima. Ob sie nicht vielleicht einfach mit einem oder zwei Esslöffeln Nutella "on the Go" vorlieb nehmen könnte? Dann sparst Du Dir auch das Eindecken des Frühstückstisches ... :P
(Sie kann also ENTWEDER richtig frühstücken ODER Dir einen Gefallen tun. Was meinst Du, wird sie wählen? Danach richtest Du Dein Vorgehen aus)
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Kaina
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Re: Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon Kaina » 22. Juni 2016 18:59

Zu Medikinet hat ja Eule schon geschrieben. Da ist das Frühstück wirklich sehr wichtig.

Aber abgesehen von vllt. provozierten Trotzaktionen....
Manche Kids oder Erwachsene KÖNNEN einfach nicht frühstücken - sie haben dann noch einen regelrechten Ekel vor dem Essen (z. B. mein Göga und unser Großer) Bei ihnen kommt der Hunger halt später.
(Aus Neugier machte ich mal einige Tage hintereinander einen Blutzuckertest bei meinem Großen und bei mir: ich BRAUCHE Frühstück, und mein Zuckerspiegel ist morgens an der unteren Grenze. Mein Großer hat auch morgens einen völlig ausgeglichenen Zuckerspiegel.)

Wenn das Körpergewicht vielleicht zu wünschen übrig lässt und der Medi-Appetitmangel anhält - nach Ende der Wirkzeit kommt es vllt. zu "Fressanfällen", aber die holen sich schon, was sie brauchen.

Auch wenn ripleys Idee
ripley hat geschrieben:Ikönntest Du Dich zum Beispiel bedanken und begeistert zeigen, dass Du selbst eben auch morgens länger Zeit ganz allein für Dich hast, weil ...

mal nicht dumm ist: wenn die Streitereien um das Frühstück bereits 'ne Weile bestanden haben, wirkt das nicht sehr glaubwürdig, und provoziert u. U. erst recht Trotzreaktionen.

Ich würde einfach nicht mehr den Frühstückstisch für sie decken und das Frühstück nicht mehr erwähnen. Wenn sie was will, muss sie sich selbst darum kümmern - feddisch. Irgendwann ist die (Streit-)Luft 'raus. Und wenn sie wirklich nur aus Trotz nicht frühstückte, wird sie damit vllt. wieder anfangen.
Aber auch dann bitte kein triumphierendes "Also doch!!!"
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Re: Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon Maya18Max » 22. Juni 2016 20:18

Hallo Ihr Lieben,

ich schließe mich mal dieser Diskussion an, da ich etwas ähnliches auch schreiben wollte. Grundsätzlich finde ich das mit dem nicht Frühstücken nicht ganz so dramatisch. Ich selbst hasse es auch so früh zu essen.
Grundsätzlich denke ich, dass das Kind sich das holt, was es braucht, bei uns sind eher die Süßis das Thema.

Sohn nimmt 20 mg Ritalin LA. Er frühstückt Max. eine halbe Tasse Kaba und einen TL Joghurt fürs Medikament.

Unser Problem: Er isst in der Schule nix, Max. einmal ins Brot beissen oder einen Fruchtriegel. Mittags isst er gerade eine Karotte, will dann aber Nachtisch. Nachmittags/ Abends ab 16/17Uhr rennt er mir die Bude ein, weil er Hunger hat. Kein Problem, dann ist was vorbereitet. Er isst dann aber lediglich ne kleinerer Portion und will dann natürlich wieder Nachtisch. Dann keine Std. später isst er noch ne Portion, die er dann erneut mit Süßigkeiten belohnt haben möchte.

Was macht ihr da? Meiner war und ist schon immer auf Süßigkeiten fixiert. Es ist schon eine Sucht, wobei ich es schon auch so ähnlich (nicht so extrem) auch von mir selbst kenne.

Wie viele Süßigkeiten würdet ihr gestatten und wie würdet ihr es regeln, wenn Freunde zu Besuch sind mit dem Naschen? Bei uns könnte man meinen, die Treffen sich nicht zum Spielen, sondern nur zum naschen. Ist aber egal, welches der Kinder zu Besuch ist.
Eine völlig Chaotische Familie:
Und immer geht es Berg und Tal, wie bei einer Achterbahn :mrgreen:
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Re: Wie wichtig ist das Frühstück?

Beitragvon ripley » 23. Juni 2016 10:53

Maya18Max hat geschrieben:Wie viele Süßigkeiten würdet ihr gestatten und wie würdet ihr es regeln, wenn Freunde zu Besuch sind mit dem Naschen? Bei uns könnte man meinen, die Treffen sich nicht zum Spielen, sondern nur zum naschen. Ist aber egal, welches der Kinder zu Besuch ist.

Bei uns gab und gibt es eine "Schniggel-Schublade" für den Sohn ... und eine für uns "Große". Letztere ist für den Sohn tabu. In erstere packe ich von Zeit zu Zeit was rein. Ist das weg, dann isses weg. Punkt. Lass sagen, ich kaufe einmal pro Woche zwei Tafeln Schokolade für ihn. Dann kann er selbst entscheiden, ob er die am selben Nachmittag oder auch in einer halben Stunde wegfrisst ... oder sich einteilt (meist ersteres). Natürlich durfte/darf er sich vom Taschengeld selbst Süßes kaufen, aber ... macht er so gut wie nie. Und, äh, Süßigkeiten für die Freunde kaufen, damiot die sich dann die Zähne ruinieren? Nö. Hab ich nie gemacht.

Ähnlich lief es bei uns mit dem Softdrink-Konsum. Ginge es nach IHM, dann würde er am Tag locker 2 Liter Cola oder Sprite wegzischen. Das fand ich aber so furchtbar (und gar nicht mal nur unter Kistenschlepp- und Kostenaspekten), dass er sich so ein Pappzeugs nun selbst finanzieren muss. "Frei" gibt es Wasser (mit Gas oder direkt aus der Leitung, das ist hier prima) und Sirup in verschiedenen Geschmacksrichtungen (der aber auch mal alle sein kann - auch das ist dann eben so).

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