ADS und/oder Pubertät??? *ratlos*

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Ramona78
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ADS und/oder Pubertät??? *ratlos*

Beitrag von Ramona78 » 25. Juni 2019 08:12

Hallo in die Runde!

Ich habe mal wieder ein großes Thema, was mich beschäftigt.
Vielleicht kennt es der ein oder andere von euch ebenfalls und kann mir hier etwas weiterhelfen?

Meine Tochter (9 Jahre alt, aber nach Messung der Handknochen = biologisches Alter ca. 12-13 Jahre) hält mich seit einem ca. 1/2 Jahr ziemlich auf Trab. Sie hat ADS und ist sehr Impulsiv und emotionsgeladen.

Ich persönlich habe ein AD(H)S-Elterntraining absolviert, dass gerade einmal ein paar Wochen her ist und weiß manchmal trotzdem nicht, was ich noch tun soll? Wir habe dort wirklich wertvolle Tipps für den Umgang in den verschiedensten Situationen bekommen und doch stehe ich manchmal neben mir, wenn meine Tochter wiedereinmal eskaliert und das ohne für mich triftigen Grund.

Sie stellt sich allen nett formulierten Bitten und Ansagen entgegen. "Nö, mach ich nicht" und "spinnst du" bis, "dann mach doch selber" und "du kannst mir eh nix", ist alles quer durch den Gemüsegarten dabei. Beispiel heute HA-Situation. Ich bat sie mir die heutigen HA zu zeigen, damit wir sie zusammen anschauen können und sie ggf. vorher besprechen, falls sie etwas nicht verstanden hat. Sie stellt sich vor mich hin und sagt ganz knall hart: "Nö!" Ich bat sie noch einmal im ruhigen Ton um das was ich sie schon zuvor gebeten hatte. Sie grinste mich frech an und sagte wieder: "Nö, mach ich nicht!" Unter Androhung, dass sie morgen nicht zu ihrere Nachbarin baden dürfe wiederholte ich meine Aufforderung mit etwas erhobener Stimme, um ihr den Erst der Lage klar zu machen noch einmal. "Ist mir doch egal!" Also verhängte ich für morgen Badeverbot. Und dann sagte ich ihr, wenn sie jetzt nicht von allein die Sachen raushol, dann darf sie die ganze Woche nicht zu ihr zum Baden. Es juckte sie nicht!!!

Nun habe ich viel über positive Erziehung und Strategien zu Bewältigung von Konfliktsituationen in diesem Elterntraining gelernt, aber es gibt Situationen wie heute, da komme ich auch mit dem Gelernten von meinem Kurs nicht weiter. Und leider ist dies immer häufiger der Fall. Zu allem Übel droht sie mir auch noch, dass sie mich hauen würde und manchmal stellt sie sich vor mich hin und hat Glück, dass sie mich nicht wirklich trifft. Sie über die Treppe in ihr Zimmer hoch zu bringen wird auch immer schwieriger für mich, da sie fast so groß ist wie ich und auch ziemlich viel Kraft hat.

Ich bin so langsam am Ende meines Lateins! Das kann doch NICHT NUR die Symptomatik sein, die da aus ihr spricht????
Das kenne ich jedenfalls sonst nicht so von ihr. Sie widersetzt sich mir, kommt meinen Aufforderungen oder Bitten nicht nach. Sie hat bei allem etwas zu maulen und hat immer das letzte Wort.

Leider bin ich deswegen auch schon länger mit meinem Mann auf Konfrontation, da er meint, dass das nicht nur AD(H)S sei, sondern das sie momentan massiv ihre Grenzen austestet und ich ihr keine gebe, weil ich meine, dass man 2 Augen zudrücken muss, weil sie nun mal eben ADS hat. Er meint, dass unsere Tochter mit mir den Kasper macht und mir auf der Nase herumtanzt und das jeder sehen würde, außer ich!
Meinem Mann geht das zu weit, er denkt, dass meine Tochter ganz genau weiß, welchen Hebel sie bei mir drehen muss, und dass solche Situationen bei ihm komischer Weise nur selten so eskaliert wie bei mir, weil sie genau weiß, dass sie bei ihrem Vater nicht so weit gehen kann!

Ich weiß, dass diese Kinder mehr Anerkennung und Liebe brauchen als Kinder, die nicht von ADS betroffen sind, aber auch meist mehr Struktur und Einhaltung von Konsequenzen. Bis jetzt habe ich sie auch wirklich meist in Schutz genommen und mehr durchgehen lassen, als ich sollte, eben weil ich dachte, dass sie für ihre Wutausbrüche und andere Vorkommnisse aufgrund ihr ADS nichts dafür kann, da sie es selbst nicht steuern kann? Auch bei anderern Sachen habe ich meist alle Hühneraugen zugedrückt, sehr zum Ärgernis meines Mannes! Denn dies war dann auch immer wieder Stoff für vorprogrammierte Konfrontationen bzgl. unseren (seines/ meines) Erziehungsstils. Er warf mir vor, dass ich zu lasch bin und ich ihm, dass er zu drastisch sei.

Und langsam frage ich mich wirklich, ob sie mir auf der Nase herumtanzt und ihre ADS nur als Vorwand benutzt???? Ich bin es leid, dass ganz normale Alltagssituationen bei uns deswegen eskalieren, weil Madame auf Konfrontation aus ist. (Warum weiß ich selbst nicht? Meist ging dem nichts voraus, an dem abzusehen war, dass sie so auf normale Situationen reagiert?)

Ich weiß echt nicht woran ich erkennen kann, was nun typisch ADS ist und was typisch Grenzen austesten ist???? Ich möchte ihr ja eigentlich auch nicht Unrecht tun, aber mit der Schiene, dass ich sie eher in Schutz nehme bin ich bisher auch nicht wirklich gut gefahren.
Leider lügt sie auch sehr viel und mit einer Selbstverständlichkeit, dass einem die Haare zu Berge stehen. Ich weiß nicht, wo sie das gelernt hat? Dazu kommt, dass sie mich des öfteren beschimpft, ebenso ihren Bruder, der ihr oft nur helfen möchte und versucht deeskalierend zu wirken.
So langsam habe ich das Gefühl, dass das alles außer Kontrolle gerät und nichts mehr wirklich hilft!

Die ganze Familie leider unter dieser Situation und ich fühle mich als wäre ich das schwarze Loch, dass alles aufsaugt, jede negative Emotion von jedem einzelnen Mitglied der Familie. Das macht mich fertig!


Kennt das jemand und hat irgendwelche Tipps für mich?

Vorab schon einmal herzlichen Dank!

Ramona
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Raupi
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Re: ADS und/oder Pubertät??? *ratlos*

Beitrag von Raupi » 25. Juni 2019 13:33

Hm, mein Sohn ist 11 und und genau seit einem Jahr, seit wir mit der Medikation angefangen haben, ist er oft ähnlich drauf wie deine Tochter.

Ich kann es auch nicht auseinander halten und war auch lange Jahre sehr verständnisvoll...

Ich habe jetzt oft die Kraft nicht mehr, das zu ertragen, habe mich sehr aufgerieben und muss jetzt auch mehr auf mich achten. Vor zwei Monaten hatte ich schlimme Überlastungssymptome, eine ganz schlimme Krise, weil mein Hirn sich quasi abgeschaltet hat.

Vorgestern habe ich meinem Sohn einfach gesagt, wie es an mir zehrt und dass er sich bitte, wenn er so in Rage gerät, mal zurück ziehen und ausruhen/zur Ruhe kommen soll.

Ich will jetzt mal diesen Weg versuchen... aber ob es was bewirken kann, weiß ich noch nicht. Jedenfalls hat er mich ziemlich groß angeschaut... ich werde das mal weiter probieren... vielleicht kommt ja eine Entwicklung oder ein Denkprozess in Gang.

In dieser Situation war er grade doch mal irgendwie ansprechbar. Aber wir haben auch oft völlige Randale ohne Ansprechbarkeit und es ist leider nicht immer nur auf zu wenig Essen oder Trinken zurück zu führen.

Wahrscheinlich hat die Pubertät ihren Anteil. Und da hilft vielleicht ja Ehrlichkeit... mal sehen...

Wir dürfen die Kids nicht unterschätzen, nicht überfordern... und ADHS Kids dürfen, glaube ich, nach all den oft ablehnenden Reaktionen der Umwelt, besser nicht den Eindruck bekommen, sie seien uns Eltern egal...
LG, Raupi

"Wait, have I been talking to myself this whole time? Well, that's embarrassing."
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Sheherazade
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Re: ADS und/oder Pubertät??? *ratlos*

Beitrag von Sheherazade » 25. Juni 2019 17:14

Ramona78 hat geschrieben:
25. Juni 2019 08:12
Sie hat ADS und ist sehr Impulsiv und emotionsgeladen.
Vielleicht habe ich es überlesen: Welche Therapien bekommt sie?
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Butthead
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Re: ADS und/oder Pubertät??? *ratlos*

Beitrag von Butthead » 25. Juni 2019 19:16

Hallo Ramona,

ja, ich kenne das auch.
Meine Tochter ist 11 und (vermutlich) ohne AD(H)S.
Trotzdem haben meine Frau und ich die von Dir beschriebenen Probleme.

Ich hatte das "Vergnuegen" die selben Verhaltensweisen bei meiner mittlerweile 14 jaehrigen Nichte zu beobachten, als sie in die Pubertaet kam. Meine Schwaegerin und mein Schwager haben das nur mit Geduld und dickem Fell durch diese Zeit geschafft. Auch wenn die eine oder andere Traene floss.
Wir begegnen meiner Tochter auch mit dickem Fell und konsequentem Handeln. Das kostet viel Kraft. Meine Tochter raeumt bei dem schoenen Wetter seit drei Tagen ihr Zimmer auf, ohne sichtbaren Erfolg. :lol:
Ihre Wutasbrueche ueberhoeren wir und schicken sie ruhig, aber bestimmt zurueck.
Kommt sie abends zu Ruhe, nehmen wir sie dann gerne in den Arm und spenden Trost.

Jemand sagte mir mal, das in der Pubertaet alle Synapsen gekappt sind. Da scheint etwas dran zu sein :idea: .

Einen grossen Rat habe ich jedoch an Euch:
Werdet Euch bei Eurem Weg einig!
Es ist ein leichtes fuer Eure Tochter Euch gegeneinander auszuspielen, wenn Ihr nicht am selben Ende des Taues zieht!

Meine Frau und ich haben gluecklicherweise meistens die gleiche Sicht auf die Kindererziehung. Wir haben aber schon vor der Geburt unseres ersten Kindes eine wichtige Einigung getroffen. Falls wir uns einmal uneinig sind, hat meine Frau das letzte Wort. Schliesslich muss sie die Konsequenzen (meistens) ausbaden. Das nimmt meinen Kindern die Moeglikeit uns auszutricksen! Das hilft, weil sie bei mir dann auf Granit beissen. Sagt meine Frau "Nein!" koennen sich meine Kinder auf den Kopf stellen.

Das war das groesste Problem bei meiner Nichte. Mein Schwager ist regelmaessig "eingeknickt", was meiner Nicht dann "Wasser unter den Kiel" gebracht hat. Konsequent bleiben ist in der Erziehung sowieso ein gutes Mittel denke ich, in der Pubertaet ist es unerlaesslich!

Bei uns zu Hause gibt es fuer "Austricksen" uebrigens eine Strafe. Fragt meine Sohn meine Frau nach Fernsehen und bekommt ein "Nein!" und er kommt anschliessend mit der selben Frage zu mir, gibt es natuerlich kein Fernsehen. Und zur Strafe auch den Folgetag nicht. Das funktioniert sehr gut.

Deshalb ganz eindringlich auch an Deinen Mann: Werdet Euch bei Eurem Weg einig! Egal wie der aussieht!

Schoenen Gruss und gutes Gelingen :!:

MfG

butthead
“Huhhhh, huhhhh, huhhhh. Look Beavis, we are, like, on TV again. This rules.”
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“Yes, yes, yes! Fire, fire, fire!”
Falschparker
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Re: ADS und/oder Pubertät??? *ratlos*

Beitrag von Falschparker » 25. Juni 2019 21:06

@Ramona: Es kann sein, dass der Medibedarf mit Beginn der Pubertät stark steigt. Und natürlich ist die Pubertät an sich schon herausfordernd, aber falls die Dosis einfach nicht mehr stimmt, ist das doppelt schwierig für deine Tochter.

Mein Sohn bekam bis er 11 war 5 mg Einzeldosis MPH (unretardiert) und 22,5 mg Tagesdosis. Das stieg innerhalb von 1 1/2 Jahren auf 30 mg Einzeldosis (Retardkapsel, also nicht vergleichbar mit den 5 mg von oben) und 70 mg Tagesdosis.
Ramona78
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Re: ADS und/oder Pubertät??? *ratlos*

Beitrag von Ramona78 » 27. Juni 2019 14:04

Hallo zusammen!

Ja scheint wohl den Anschein zu haben, als wären wir gerade wirklich am Anfang der Pubertät angelangt!
Ich denke auch, dass die neue Medikation höchstwahrscheinlich auch noch nicht ganz abgestimmt ist, aber das haben wir ja im Auge. Under nächster Termin ist Ende Juli im SPZ und da werden wir dann sehen, ob es notwendig ist, dass wir höher gehen?
Ich dachte auch erst, dass es wahrscheinlich an einer zu geringen Dosierung liegt, aber da bin ich mir jetzt nicht mehr wirklich sicher??? Ich denke nicht, dass Medikamente auch die Anzeichen der Pubertät erfolgreich eindämmen???? :lol: Schade eigentlich!

@Butthead:
Ja, da gebe ich dir vollkommen Recht, was du betreffen unseres Erziehungsmodelles sagst! Leider gestaltet es sich so, dass wir unterschiedliche Ansichten habe, was Erziehung betrifft. Und da es des öfteren schon zu sehr starken Auseinandersetzungen gekommen ist, betreffend dieses Themas, halte ich es für unser Kinder und unseren Hausfrieden so, dass es besser ist, wenn jeder das tut, was er für richtig hält. Ausspielen tun unsere Kinder uns GsD deswegen nicht. Wenn Papa nein sagt, ist das auch ein ganz klares NEIN von mir und umgekehrt! Ich muss gestehen, dass es momentan aufgrund der Diskrepanzen der letzen Jahre nicht wirklich gut um unser Beziehung bestellt ist. Deswegen versuche ich so gut es geht Konflikte zu vermeiden.
Nur um die Situation einmal zu verdeutlichen, ich habe an einem Elternseminar für Kinder mir ADS/ADHS besucht, dass über 6 Wochen ging. 1 Wochentag á 2 1/2 Stunden lang. Mein Mann ließ mich schon vor Beginn dieses Seminares wissen, dass er es als überflüssig und Zeitverschwendung ansieht. Ihm reiche seine Intuition als Wegweiser zur Erziehung eines Kindes mit ADHS, den anderen Kram (Gehrinwäsche) bräuchte er dafür nicht! .... Das dazu!
Ich hingegen wollte wissen, wie und was ich im Alltag besser gestalten kann, damit es zu Hause für uns alle leichter wird und die Luft nicht mehr so explosiv ist weil alle am Rande ihrer Kräfte sind? Ich wollte lernen, wie ich mit meinem Kind und seiner Symptomatik am besten umgehe, zur Erleichterung für alle beteiligten Familienmitglieder.

Du siehst, warum wir beide nicht den gleichen Erziehungsstil haben und nicht gemeinsam an einem Stang ziehen. Das gestaltet sich nämlich ziemlich schwierig, wenn einer nur große Töne spuckt und der andere jedes Mal den Karren aus dem Dreck zu holen versucht. Deswegen auch der "goldene Mittelweg" bei uns, zum Wohle unserer Kinder! :roll: Ich weiß, ich finde es persönlich sehr beschämend, aber so ist unsere Situation nun einmal.

Nichts desto trotz habe ich eine Aufgabe und ich versuche sie nach Stand meines jetzigen Wissen bestmöglich umzusetzen! Es wird mir sicherlich nicht immer gelingen, aber zum Fortschritt gehört manchmal auch ein kleiner Rückschritt vom vorwärts zu kommen! ;)

Herzlichen Dank euch allen!
Ramona
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Butthead
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Re: ADS und/oder Pubertät??? *ratlos*

Beitrag von Butthead » 27. Juni 2019 17:11

Hi Ramona,

das macht die ganze Situation natuerlich unnoetig kompliziert.
Lass mich raten: Du bist die meiste Zeit zu Hause und Dein Mann (fast) den ganzen Tag auf Arbeit unterwegs.

Ich habe eine aehnliche Situation bei Bekannten kenngelernt.
Dann ist der Mann ein halbes Jahr krank zu Hause gewesen und konnte urploetzlich die Notwendigkeiten erkennen.
Seitdem hoert er seiner Frau sehr viel besser zu, zumindest wenn es um das Kind geht. :lol:

Ich wuensche Dir dass Ihr einen gemeinsamen Weg findet, den Ihr beide vertreten koennt. Das Leben ist ein Kompromiss. ;)

Alles Gute

Butthead
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Ramona78
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Re: ADS und/oder Pubertät??? *ratlos*

Beitrag von Ramona78 » 8. Juli 2019 08:36

Hallo und Danke für die aufmunternden Worte!

In der der Zwischenzeit hat sich die Lage zu Hause zugespitzt und mein Mann und ich haben uns vor einer Woche getrennt. Es war für alle schwer, vor allem für die Kinder, die verständlicherweise die Welt nicht mehr verstanden haben, aber es war für alle besser so.
Auf jeden Fall ist mehr Harmonie eingekehrt, weil es keinen Streit mehr gibt. Ich erziehe nun so, wie ich es für richtig halte und es läuft GsD sehr gut. Klar gibt es immer mal wieder Situationen, die mich die Haare raufen lassen, aber das bin ich ja schon gewohnt. Gewohnt bin ich ebenfalls, dass ich Dinge wie Haushalt, alles was sich um die Kinder dreht (Schule, Freizeitgestaltung, Therapien, Arztbesuche, etc.) mein Part sind und schon immer waren. Ich hatte groß keine Unterstützung und bin es daher gewohnt mit allem alleine zu recht zu kommen. Von dem her, viel einfacher als vorher, weil ich nun weiß, warum ich es alleine mache und geübt bin. Meiner Tochter tut die Harmonie gut und mir ebenfalls. Jetzt wo sich die Trauer und Wut gelegt hat und ich alles viel klarer sehen kann muss ich sagen, hätte ich schon viel früher die Reißleine ziehen sollen. Ich hoffe nur, dass es weiterhin so gut läuft und ich auch gut mit den beiden über die Pubertät komme? Davor habe ich schon etwas Angst muss ich offen gestehen!....Da wird wohl der Vater ab und an fehlen (oder auch nicht ????) ??...

Auf jeden Fall bin ich froh, dass wir wieder Boden unter den Füßen haben und ich das tun kann was ich für richtig erachte, ohne mich jedes mal dafür rechtfertigen zu müssen.

Ich wünsche eine schöne Woche!

GVLG
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