Mittel bei Schlafproblemen?

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Drei
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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Drei » 3. Januar 2019 15:17

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Elfenwald hat geschrieben:
3. Januar 2019 14:11
Auch ich profitiere massiv an der Wirkung von medizinischem Cannabis, allerdings arbeiten mein Arzt und ich mit 2 Sorten, die meine Adhs-Symptome fast gänzlich verschwinden lassen, vor allem den gestörten Schlaf.
Freut mich dass es bei dir gut hilft :)
Darf ich fragen, welche beiden Sorten das sind und wie bei den Sorten das Verhältnis THC:CBD aussieht? Bedrocan, welches ich verschrieben bekommen habe, hat 22% THC und <1% CBD und ich kann erstaunlicherweise trotzdem gut einschlafen.
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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Elfenwald » 3. Januar 2019 15:43

Drei hat geschrieben:
3. Januar 2019 15:17
Elfenwald hat geschrieben:
3. Januar 2019 14:11
Auch ich profitiere massiv an der Wirkung von medizinischem Cannabis, allerdings arbeiten mein Arzt und ich mit 2 Sorten, die meine Adhs-Symptome fast gänzlich verschwinden lassen, vor allem den gestörten Schlaf.
Freut mich dass es bei dir gut hilft :)
Darf ich fragen, welche beiden Sorten das sind und wie bei den Sorten das Verhältnis THC:CBD aussieht? Bedrocan, welches ich verschrieben bekommen habe, hat 22% THC und <1% CBD und ich kann erstaunlicherweise trotzdem gut einschlafen.
Ich bekomme für den Tag Red No2 (Sativa ,THC 20,3% und CBD<0,5%) und für den Abend Pedanios 20/1 (Indica, THC 20% und CBD <1%).
Musste einen Monat lang für den Tags auf Pedanios 22/1 (Sativa,THC 22% und CBD<1%) ausweichen, leider mit nicht so guter Wirkung als mit Red No2.
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Raupi
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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Raupi » 8. September 2019 22:13

Update:

Melachron und 5HTP haben mir im Endeffekt nicht geholfen.

Ab Dezember 2018 nahm ich gering dosiertes Medikinet Adult zwischen 5 und 10mg ein und schlief deutlich besser. Aber aufgrund von Nebenwirkungen musste ich das MPH reduzieren, schlief um so schlechter und mein Gehirn war im Ausnahmezustand, ich konnte nicht mehr richtig denken, mich nicht unterhalten, hatte Wortfindungsstörungen, war von allem reizüberflutet.

Attentin und MBSR Übungen halfen mir da wieder heraus, aber ich schlief immer noch sehr, sehr schlecht. Immerhin war es mit einer Restwirkung von Attentin etwas besser als ganz ohne.

Deshalb bekam ich Insidon Tropfen, es wirkte bei mir ca. 12 Stunden und selbst bei 2-3 Tropfen war ich am nächsten Morgen immer noch bis 9 Uhr ganz müde. Ich schlief geringfügig besser aber noch lange nicht gut.

Glücklicherweise erwähnte ich das beiläufig bei meiner Gyn, die nur so meinte, ob ich nicht mal Akupunktur ausprobieren wolle. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen, denn ich hatte früher auch schon mal dran gedacht und das dann ganz wieder vergessen.

Jedenfalls habe ich eine tolle HP-Praxis hier in der Nähe, die nur Akupunktur, Qigong-Unterricht und TCM-/Akupunktur-Ausbildung anbietet.

Voila, nach dem ersten Termin schlief ich schon deutlich besser als jemals mit Insidon... und nach drei Wochen schlafe ich 6 Stunden am Stück... ich kann es nicht fassen, wieso ich da nicht viel früher hingegangen bin... dazu muss ich aber sagen, dass ich nicht sicher bin, ob jeder beliebige Akupunkteur Schlafprobleme so schnell so erfolgreich behandeln kann, da ich schon seit Jahren dort bekannt bin und auch mein Sohn schon behandelt wurde.
LG, Raupi

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GABA, Glycin und Taurin bei AD(H)S-Schlafproblemen

Beitrag von ULBRE » 9. September 2019 01:51

Hallo Raupi,

das ist ja super, klasse :-)

Was mir zuletzt öfter begegnet ist bei AD(H)S, ist ein GABA-Mangel.
Ich glaube, dass bei AD(H)S (unter anderem) das GABA-Glutamat-Gleichgewicht gestört ist.
Stress verringert GABA. GABA hemmt Glutamat.
Stress verringert auch Taurin. Taurin fördert GABA.
Mit GABA fehlt dann ein wichtiger inhibierender Neurotransmitter, während der exzitatorische Neurotransmitter Glutamat überhand nimmt.
Ob es bei AD(H)S generell ein GABA-Mangel und Glutamat-Überschuss ist oder ob dass nur bei ADS so ist und bei ADHS eher ein Glutamatmangel und GABA-Überschuss herrscht bin ich mir noch nicht ganz sicher. Die nachfolgend beschriebenen schlaffördernden Effekte treten jedoch bei ADS und ADHS auf.

GABA und Glycin (ein ebenfalls inhibierender Neurotransmitter) und Taurin (das GABA verstärkt) gibt es als Nahrungsergänzungsmittel. Das bedeutet nicht, dass sie völlig ungefährlich wären, aber ihr Gefahrenpotential dürfte eher begrenzt sein.
Ich habe bei mehreren AD(H)S-Betroffenen festgestellt, dass je eine Kapsel GABA, Glycin und Taurin, zwei Stunden vor dem schlafen gehen genommen, den Schlaf sehr verbessern und das Durchschlafen fördern.
Ich würde mit GABA alleine anfangen, wenn das ok ist dann Glycin dazunehmen und wenn auch das gut läuft später noch Taurin dazu testen. Bitte nicht mit allen dreien zugleich einsteigen, um eine zu starke Wirkung zu vermeiden. AD(H)S ist ja fast immer auich hochsensibel und damit eher mal Medi-überempfindlich als andere.
Und bitte nicht morgens nehmen, das könnte schwer in die Hose gehen - Maschinen führen / Auto fahren würde ich damit sehr vorsichtig angehen.

Das Zeug ist als Nahrungsergänzungsmittel rezeptfrei, aber nicht ganz einfach zu bekommen - ich schaffte es erst bei der zweiten Apotheke und nur auf Bestellung.
Trotzdem bitte vorher mit Arzt abchecken.

Ich arbeite daran, das zu veröffentlichen.
Zu den drei Stoffen selbst gibt es bereits Seiten bei ADxS.org, zur synergistischen Einnahme bei Schlafproblemen gibt es noch nichts.

Viele Grüße

UlBre
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Was können wir noch besser machen ? Feedback sehr gerne dort auf Feedbackformular. Danke !
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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Raupi » 9. September 2019 06:30

Das klingt ja auch sehr interessant und macht neugierig, das auszuprobieren!

Danke für den Hinweis!

Ich wollte noch hinzufügen, dass ich durch die Akupunktur wieder in den "Qigong-Zustand" komme und die MBSR Übungen jetzt quasi als Qigong Übungen übe.

Sehr interessant finde ich, dass es mir neuerdings, also seit dieser neuen Akupunktur-Behandlung, gelingt, mir die Nadeleinstiche der Akupunktur-Behandlung im Nachhinein beim Üben im Sinne des "Offenen Gewahrseins", wie es beim MBSR genannt wird, vorzustellen. Dann fühlt es sich an wie bei der Akupunktur-Sitzung.

Ich habe das früher nicht erlebt.

Mir scheint, dass ich durch das tägliche Üben von MBSR Übungen im Hinblick auf das Qigong-Üben Fortschritte gemacht habe. Zuletzt waren es zumindest 1x15 Minuten und 1x 5 Minuten am Tag (anfangs sollten wir mindestens 45 Minuten üben).

Ich habe 30 Jahre on and off Erfahrung mit Taijiquan und Qigong. Diese Übungen waren mir immer sehr wichtig, doch war mir nicht klar, wie essentiell das Üben eigentlich für mich war. Es war anfangs nur die Neugier auf das ach so geheimnisvolle "Qi", eigentlich dachte ich eher, das ist was Erfundenes, mit dem sich einige Lehrer Interessant machen wollten. Ich habe recht lange gebraucht, bis ich einen Lehrer gefunden habe, bei dessen Anleitung ich allmählich verstanden habe, wie ich das "Qi" - Gefühl gezielt hervorrufen kann und was das überhaupt so ist.

Ich vermute, dass mir die Akupunktur Behandlung also aufgrund der Vorerfahrung besonders schnell hilft und dass dieser Effekt durch mein eigenes Nachvollziehen der Behandlung verstärkt wird.

Allerdings ist es auch so, dass ich das nur in den ersten zwei, drei Tagen nach der Behandlung hin kriege und dann wird es immer schwächer.

Insgesamt möchte ich also darauf hinweisen, dass man als junger Mensch versuchen sollte, gezielt Yoga oder Qigong anzufangen, bevor manche Unruhesymptome erst so richtig Probleme machen.

Möglicherweise betrifft das eher die schwächer betroffenen Personen, die vielleicht auch eher ADS haben und im weitern Verlauf des Lebens erst richtig Probleme bekommen würden.

Aber vielleicht kann dieser Hinweis auch ADHSlern und stärker betroffenen hilfreich sein.

Mein ADHS Sohn, 12, hat, nach jahrelangen erfolglosen Versuchen, ihn zu Entspannungsübungen zu überreden, kürzlich erstmals mit mir die 7-minütige Regenbogen Meditation aus dem Insight Timer geübt und damit seine beginnenden Kopfschmerzen wegbekommen. Jetzt bittet er mich, wenn es wieder losgeht, mit ihm die Übung zu machen.

Irgendwie ist es verdammt schwer, für die, die es am nötigsten hätten, mit diesen Sachen anzufangen. Aber man sollte schon als junger Mensch suchen und immer weiter schauen, bis man den für einen selber richtigen Lehrer, das passende Setting, die passende Technik findet.

Das kann erstmal auch über CDs aus der Stadtbücherei sein, einfach mal reinschnuppern. Yoga Nidra zB. ist da auch was sehr Einfaches für den Einstieg, weil man einfach nur da luegen braucht. Aber am besten dann doch einen Lehrer suchen, eine Gruppe, die sich wöchentlich trifft, ist für den Einstieg sicher das Beste.

Die diversen Apps sind vermutlich zu unübersichtlich und zu ablenkend an sich durch ihre Fülle an Angeboten. Aber mit etwas Erfahrung sind sie dann auch sehr sehr hilfreich.
LG, Raupi

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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Elwirra » 9. September 2019 17:49

@Raupi
Ich fand das einen sehr wertvollen Beitrag von dir :) :)
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Raupi
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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Raupi » 9. September 2019 21:34

:arrow: danke :)
LG, Raupi

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Re: GABA, Glycin und Taurin bei AD(H)S-Schlafproblemen

Beitrag von Raupi » 11. September 2019 15:22

ULBRE hat geschrieben:
9. September 2019 01:51
Hallo Raupi,

das ist ja super, klasse :-)

Was mir zuletzt öfter begegnet ist bei AD(H)S, ist ein GABA-Mangel.
Ich glaube, dass bei AD(H)S (unter anderem) das GABA-Glutamat-Gleichgewicht gestört ist.
Stress verringert GABA. GABA hemmt Glutamat.
Stress verringert auch Taurin. Taurin fördert GABA.
Mit GABA fehlt dann ein wichtiger inhibierender Neurotransmitter, während der exzitatorische Neurotransmitter Glutamat überhand nimmt.
Ob es bei AD(H)S generell ein GABA-Mangel und Glutamat-Überschuss ist oder ob dass nur bei ADS so ist und bei ADHS eher ein Glutamatmangel und GABA-Überschuss herrscht bin ich mir noch nicht ganz sicher. Die nachfolgend beschriebenen schlaffördernden Effekte treten jedoch bei ADS und ADHS auf.

GABA und Glycin (ein ebenfalls inhibierender Neurotransmitter) und Taurin (das GABA verstärkt) gibt es als Nahrungsergänzungsmittel. Das bedeutet nicht, dass sie völlig ungefährlich wären, aber ihr Gefahrenpotential dürfte eher begrenzt sein.
Ich habe bei mehreren AD(H)S-Betroffenen festgestellt, dass je eine Kapsel GABA, Glycin und Taurin, zwei Stunden vor dem schlafen gehen genommen, den Schlaf sehr verbessern und das Durchschlafen fördern.
Ich würde mit GABA alleine anfangen, wenn das ok ist dann Glycin dazunehmen und wenn auch das gut läuft später noch Taurin dazu testen. Bitte nicht mit allen dreien zugleich einsteigen, um eine zu starke Wirkung zu vermeiden. AD(H)S ist ja fast immer auich hochsensibel und damit eher mal Medi-überempfindlich als andere.
Und bitte nicht morgens nehmen, das könnte schwer in die Hose gehen - Maschinen führen / Auto fahren würde ich damit sehr vorsichtig angehen.

Das Zeug ist als Nahrungsergänzungsmittel rezeptfrei, aber nicht ganz einfach zu bekommen - ich schaffte es erst bei der zweiten Apotheke und nur auf Bestellung.
Trotzdem bitte vorher mit Arzt abchecken.

Ich arbeite daran, das zu veröffentlichen.
Zu den drei Stoffen selbst gibt es bereits Seiten bei ADxS.org, zur synergistischen Einnahme bei Schlafproblemen gibt es noch nichts.

Viele Grüße

UlBre
Hallo Ulbre,

Vielen Dank für die ausführliche Darstellung.

Ich überlege jetzt, was das mit GABA etc für mich bedeutet, da ich ja Progesteron und DHEA nehme... ich habe zwar auf deiner Seite dazu nachgelesen, aber leider verstehe ich von dem Ganzen nicht genug, um meine Schlüsse daraus zu ziehen.
LG, Raupi

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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von ULBRE » 11. September 2019 22:48

Hallo Raupi,

über den Zusammenhang DHEA und GABA weiss ich wenig. Es sind eher Vermutungen...

5.1.2.2. DHEA als Antagonist
DHEA verringert den Cortisolspiegel und die toxischen Wirkungen von Cortisol.(120)(121)(122)(123)(124)(125)(126)

Antagonist von GABA-A-Rezeptoren, verringert also die Wirkung des Neurotransmitters GABA im Gehirn.(127)(128)(129)Majewska, Demirgören, Spivak, London (1990): The neurosteroid dehydroepiandrosterone sulfate is an allosteric antagonist of the GABAA receptor. Brain Res. 1990 Aug 27;526(1):143-6.
DHEA beeinflusst die durch GABA-A-Rezeptoren gesteuerte Serotoninaktivität(130)
nur DHEA-Sulfat, nicht aber DHEA, ist GABA-A-Rezeptor-Antagonist(131)
gehemmt wird die TBPS und Picrotoxin Binding-Seite(132)
nicht gehemmt wird die Benzodiazepin Binding-Seite des Rezeptors für GABA und Pentobarbital(133)
Die gleichzeitige Gabe des GABA-A-Agonisten Muscimol und von DHEA beseitigte die vorteilhafte Wirkung einer alleinigen DHEA-Gabe auf das depressive Verhalten. Das deutet darauf hin, dass der GABA-A-Rezeptor das Hauptziel für DHEA bei Depressionen ist.(134)

...

Nach diesseitigem Verständnis ist die Symptomatik einer melancholischen Depression mit Symptomen verbunden, die einem GABA-Mangel zuzuordnen sind.

Die oben gesammelten Untersuchungen berichten nun von einer positiven Wirkung von DHEA auf melancholische (endogene) Depression, obwohl DHEA ein GABA-Antagonist ist und damit nach diesseitigem theoretischen Verständnis die Symptome einer melancholischen (endogenen) Depression eher verschlimmern müssten.

7.2. DHEA bei melancholischer Depression, Elektrokrampftherapie bei atypischer Depression ?
...
Die positive Wirkung von DHEA auf melancholische Depression könnte sich nach diesseitigem Verständnis daraus erklären, dass DHEA den Cortisolspiegel verringert und die toxischen Wirkungen von Cortisol abschwächt.(167)(168)(169)(170)
während Elektrokrampftherapie möglicherweise den Cortisolspiegel erhöht.(171)
Ein hypothetisches Modell, warum DHEA trotz eines GABA-Antagonismus zur Behandlung von melancholischer Depression geeignet ist, wenn eine besonders intensive Cortisolstressantwort vorliegt, könnte sein, dass die Normalisierung des Cortisolspiegels bedeutsamer ist als die Normalisierung des GABA-Spiegels. Immerhin lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Wiederkehr einer Depression anhand der Cortisolantwort auf den Dexamethason/CRH-Test feststellen.


Quelle:
https://adxs.org/dhea/


Über den Zusammenhang Progesteron und GABA weiss ich noch weniger.

Progesteron (bzw. seine Metaboliten) sind wie DHEA ein nichtkompetitiver GABA-A-Antagonist sein, also GABA hemmend.
Was ich woanders fand: "Es hat sich herausgestellt, daß Allopregnanolon normalerweise die Produktion eines molekularen Bausteines verlangsamt, der die Effizienz der GABA-Bindungsstellen heruntersetzt. Wenn also Progesteron- und Allopregnanolonspiegel hoch sind, kann GABA stark wirken und zur Beruhigung der jeweiligen Person führen. Fällt jedoch der Allopregnanolonspiegel, dann steigt die Produktionsrate des Bausteines. Das Ergebnis sind modifizierte Andockstellen, die weniger gut auf den beruhigenden Einfluß von GABA reagieren. Die Nerven werden erregbarer, und Unruhe äußert sich in verstärkten Angstgefühlen und größerer Empfänglichkeit für Anfälle.".
Und:
"Progesteron wird in Gliazellen und Neuronen durch die 5-Alphareduktase 1 in 5-Alphadihydroprogesteron umgewandelt und dieses wiederum in Allopregnanolon. Allopregnanolon bindet im Hirn an GABA-A-Rezeptoren."

Ob Progesteron in der Summa GABA hemmt oder fördert ist damit unklar...

Progesteron ist eine Vorstufe zu Cortisol und erhöht bei Frauen auch den Ocytocinspiegel (was allgemein Stress verringert, aber bei Frauen die Tend and Befriend Stressreaktion erhöht.

Progesteron scheint einen Beitrag gegen die Entwicklung von Demenz zu leisten. Bei Frauen, denen die Eierstöcke entfernt worden waren (Hysterektomie), zeigte Östrogen alleine keinen Einfluss auf die Häufigkeit einer Demenz. Dies deutet darauf hin, dass der demenzverringernde Effekt durch Progesteron verursacht wird.
Progesteron beeinträchtigt das räumliche Gedächtnis. Allopregnalon, das erst in wesentlich höherer Konzentration das Lernen beeinträchtigt, ist ein Progesteron-Metabolit.


Fragen wir mal anderherum:
Wie wirken DHEA und Progesteron bei Dir ? Aktivierend ? Entspannend ?

Viele Grüße

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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von ULBRE » 11. September 2019 22:49

...
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Raupi
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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Raupi » 11. September 2019 23:21

Hallo Ulbre,

Vielen Dank für Deinen Beitrag. Wie gesagt, auf Adxs.org habe ich nachgelesen, aber nix kapiert.

Und wie Progesteron und DHEA wirken... hmm... eigentlich merke ich es nicht bzw. ich habe so viele Faktoren, die meine Tagsverfassung beeinflussen, dass ich es nicht so recht sagen kann.

Also MPH, Attentin, Elvanse spüre ich eindeutig mehr.

Ich fing vor 6, 7 Jahren oder so mit Progesteron an, da ich eine hormonbedingte Krankheit hatte, die wechseljahresbedingt keine Beschwerden mehr macht. Und es soll ja für vieles gut sein, uA für den Schlaf, aber mir hat es diesbezüglich ja null geholfen. Damals habe ich nicht auf eine spürbare Veränderung geachtet und nix bemerkt. Ich soll es abends nehmen, da es angeblich eher beruhigend wirkt.

DHEA nahm ich, weil der Wert bei mir do ziemlich auf Null war. Auch da spüre ich nicht so direkt eine Wirkung... vielleicht ganz ganz wenig Aktivierung... aber mir fehlt es auch nicht, wenn ich es mal einen Tag weglasse...

Manchmal denke ich, ob ich das nicht einfach alles weglassen soll... aber vorerst nehme ich es weiter... erst wenn ich im Lot bin, ändere ich da was dran, denke ich...
LG, Raupi

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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von ULBRE » 12. September 2019 00:58

Hallo Raupi,

mach doch mal wieder ein Blutbild und lass DHEA und die Östrogene bestimmen...

Wenn Progesteron beruhigend wirken soll, und beruhigend für Dich gut wäre, dann könntest Du mal (wenn Dein Doc nicht interveniert) testen, was GABA, Glycin und Taurin bringen. Bloss nicht gleichzeitig einsteigen, da die sich gegenseitig unterstützen. Ich habe einen Fall einer melancholischen Depression in meinem Umfeld, bei der Glycin die typischen Durchschlafprobleme in der zweiten Nachthälfte spontan gut verbessert hat. Ob GABA und (das GABA verstärkende) Taurin das noch weiter verbessern, wird sich die Tage zeigen.
Ich würde das so 2 Stunden vor dem schlafengehen nehmen..,

Viele Grüße

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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Chaosqueen1286 » 26. September 2019 20:06

freshnfree hat geschrieben:
26. September 2019 19:45
hallo,
ich bin gerade zufällig auf diesen eintrag gestoßen ... XXXXX von Moderatoren gelöscht, ebenso er Originalbeitrag XXXXXX
Ich weiß nicht warum aber irgendetwas sagt mir das dass unseriös ist und klingt für mich nach einen "Professionellen" Verkäufer oder so. Gerade das ich bin zufällig auf den drink von xy gestoßen und kann es empfehlen ohne es selbst getestet zu haben🤣
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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Elwirra » 26. September 2019 21:48

Freshnfree
So Taste the Tee :lol:
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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von ULBRE » 27. September 2019 00:39

Ich liebe diese Werbeunterbrechungen.
So völlig unauffällig und ganz nebenbei.
Mit der natürlichen Empfehlungskraft von 0 (Null) vorhergehenden Beiträgen.

Müssten nicht jetzt noch ein paar senil grinsende leicht bekleidete Mädchen durchs Bild tanzen ?
ich vermisse das, wirklich...

Huahhahahahaaaa....
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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Raupi » 27. September 2019 21:14

... wo der Thread grade wieder hochkommt... also ich schlafe jetzt wieder 6 Stunden durch, länger bin ich eh nicht im Bett, einzelne Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber mir hat die Akupunktur definitiv ganz toll geholfen!!!

Ich bin echt sehr froh darüber!
LG, Raupi

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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von ULBRE » 27. September 2019 23:13

Hey Raupi,

gratuliere, das ist ja toll :-)
Wer heilt hat recht !

LG

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Re: Mittel bei Schlafproblemen?

Beitrag von Raupi » 28. September 2019 07:51

Ja, aber ich merke ganz klar, dass ich die Energie, das "Gefühl", das ich durch die Behandlung bekommen habe, mehrmals täglich durch stille Meditation oder geführte Übungen mit dem Insight Timer wieder aktivieren muss.

Und, klar, hat die HP mir auch eindringlich gesagt, dass ich mir mehr Freiräume für mich suchen muss, mir mehr Ruhe geben muss. Was ich leider grade noch nicht so gut hinbekomme, aber ich bin mir zumindest jetzt manchmal schon bewusster, worauf ich im Kleinen achten muss. Eben, darauf, dass ich wenigstens diese Übungen mache.

Demnach ist dieser Erfolg doch auch nicht ganz ohne mein eigenes Zutun möglich gewesen...

In China wird in den TCM Kliniken auch begleitend zur Behandlung Qigong unterrichtet und die Patienten werden dadurch angeleitet und aufgefordert, auch selber an ihrer Gesundung mitzuarbeiten.

Ich glaube, das steht in einem Buch über Qigong von Johann Böltz, das mir ein TCM Arzt empfohlen hat. Das Buch ist aber schon vor über 20 Jahren erschienen... bei Interesse schaue ich mal nach, wie es genau heißt.
LG, Raupi

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