Freundschaften in der schule

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monsterchen
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Freundschaften in der schule

Beitrag von monsterchen » 15. September 2015 23:10

Hallo, mein Sohn (11) hat letztes Jahr in die 5.Klasse gewechselt. Er ist erst mal ein fröhliches offenes Kind, aber er wird immer wieder von seinen Freunden geärgert und ausgegrenzt. Es entstehenen fast nie Verabredungen und er hat noch keine Geburtstagseinladungen bekommen. Er hat Freunde aus der GSzeit , mit denen klappt es ganz gut. Ich beobachte immer mehr in seinem Verhalten, daß er unendlich redet und oft auch ein besserwisser ist, aber dabei nicht merkt, daß sein gegenüber z.B. gar nicht mehr zuhören  kann oder genervt ist. Ich kann diesen Sprechdurchfall in Bahnen steuern und auch seine früheren Freunde sehen das eher gelassen humorvoll. Die kennen ja auch seine andere Seite. Nur in der neuen Schule schafft er es nicht diese Seite so zu zeigen. Meine Einschätzung ist, daß sie ihn mögen, er für mehr aber zu anstrengend ist und ein tolles Opfer zum Ärgern, da er so schön hochgeht. Bei einem Adhsler muss man ja nur kurz pieken. Mit den Lehrern bin ich schon in Kontakt und beim KJP haben wir auch schon einen Termin. Wie geht ihr mit so einer Situation um und inwieweit könnten Medis die Lage abpuffern? Ich habe sorge, daß mein Sohn in etwas reinrutscht, daß immer schwerer zu ändern ist.
lenilein
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Re: Freundschaften in der schule

Beitrag von lenilein » 15. September 2015 23:22

hallo,

ich denke, solange er noch ein fröhliches und aufgewecktes Kind ist, ist es ja gar nicht so tragisch. Also so scheint es zumindest, was sagt denn dein Sohn selber? Wie schätzt er die Lage ein?

Ich weiß von mir, dass ich (allerdings noch zu Grundschulzeiten) häufig gerne alleine war. Ich wurde hin und wieder mal ausgeschlossen vorallem, als die Mädchen zusammenspielten, war ich ihnen oft zu wild. Aber mir hat das gar nichts ausgemacht. Ich konnte auch mal eine Pause alleine spielen.

Das kann bei deinem Sohn natürlich ganz anders aussehen, daher die Fragen, wie er das empfindet. Wenn er selber bereit ist etwas zu ändern, hilft es eventuell, wenn ihr das "reden" einübt. Wenn du sagst, dass er auch Zuhause so viel redet und so könnt ihr ja vereinbaren, dass du ihn irgendwann stoppst, wenn es viel zu viel wird.
Das ist so das Einzige, was mir einfallen würde.

LG leinilein  :winken:
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Sheherazade
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Re: Freundschaften in der schule

Beitrag von Sheherazade » 16. September 2015 07:21

[quote="monsterchen"]
Wie geht ihr mit so einer Situation um und inwieweit könnten Medis die Lage abpuffern? Ich habe sorge, daß mein Sohn in etwas reinrutscht, daß immer schwerer zu ändern ist.
[/quote]

Hatte dein Sohn schon einmal eine Verhaltenstherapie? Dafür muss ein Kind nicht zwangsläufig über Tische und Bänke gehen, eine VT geht durchaus auch solche vermeintlich kleinen Probleme an. Und macht in einer Gruppe durchaus Sinn.
Zuletzt geändert von Sheherazade am 16. September 2015 07:24, insgesamt 1-mal geändert.
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monsterchen
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Re: Freundschaften in der schule

Beitrag von monsterchen » 16. September 2015 08:46

Hallo,
Verhaltenstherapie hat mein Sohn schon seit mehreren Jahren, Einzel und Gruppe, und es gibt auch Fortschritte, die aber sehr langsam sind.

Mein Sohn leidet unter der Situation. Er hängt an seinen Freunden und versteht nicht warum er ausgeschlossen wird. Es ist auch sehr schwer ihn auf sein Verhalten anzusprechen, denn einerseits versteht er es nicht und andererseits schämt  er sich sehr und reagiert mit Selbstabwertung.
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Sheherazade
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Re: Freundschaften in der schule

Beitrag von Sheherazade » 16. September 2015 09:06

Ja, das ist normal, bei ADHS sind die Kids auf mehreren Ebenen betroffen. Deshalb habe ich nicht so ganz verstanden, dass in deinem anderen Thread von vor einigen Tagen Medikamente nicht im Gespräch sein sollen.
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