Wenn Grundschulzeugnisse...

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Eva36
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Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Eva36 » 20. April 2015 11:21

...ausdauerndes Arbeiten, gute Konzentration, sich immer an Regeln halten, aufgeschlossenes, hilfsbereites Verhalten, etc, attestieren, also null Auffälligkeiten auftraten, kann ich davon ausgehen, daß derjenige wohl eher NICHT von ADHS betroffen ist. Oder?

Nein, es geht nicht um mich  :breitgrinse1:

LG, Eva
Elchi
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Re: Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Elchi » 20. April 2015 12:26

Hallo Eva,

vielleicht nicht von ADHS, aber von ADS.

Mein Sohn hatte solche Grundschulzeugnisse. Die Einträge von wegen "er möge sich doch mal besser auf den Unterricht kozentrieren" kamen erst später.
Die Diagnose ADS gab es dann mit fast 18.

LG
Elchi
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Re: Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Eva36 » 20. April 2015 12:53

[quote="Elchi"]
Hallo Eva,

vielleicht nicht von ADHS, aber von ADS.

Mein Sohn hatte solche Grundschulzeugnisse. Die Einträge von wegen "er möge sich doch mal besser auf den Unterricht kozentrieren" kamen erst später.
Die Diagnose ADS gab es dann mit fast 18.

LG
Elchi

[/quote]

Hallo Elchi,
so dachte ich auch erst, aber alle Zeugnisse bescheinigen gute Konzentration, tolle Beteiligung am Unterricht, gutes Arbeitsgedächtnis etc.

Eigentlich hab ich mehr Symptome als mein Mann. Trotzdem bin ich davon ausgegangen, daß er "es" vererbt hat. Weil er als Kind ähnlich gewesen ist wie unser Sohn, wenn auch nicht so extrem. Laut seinen Eltern hat sich das mit 5 gegeben.

Also entweder hat es unser Sohn auch nicht oder er hat es doch von mir (wenn ich es denn habe).

WAAAHHH, ich verenn mich, glaub ich, schon wieder...
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Kaina
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Re: Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Kaina » 20. April 2015 13:02

Schon mal: Treffer  :top: für Elchi!

Auch wenn ich keineswegs eine Diagnose erstellen könnte und dürfte....
Aufgrund der Erfahrungen mit meinen Kids würde ich behaupten
eindeutig JAIN!!  :breitgrinse1:

War es die Beurteilung eines einzigen Lehrers? über die 4 Jahre?
Oder gab es zwischendurch einen Wechsel mit abweichenden Noten oder (Teil-)Beurteilungen?

Auch Lehrer_innen sind Menschen, haben manchmal eine rosarote Sicht auf ein Kind,
und leider manchmal auch eine rußgeschwärzte.

Was bei dem einen Kind (immer wieder!!!) unter: "ach, hat heute mal 'n schlechten Tag erwischt" gebucht wird,
läuft beim anderen Kind u. U. unter: "also nee, schon wieder...immer....ständig...."

Wenn ein Kind ausgesprochen gut mit einer/m Lehrer/in kann, kann es sich völlig anders zeigen.
Z. B. kann man an meinen Zeugnissen (nee, nicht Grundschule - später) sowohl bei "langweiligen" oder nervigen Fächern, als auch bei meinen Lieblingsfächern recht gut erkennen, ob ich mit dem damaligen Pauker konnte oder nicht.
Im positiven Fall hätte mich der Pauker seltenst als unkonzentriert erlebt, während der ein oder andere Pauker mich sogar wecken musste  :upsi:

Bei meinem Großen, der vor allem wegen der Lehrerin die Schule gewechselt hat, meinte die 2. Lehrerin:
"ich kann überhaupt nicht begreifen, wie Frau XX zu einer derartig unsinnigen Beurteilung kam."
(und das auch nochmal beim Grundschulabschlussfest  :breitgrinse1:)


Mal ganz davon abgesehen, dass "aufgeschlossenes, hilfsbereites Verhalten" keineswegs ein Widerspruch zu AD(H)S ist.


Deshalb finde ich auch die Einbeziehung von Grundschulzeugnissen höchsten dann als Hilfe, wenn es eher zu negativen Bewertungen kam,
und die von verschiedenen Paukern.
Auch die Elternbefragung (die bei meinen 2 Diagnosen übrigens nicht erfolgte, weil beide Tester das ähnlich sahen) kann in ähnlicher Art und Weise Nonsens sein, auch weil Eltern vllt. selbst nicht wahrhaben wollten, dass sie Probleme ihrer Kinder nicht wahrgenommen haben.



edit @Eva36: deinen 2. Beitrag habe ich gerade erst gelesen, daher passt vllt. manches nicht  :icon_mrgreen:
Zuletzt geändert von Kaina am 20. April 2015 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
"Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische." (K.Valentin) 
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Elchi
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Re: Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Elchi » 20. April 2015 13:07

Achtung:
Vererbt wird die Anlage zu AD(H)S. So, wie auch die Anlage zu Allergien vererbt wird.
Bekommen muss man das also nicht.

Theoretich könntet Ihr beide eine Anlage dafür vererbt haben, ohne selber AD(H)S zu haben. Oder Ihr habt beide eine so schwache Ausprägung, dass es nicht sehr "behindert" hat. Trotzdem könnte es Euren Sohn doch schwerer erwischt haben.

Meinem Sohn hat die Grundschule noch Spaß gemacht, er hatte Lehrerinnen, die ihn motiviert haben. Da ist es leicht, auch mit ADS bei der Sache zu bleiben.

LG
Elchi
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Re: Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Eva36 » 20. April 2015 13:14

[quote="Kaina"]
Schon mal: Treffer  :top: für Elchi!

Auch wenn ich keineswegs eine Diagnose erstellen könnte und dürfte....
Aufgrund der Erfahrungen mit meinen Kids würde ich behaupten
eindeutig JAIN!!  :breitgrinse1:

War es die Beurteilung eines einzigen Lehrers? über die 4 Jahre?
Oder gab es zwischendurch einen Wechsel mit abweichenden Noten oder (Teil-)Beurteilungen?

Auch Lehrer_innen sind Menschen, haben manchmal eine rosarote Sicht auf ein Kind,
und leider manchmal auch eine rußgeschwärzte.

Was bei dem einen Kind (immer wieder!!!) unter: "ach, hat heute mal 'n schlechten Tag erwischt" gebucht wird,
läuft beim anderen Kind u. U. unter: "also nee, schon wieder...immer....ständig...."

Wenn ein Kind ausgesprochen gut mit einer/m Lehrer/in kann, kann es sich völlig anders zeigen.
Z. B. kann man an meinen Zeugnissen (nee, nicht Grundschule - später) sowohl bei "langweiligen" oder nervigen Fächern, als auch bei meinen Lieblingsfächern recht gut erkennen, ob ich mit dem damaligen Pauker konnte oder nicht.
Im positiven Fall hätte mich der Pauker seltenst als unkonzentriert erlebt, während der ein oder andere Pauker mich sogar wecken musste  :upsi:

Bei meinem Großen, der vor allem wegen der Lehrerin die Schule gewechselt hat, meinte die 2. Lehrerin:
"ich kann überhaupt nicht begreifen, wie Frau XX zu einer derartig unsinnigen Beurteilung kam."
(und das auch nochmal beim Grundschulabschlussfest  :breitgrinse1:)


Mal ganz davon abgesehen, dass "aufgeschlossenes, hilfsbereites Verhalten" keineswegs ein Widerspruch zu AD(H)S ist.


Deshalb finde ich auch die Einbeziehung von Grundschulzeugnissen höchsten dann als Hilfe, wenn es eher zu negativen Bewertungen kam,
und die von verschiedenen Paukern.
Auch die Elternbefragung (die bei meinen 2 Diagnosen übrigens nicht erfolgte, weil beide Tester das ähnlich sahen) kann in ähnlicher Art und Weise Nonsens sein, auch weil Eltern vllt. selbst nicht wahrhaben wollten, dass sie Probleme ihrer Kinder nicht wahrgenommen haben.



edit @Eva36: deinen 2. Beitrag habe ich gerade erst gelesen, daher passt vllt. manches nicht  :icon_mrgreen:
[/quote]
:breitgrinse1:

Hab nochmal geschaut...Unterschiedliche Lehrer, aber immer dieselbe gute Beurteilung. Auch in der weiterführenden Schule.
Es steht auch unter -Bemerkungen- nix.

Er sagt von sich selber, er sei nicht unaufmerksam oder unkonzentriert. Das muß ich zugeben...Memory hab ich null Chance. ICH dagegen kann mir nur schwer die Lage der Karten merken.
Eva36
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Re: Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Eva36 » 20. April 2015 13:16

[quote="Elchi"]
Achtung:
Vererbt wird die Anlage zu AD(H)S. So, wie auch die Anlage zu Allergien vererbt wird.
Bekommen muss man das also nicht.

Theoretich könntet Ihr beide eine Anlage dafür vererbt haben, ohne selber AD(H)S zu haben. Oder Ihr habt beide eine so schwache Ausprägung, dass es nicht sehr "behindert" hat. Trotzdem könnte es Euren Sohn doch schwerer erwischt haben.

Meinem Sohn hat die Grundschule noch Spaß gemacht, er hatte Lehrerinnen, die ihn motiviert haben. Da ist es leicht, auch mit ADS bei der Sache zu bleiben.

LG
Elchi
[/quote]

Stimmt, DAS wäre auch eine Möglichkeit. :icon_rolleyes:
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Kaina
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Re: Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Kaina » 20. April 2015 13:21

edit: Abschnitt, weil überflüssig, gelöscht
Meinem Sohn hat die Grundschule noch Spaß gemacht, er hatte Lehrerinnen, die ihn motiviert haben. Da ist es leicht, auch mit ADS bei der Sache zu bleiben.
Passt (leider :icon_rolleyes:) auch.

Nebenbei: Erwachsene, die mit mir Memory spielen, haben gegen mich meisten keine Chance  :811: - aber es ist ein Spiel, und ich spiele es immer noch gerne.
Verpeilt bin ich trotzdem, und es ist immer wieder erstaunlich, was ich manchmal wohin packe (verlege), oder welche wichtigen Dinge bereits nach wenigen Minuten aus meiner Birne entschwinden... :icon_rolleyes:)
Zuletzt geändert von Kaina am 20. April 2015 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
"Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische." (K.Valentin) 
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Falschparker
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Re: Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Falschparker » 20. April 2015 21:31

Martin Winkler schreibt von den stark strukturierten Mädchen, die erst als Erwachsene als ADS-lerinnen auffällig werden. Und dann große Schwierigkeiten haben eine Diagnose zu bekommen, weil das Kindheitskriterium nicht erfüllt ist.

Guck doch mal ob du dich wiederfindest:
https://sites.google.com/site/drmartinw ... sbeifrauen
<><
Eva36
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Re: Wenn Grundschulzeugnisse...

Beitrag von Eva36 » 21. April 2015 07:16

[quote="Falschparker"]
Martin Winkler schreibt von den stark strukturierten Mädchen, die erst als Erwachsene als ADS-lerinnen auffällig werden. Und dann große Schwierigkeiten haben eine Diagnose zu bekommen, weil das Kindheitskriterium nicht erfüllt ist.

Guck doch mal ob du dich wiederfindest:
https://sites.google.com/site/drmartinw ... sbeifrauen
[/quote]
Danke Falschparker, aber es geht um meinen Mann. Er hatte in der Schule keine Probleme.

Hm, ich dagegen hatte eine Empfehlung fürs Gymnasium, ab da ging's bergab. Schule
Schwänzen etc naja anderes Thema.
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