Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
Benutzeravatar
ChaosBienchen
Pagemaster
Beiträge: 91
Registriert: 30. Juni 2011 19:29

Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von ChaosBienchen » 22. August 2012 19:24

Ich frage mal in die Runde, wie ihr mit dem Thema " Ungerechtigkeiten" so umgeht.

Ich bin momentan wiederkehrend mit diesem Thema konfrontiert.
Kann eigentlich nur an der Unbewusstheit mancher Menschen liegen, in welchen Ausmaß Ungerechtigkeit so verstreut wird...wie Kamelle an Karneval. Da bleibt wirklich kein Auge trocken...
Scheint denen aber wohl selbst irgendwie nicht aufzugehen, bzw. möchte ich das mal so glauben, dass dies den Menschen nicht völlig egal sein kann.

Ich bekomme dabei nahezu Atemnot,ganz gleich ob es mich betrifft oder Menschen aus meinem Umfeld, ganz egal!
Ich kann diese Wut kaum kompensieren und werde irgendwie nicht mehr wirklich Herr der Lage.

Wie seht Ihr das? Habt Ihr Tipps?
maerenthaler
Foruminventar
Beiträge: 4820
Registriert: 4. Februar 2007 16:54
Wohnort: Koblenz-Neuwieder Becken
Alter: 64

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von maerenthaler » 23. August 2012 07:31

Hi ChaosBienchen,

[quote="ChaosBienchen"]
Kann eigentlich nur an der Unbewusstheit mancher Menschen liegen, in welchen Ausmaß Ungerechtigkeit so verstreut wird...wie Kamelle an Karneval.
[/quote]

sicherlich hast Du recht, wenn Du vermutest, daß mangelnde Bewußtheit (auch) eine Rolle spielt.

Fakt ist aber auch, daß das Empfinden, was gerecht oder ungerecht ist,
sehr subjektiv beurteilt und damit auch sehr individuell gehandhabt wird.

So auch von Dir selbst, indem Du Dich ein Stück weit einfach von Deinen Emotionen einfangen lässt ...

[quote="ChaosBienchen"]
Kann eigentlich nur ...  [/quote]

... und dann daraus eine Behauptung aufstellst, die nicht wirklich zu einer objektiven Beurteilung führen kann.

[quote="ChaosBienchen"]
Ich bekomme dabei nahezu Atemnot,ganz gleich ob es mich betrifft oder Menschen aus meinem Umfeld, ganz egal!
Ich kann diese Wut kaum kompensieren und werde irgendwie nicht mehr wirklich Herr der Lage.  [/quote]

Es ist sicherlich nicht gerecht, daß Du Dich so aufregen mußt,
während andere anscheinend gedankenlos nichts empfinden.

Genauso ist es aber nicht gerecht,
anderen einfach generell Gedankenlosigkeit zu unterstellen,
und sich dann dermaßen aufgeregt darüber zu äußern.

Das soll keine Kritik an Dir sein,
sondern nur verdeutlichen, wie individuell Du damit umgehst.

[quote="ChaosBienchen"]
Wie seht Ihr das? Habt Ihr Tipps?
[/quote]

Vielleicht bekommst Du mehr Luft,
wenn Du einfach tief durchatmest und akzeptierst,
daß auch andere das Recht auf ihre eigene Sicht der Dinge haben.

LG
maerenthaler
Benutzeravatar
ChaosBienchen
Pagemaster
Beiträge: 91
Registriert: 30. Juni 2011 19:29

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von ChaosBienchen » 23. August 2012 11:21

Ja, danke dir :-)

Das ist schon richtig, jeder hat ein recht auf seine eigene Meinung!
Und das ist auch gut so, denn sonst wäre das Leben uninteressant...

Ich meine bloß, dass manche Menschen immer wieder ungerecht handeln und anderen damit schaden, auch dahingehend, dass sie
bei Ungerechtigkeiten wegesehen und es damit dulden und verstärken.

Ich bin da eben übersensibel und würde es gerne ändern, aber ist auch richtig, mein Einfluss ist begrenzt....

Manche Dinge muss man wohl so hinnehmen, auch wenn es unfair, ungerecht und teilweise diffamierend ausartet.

Mich macht es einfach nur traurig :-(

LG
rager

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von rager » 23. August 2012 14:49

Ich kann dich verstehen ChaosBienchen, aber es gibt Menschn, wie soll ich sagen, die empfindlicher für solche Dinge sind und alle anderen wirken danne rst einmal rücksichtlos mit ihrer Kühlheit.

Ich persnönlich nehme diese Empfindsamkeit als sehr nützlich wahr, auch wenn sie das persönliche Leben auch deutlich schwerer macht...

Ich kenne die Gedanken, die du schilderst und nehme es auch so wahr, als wenn alle anderen gedanken- und rücksichtslos, wie Zombies durch die Welt latschen. Auf viele, deren Alltag aus 10h Sklavenarbeit, Essen von Fstfoodketten, Hauptinvestitionen in materielle Güter und Rest des Tages RTL gucken besteht, trifft das sicherlich auch zu, aber es ist Fakt,d ass 10% der Menschheit Hochsensibel sind und 90% nicht.

D.h. aber nicht, dass 90% daher Zombies sind xD (ihch erklär mir das selber gerade. Soll icht belehrend sein oder so xD). Sondern einfach so geboren sind, wie sie es eben sind... Genauso wie die restlichen 10% so geboren sind wie sie sind.

Naja, was woltle ich schreiben... Aer klar, in dieser Leistungs- und Ellenbogen-Gesellschafts kommts drauf an, wer am meisten nach uten prügelt und sich nach oben kricht.

Ungerecht ist z.B. dass unser Wohlstand nur auf der Armut der 3. Welt aufbaut. Kolonialismus existiert imemrnoch, nur in einer form, dass wirm es selbst nicht merken.

Da gibt es sicherlich noch viel mehr und irgendwie lähnt es einen, macht depressiv, bringt einem innerlich, vll auch äuerßlich, zum weinen. Aber letzendlich bringts den ungerecht behandelten dann auch nichts ^^

Also immer weiter machen!

uch wenn der persönliche Einfluss begrenzt ist. Die Macht liegt im Einzelnen. Man muss bei sich selbst anfangen. Vieles kann man z.B. bewirken über das eigene Konsumverhalten, meiner Meinung nach,
wenn man jetzt auf die, meiner Meinung anch, größten Ungerechtigkeiten gegenüber den Menschen in der 3. Welt und auch gegenüber den ganzen "Nutz-"tieren,, besonders MAassentierhaltung, eingehten möchte.

Und zur Not gibts ja noch den Butterfly Effekt  :breitgrinse1: Also ich hab schon einige im Freundeskreis "angesteckt" mit meiner Haltung gegenüber Konsum.

Naja, und vll noch als Tipp: http://www.youtube.com/watch?v=kj6tocqyUas vll kannst du dich ja in den Beschreibungen dieses Mannes wieder finden? Habe seinen Tipp angenommen und es hilft etwas!

fröhliche Grüße,
Rager ^^
Zuletzt geändert von rager am 23. August 2012 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
EmmaGSLehrerin
Foruminventar
Beiträge: 4879
Registriert: 23. Oktober 2010 16:07
Alter: 42

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von EmmaGSLehrerin » 23. August 2012 21:24

Hallo,

mir gehts wie Rager. Ich versuche, bei mir selbst zu bleiben.

Es gibt so viele Baustellen, an denen ich mein eigenes Leben nachhaltiger gestalten sollte. Konsumverhalten ist da ein gutes Stichwort. Weißt du zum Beispiel, unter welchen Bedingungen deine Kleider genäht wurden, damit du sie schön günstig bekommst?

Ich weiß es und kaufe trotzdem nicht immer im Eine Welt Laden.

Wenn ich mich daran aufhalte, auf die Ungerechtigkeit anderer zu zeigen, laufe ich in Gefahr zu projezieren - um selbst nichts verändern zu müssen.

Wie in der Schule  :zwink: : "Was ich mache, is nicht schlimm --> weil was die machen ist viel schlimmer!"

Okay, okay - ich bin nicht Buddha. Ich kann mich ab und an trotzdem gut aufregen. :brüll:
Aber ich bleibe meist von kreisenden Weltschmerz - Grübelkarussels verschont.  :ja1:

LG  :wu:
Zuletzt geändert von EmmaGSLehrerin am 23. August 2012 21:26, insgesamt 1-mal geändert.
“Those who dance are considered insane by those who cannot hear the music.”
- George Carlin -
No User
Foruminventar
Beiträge: 3587
Registriert: 2. November 2015 00:00

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von No User » 23. August 2012 22:01

Es ist wohl so, dass mit AD(H)S häufig auch ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn verbunden ist.

Das ist aber auch nicht nur gut. Gerechtigkeit ist subjektiv, es kommt auf die Perspektive an und je nach dieser kann der selbe Sachverhalt begründet als gerecht oder ungerecht angesehen werden. Man kann es auch nicht nur nicht jedem recht machen, es ist auch in vielen Zusammenhängen kaum möglich, allen gerecht zu werden.

Jedenfalls ist es hilfreich, wenn man wenigstens kleine Ungerechtigkeiten zu tolerieren in der Lage ist und sich dafür fantasievoll Ausgleich suchen kann in den Gelegenheiten, wo es das Schicksal oder die Umwelt mit dem da ungerecht behandelten wieder gut meint.

Leider artet der berüchtigte AD(H)S'ler-Gerechtigkeitssinn nicht selten zu einer fürchterlichen Selbstgerechtigkeit aus. Doch sogar, wo sich der Gerechtigkeitsinn solidarisch regt, weil man andere als benachteiligt sieht, sollte man darauf achten, ob Einmischung hilfreich und überhaupt erwünscht ist. Manch gut gemeinte Intervention der Gerechtigkeits-Ritter verschlimmbessert die Lage nur, in anderen Fällen möchte der Betroffene auch gerne selbst entscheiden, ob er mit der kleinen Ungerechtigkeit leben kann oder ob er vllt. auch in der Lage ist, sich selbst dagegen zu wehren.

Ich kannte lange das Gefühl, bei allerlei Ungerechtigkeiten tatsächlich körperlich zu reagieren und im wahrsten Sinne des Wortes "einen Hals" zu bekommen. Wirklich hilfreich war es aber nicht, wenn es einem die Luft abschnürt und man eher wie gelähmt ist, statt etwas sinnvolles unternehmen zu können.

Das hat nachgelassen, aber ich kann auch nicht behaupten, dass das, was dagegen hilft, jetzt wirklich schön wäre. Denn irgendwie ist es doch eine gewisse Abstumpfung. Bei den großen und schweren Ungerechtigkeiten in der weiten Welt ist es trotz Globalisierung und Vernetzung die Verdrängung: Ist halt weit weg.

Das ist nicht das Patentrezept, besser ist es freilich, wo man kann Verantwortung wahrzunehmen, Einfluss zu nehmen. Aber ein gewisses Maß an Selbstschutz ist auch überlebensnotwendig.

LG
Steffchen
nina01

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von nina01 » 23. August 2012 22:39

Ich finde man könnten eine ADHS-Partei gründen, die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzt :breitgrinse1:
Zuletzt geändert von nina01 am 23. August 2012 22:39, insgesamt 1-mal geändert.
maerenthaler
Foruminventar
Beiträge: 4820
Registriert: 4. Februar 2007 16:54
Wohnort: Koblenz-Neuwieder Becken
Alter: 64

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von maerenthaler » 23. August 2012 23:16

[quote="nina01"]
Ich finde man könnten eine ADHS-Partei gründen, die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzt :breitgrinse1:  [/quote]

Dumm ist nur, daß "mehr Gerechtigkeit" immer eine Utopie bleiben wird.

Es gab, gibt und wird immer genauso viel Gerechtigkeit(en) geben,
wie es Menschen gibt.

Jeder Mensch hat seine eigene Gerechtigkeit.

Gerechtigkeit ist keine feste Größe, die sich auf ein gemeinsames Maß festlegen ließe,
Gerechtigkeit ist ein Gefühl.

Und jeder hat sein eigenes Gefühl.

Und wenn zwei zufälligerweise mal das gleiche fühlen,
weiß erstens keiner, wie lange diese Gemeinsamkeit anhalten werden wird,
und zweitens sind das dann immer noch nur nur zwei von zig-Milliarden,
die anders fühlen.

Es haben schon soviele Kriege "für eine gerechte Sache" die Erde überzogen,
das einzige, was sie gebracht haben,
war unendliches Leid für unendlich viele Menschen.

Ich plädiere schon lange nicht mehr für eine nie erreichbare Gerechtigkeit,
mir wäre es schon genug,
wenn alle Menschen mit ihren Mitmenschen so umgingen,
wie sie gerne hätten, daß man mit ihnen selbst umginge.

Ich glaube, dann wäre die Welt zwar immer noch nicht gerecht,
aber wesentlich erträglicher.
rager

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von rager » 23. August 2012 23:59

[quote="maerenthaler"]Dumm ist nur, daß "mehr Gerechtigkeit" immer eine Utopie bleiben wird. [...] Gerechtigkeit ist ein Gefühl.[/quote]

hm, das bringt mich ersteinmal zum überlegen. zu Ersterem: Das finde ich recht pessimistisch. Ich halt dann lieber an der vermeintlichen Illusion fest, dass man mehr Gerechtigkeit (ich meine keine absolute Gerechtigkeit) schaffen kann.Wobei ich da direkt an linke Politiker denken muss, die einfahc ur reden und es nciht angehen  :upsi: :breitgrinse1:

zu letzterem: Damit hast du schon recht, abre ich für meinen Teil glaube schon, dass es eine objektive Gerechtigkeit gibt, die lautet, dass jeder.. puh das ist schon schwer... vll ein paar Gedankenschnipsel: Jeder hat Grundrecht auf Leben, Grundversorgung, Teilnahmeam sozialem Leben... das andere: Das, was einer leistet, sollte er auch dementsprechend verdienen, in welcher Form auch immer. Aber irgendwie hab ich wieder das Gefühl, dass das zu politisch wird...

Jedenfalls denke ich schon, dass es eine Art "allgemeingültige" bzw. objektive Gerechtigkeit gibt. Keine absolute, aber schon eine so scharfe, dass sie hinreichend ist.

gruß
nina01

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von nina01 » 24. August 2012 00:19

maerenthaler: Ich halte das auch eher für pessimistisch. Ich verstehe zwar, dass man sich vielleicht zuerst bescheidenere Ziele aussuchen sollte, die man auch wirklich erreichen kann. Aber letzlich sind es Visionen, die Menschen antreiben. Wenn Pessimisten behaupten, sie seien halt nur realitstisch, dann finde ich dies falsch. Denn letztendlich erschaffen die Gedanken und das Handeln der Menschen ja die Realität. Glaubt niemand mehr an die Gerechtigkeit, wird es sie auch nie geben. Das ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
No User
Foruminventar
Beiträge: 3587
Registriert: 2. November 2015 00:00

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von No User » 24. August 2012 00:57

Ich glaube, mit der Gerechtigkeit ist es etwas komplizierter. Hier aus den Erfahrungen der Geschichte zu lernen, dass man mit der Gerechtigkeit etwas vorsichtig sein muss, heißt nicht automatisch, nicht an Gerechtigkeit zu glauben.

Und was heißt schon, an Gerechtigkeit zu glauben? Die einen glauben an eine Gerechtigkeit nach den Tode und vernachlässigen die zu Lebzeiten, andere glauben stets ungerecht behandelt zu werden und merken gar nicht, wie ungerecht sie damit ihrer Umwelt gegenüber sind. Wieder andere glauben, vor allem der Staat habe für Gerechtigkeit zu sorgen, was auch immer das sei...

Oft haben Umwälzungen, die alte Ungerechtigkeiten beseitigen wollten, vorwiegend neue geschaffen. Vor allem, wenn sie dazu gewalttätig wurden. Man tut aber den Menschen nichts gutes, indem man sie massakriert, drangsaliert, einsperrt, foltert, verfolgt oder auch "nur" ihre Freunde, Angehörigen, Kollegen, Bekannten... Haben die Menschen erst mal zahlreich solche Traumata hinnehmen müssen, ist die neue "Gerechtigkeit" nur noch mit weiterer Gewalt aufrechtzuerhalten.

Da ist es nicht so simpel mit den selbsterfüllenden Prophezeiungen. Da kann es passieren, dass jemand, der sich auf sein erreichbares Umfeld beschränkt, auf umsetzbares Verhalten, auf naheliegendes wie die eigenen Ansprüche an andere auch selbst anderen gegenüber zu erfüllen, dass so jemand mehr reale Gerechtigkeit schafft als der große Visionär, der nichts umsetzt.

Klar, Grundrechte wie das auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Rechtssicherheit und Schutz vor Willkür sind zwingend notwendig, wenn auch längst nicht ausreichend für etwas, das man soziale Gerechtigkeit nennen könnte. Aber schon bei bedingungsloser Grundversorgung und Teilhabe am sozialen Leben wird das mit der Gerechtigkeit schwierig.

Denn das bedeutet, egal unter welchen Voraussetzungen jemand nicht selbst für seine Grundversorgung sorgen kann, ob er zu jung, zu alt, zu krank, zu ungebildet oder auch nur zu faul ist, egal ob jemand sich aktiv in das Sozialleben einzubringen versucht oder nicht sollen andere dafür verantwortlich sein, ihn zu alimentieren, ihn zu integrieren, ihn und seine Eigenarten bedingungslos zu tolerieren. Doch was ist mit ihren Bedürfnissen, werden sie das gerecht finden?

Aber wir haben das heute schon: Nehmen wir die Grundsicherung: Gerichte befinden sie für rechtens, Politiker bezeichnen sie je nach Zielgruppe und Wahltermin mal als gerecht, mal populistisch als verschwenderisch, Empfänger bezeichnen sie als ungerecht niedrig, Steuerzahler als ungerecht hoch. Ja was denn nun?

Ich denke schon, dass ich im meinem Umfeld für etwas Gerechtigkeit sorgen können. Ich bilde mir aber besser nicht zu viel darauf ein, was ich da erreiche, umsomehr Handlungsspielraum bleibt mir. Man muss eben auch gelegentlich hinterfragen, wie gerecht man eigentlich mit seinen Mitmenschen umgeht und wie diese das wohl wahrnehmen.

LG
Steffchen
rager

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von rager » 24. August 2012 01:53

[quote="steffchen"]Man muss eben auch gelegentlich hinterfragen, wie gerecht man eigentlich mit seinen Mitmenschen umgeht und wie diese das wohl wahrnehmen.[/quote]

Das finde ich super! Wobei man für die Wahrnehmung anderer nichts kann. Andererseits kann es für beide Seiten nur von Vorteil sein, sich in seine Mitmenschen hineinzuversetzen und Verständnis zu zeigen.

Wenn jeder in seinem kleinen Umfeld Verantwortung übernimmt, versucht gerecht zu sein, nett zu sein, also einfach versucht ein "guter" Mensch zu sein, was natürlich erstmal ein sehr schwammiger Begriff ist aber egal^^, dann würde es schon deutlich besser aussehen, denke ich.

gruß
Zuletzt geändert von rager am 24. August 2012 01:53, insgesamt 1-mal geändert.
maerenthaler
Foruminventar
Beiträge: 4820
Registriert: 4. Februar 2007 16:54
Wohnort: Koblenz-Neuwieder Becken
Alter: 64

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von maerenthaler » 24. August 2012 04:40

Ich bin mit dem, was ich denke, nach meinem Gefühl durchaus nicht pessimistisch.

[quote="maerenthaler"]
... wenn alle Menschen mit ihren Mitmenschen so umgingen,
wie sie gerne hätten, daß man mit ihnen selbst umginge.   [/quote]

Ich bin vor mehr als 40 Jahren aus der Kirche ausgetreten,
lebe aber trotzdem ein "liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst".

Da ich dies nur selbst leben,
nicht aber von anderen erzwingen, nicht einmal wirklich erwarten kann,
und trotzdem daran glaube (auch wenn das nicht meine Motivation und mein Ziel ist),
daß ich dadurch "die Welt verbessere",
(und wenn es nur das Stückchen Welt ist, das ich wahrnehme und in der ich selbst wahrgenommen werde)
würde ich mich selbst eher als unverbesserlichen Optimisten sehen.
Zuletzt geändert von maerenthaler am 24. August 2012 04:41, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
ChaosBienchen
Pagemaster
Beiträge: 91
Registriert: 30. Juni 2011 19:29

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von ChaosBienchen » 24. August 2012 08:40

Ja, nina01, ich wäre dafür :-)
Damit hättest du schon dein erstes Parteimitglied!

@Emma, schön auch mal von dir zu lesen, wenn es nicht ums Thema Schule geht  :winken:
Buddha wäre ein erstrebenswertes Ziel um mit den alltäglichen Dingen fertig zu werden, aber seine geistige Haltung ist zu erreichen schwierig - wie schade :-)
Alles fängt bei einem selber an, ja genau!

Ihr habt mich hier angeregt nachzudenken. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich selber Unbewusst bin und dadurch nix erreiche.
Ich habe das Gesetz der Resonanz vergessen, dem ich sehr vertraue, doch hier war es mir nicht mehr bewusst.
Es fängt bei mir selber an :-)
Es ist die leidige Tatsache, dass unsere aufschäumenden Emotionen und teilweise nicht mehr klar denken lassen.


Allerdings glaube ich auch, dass wie rager sagt, zwar keine absolute Gerechtigkeit möglich ist, aber dennoch ein Konsens, der zufriedenstellender sein kann, als es aktuell der Fall ist.
Ich sehe Menschen, die andere Menschen hintergehen, ohne schlechtes Gewissen wohlbemerkt - übervorteilen, mobben, ausgrenzen - baaah. Das System, so wie ich es wahrnehme, zeigt mir viele Menschen, die absolut egohaftig sind.
Da scheinen mir kaum noch Gedankengänge, die über die eigene Person hinausgehen. Viele Menschen agieren egozentrisch: Wie kann ich mehr bekommen, ich will dazugehören, muss beliebt sein.
Mir fehlt da eben die Emphatie für andere Menschen, denn wäre Nächstenliebe nicht nur für Maerenthaler ein Lebensprinzip  :smt023:, könnten wir die Ungerechtigkeit vielleicht sogar besiegen. Idealistin lässt grüßen an der Stelle  :froi1:

Ich zitiere dich hier mal rager, denn das finde ich auch super:
Das finde ich super! Wobei man für die Wahrnehmung anderer nichts kann. Andererseits kann es für beide Seiten nur von Vorteil sein, sich in seine Mitmenschen hineinzuversetzen und Verständnis zu zeigen.
Wenn jeder in seinem kleinen Umfeld Verantwortung übernimmt, versucht gerecht zu sein, nett zu sein, also einfach versucht ein "guter" Mensch zu sein, was natürlich erstmal ein sehr schwammiger Begriff ist aber egal^^, dann würde es schon deutlich besser aussehen, denke ich.

Ich phantasiere mal kurz und hebe ein wenig ab, bitte um Verzeichung dafür!
Frage:
Wenn alle Menschen ADHS hätten, wie würde sich das auf das Ungerechtigkeitsthema auswirken?
Da habe ich ein positives Gefühl, ganz ehrlich, auch wenn es Quark ist...
Mir macht aber die Vorstellung Spaß  :zwink:

LG
No User
Foruminventar
Beiträge: 3587
Registriert: 2. November 2015 00:00

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von No User » 24. August 2012 12:42

Ich habe diese Vorstellung mal aufgenommen und mitphantasiert. Auch trotz anfänglicher Probleme:

So gäbe es ADHS dann ja gar nicht, weil etwas, was alle haben, was also normal ist, keine Störung sein kann. Sonst hätten ja auch alle z.B. die "Höhenluftintoleranzstörung" HIS, die spätestens ab 7000 m tödliche Ausmaße annimmt, weswegen in solchen Höhen auch keiner wohnt, anders als noch auf 5100 m Höhe wie etwa in der peruanischen Stadt La Rinconada.

Und dann würde damit der Menschheit viel von ihrer Vielfalt abgehen und ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob eine so beschnittene Menschheit sich ähnlich wie die real existierende gegen ihre natürliche Konkurrenz durchgesetzt und vergleichbare Zivilisationen und Kulturen aufgebaut hätte.

Wie dem auch sei, ein stärkeres Gerechtigkeitempfinden ist nicht gleich mit größerer Gerechtigkeit gleichzusetzen. Also wir ADHS'ler sind nicht irgendwie die "Gerechten", unsere gelebte Gerechtigkeit hebt uns nicht gegenüber Nicht-ADHS'lern ab, höchstens leider manchmal unser Anspruch an Gerechtigkeit, die uns bitteschön andere gewähren sollten.

Mein Bild von der ADHS'ler-Menschheit ist daher etwas trüber, ich glaube nicht, dass die ganzen Sozialverhaltensgestörten, die autistisch angehauchten, die Unaufmerksamen, die Vergesslichen, die Impulsiven wirklich für mehr Gerechtigkeit sorgen könnten und würden. Dafür fehlt ihnen schon mal das angeborene Talent, ganz intuitiv, unbewusst und ohne langwieriges Training sich besonders gut in andere hineinversetzen zu können. Sie fühlen zwar häufig, genau das zu können, liegen damit aber auch häufig falsch, weswegen sie dann anecken.

Und dann bedarf es auch einiger Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit, die Bedürfnisse der Mitmenschen zu erkennen und nicht zu vergessen. Man muss sich auch im Griff haben, unter Kontrolle, um überlegt gerecht zu handeln. Ich wüsste nicht, was an manchem impulsiven Ausraster besonders gerecht wäre.

Dann würde auch viele nette, sozial kompetente, fürsorgliche, faire, tolerante und gerechte Mitmenschen schlicht fehlen, nur weil sie kein ADHS haben.

Und wer hätte dann noch die Geduld, Durchsetzungskraft, Ruhe und Durchhaltevermögen, soziale Gerechtigkeit in der harten Realität der Politik und Wirtschaft durchzusetzen, auch wenn der Weg steinig, langweilig, enttäuschend, desillusionierend, zäh und mühsam wird?

Also ich habe da in einer bunteren Gesellschaft, in der es nicht nur ADHS'ler gibt, das positivere Gefühl.

LG
Steffchen
rager

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von rager » 24. August 2012 13:12

hm, du meinst also je weniger adhsler, desto bunter die Welt?  :breitgrinse1: ADHSler sind trotz gleicher Diagnose alle  sehr unterschiedlich und im Einzelnen sowie in der Masse sogar bunter.

Ich wäre auf ein experiment gespannt :D Die Gesellschaft würde sich jeednflals so entwickeln, dass man gar keiene langwierigen tätigkeiten mit viel durchhaltevermögen usw. braucht! Naja, schwierig ists schon beim Anbauen von ESSEN!

Sehe ADHSler halt eher als Jäger und Sammler, als einen Bauern. Wobei ich wiederum sehr gerne Bauer spiele und mein eigenenes ESSEN habe!  :breitgrinse1: Kommt immer auf die Motvation an denke ich!

also, wa sdu beschreibst, steffchen. Ich komme grudsätzlich mit ADHSlern deutlich besser klar und ecke da relativ selten an. Zumindest im Vergleich zu den Stinos.

Denke schon dass ADHSler fähig genug sind, eine selbstständige Paralellgesellschaft zu bilden. Sie müssen es nur wollen, dann können sie "alles"  :breitgrinse1:

Nein, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Kann Niemand so genau wissen und simulieren schon gar nicht.
Zuletzt geändert von rager am 24. August 2012 13:14, insgesamt 1-mal geändert.
No User
Foruminventar
Beiträge: 3587
Registriert: 2. November 2015 00:00

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von No User » 24. August 2012 14:24

[quote="rager"]hm, du meinst also je weniger adhsler, desto bunter die Welt?  :breitgrinse1:[/quote]Das meine ich natürlich nicht, wie kommst du darauf? Eine Welt nur aus Nicht-ADHS'lern wäre auch weniger bunt als unsere. Ist doch simple Logik: Nimmst du der Menschheit ein paar Varianten weg, wird sie variantenärmer.

Dass trotz gewisser Gemeinsamkeiten auch ADHS'ler sehr vielfältig sind, betone ich auch immer wieder. Es gibt aber auch viele bunte Vögel ohne ADHS und die Masse der Nicht-ADHS'ler als grau-in-grau anzusehen, belegt wohl aus der Sicht Außenstehender eher eine Wahrnehmungsstörung der Betroffenen als die reale Existenz einer Masse unbunter "Stinos".

Die Norm ist nur eine statistische Größe und wie immer sind "Stinos" immer die anderen, wie auch "Spießer" immer die anderen sind. Solange man sie nicht näher kennenlernt - vielleicht auch gerade aufgrund mangelhafter Sozialkompetenz - mag man sie sich aber vllt. so vorstellen.

Ich weigere mich auch, ADHS so wichtig zu nehmen, die Welt in ADHS und Nicht-ADHS einzuteilen, den einen alle möglichen tollen Eigenschaften, die Vielfalt und Kreativität und was weiß ich noch alles zuzusprechen und den anderen es abzusprechen. Vielleicht ergibt sich das zwangsläufig, wenn man Kinder mit UND ohne AD(H)S hat, wenn man als ADHS'ler mit einer Nicht-ADHS'lerin verheiratet ist, wenn man mit seinem ADHS halbwegs klar kommt und in Beruf und Gesellschaft einigermaßen unter Nicht-ADHS'lern integriert ist.

Soweit das nicht der Fall ist, habe ich aber auch Zeifel, ob in Getthoisierung und Parallelgesellschaften da die Lösung liegt oder ob man sich da nicht eher noch tiefer in seine ach so tolle ADHS eingraben würde. Ist jedenfalls nicht mein Ding.

LG
Steffchen
Benutzeravatar
ChaosBienchen
Pagemaster
Beiträge: 91
Registriert: 30. Juni 2011 19:29

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von ChaosBienchen » 24. August 2012 14:31

Na hoppla Steffchen, setze ADHS´ler nicht mit autistisch angehauchten ins selbe Boot. Ich weiß, dass die Symptomüberlappung bei bis zu 75% liegen kann, aaaaaber...ein Freund von mir hat Asperger, ich mag ihn wirklich gern  :ja1:, aber die Unterschiede zwischen uns liegen schonmal darin, um es mal krass zu sagen, dass ich eine gute Theory of Mind habe und er eben nicht. Das ist nunmal ein Kernaspekt des Spektrums...
Ich habe eine prima Intuition, kann Gestiken hervorrragend lesen und entnehme bereits, wenn ich eine Tür betrete, welche Schwingunen gerade angesagt sind.
Auch mein Einfühlungsvermögen in andere Menschen ist stark ausgeprägt, womit ich sagen möchte, dass ich die Gefühlslage meines Gegenübers empfinden kann, auch wenn dieser bemüht ist fröhliches Gesicht zu ziehen. Getürkter Smiley kommt bei mir nicht gut an. Den kaufe ich nicht so wie gesehen!

Und ich liege, damit möchte ich mich nicht hervorheben!!!, nein auf keinen Fall und Hand aufs Herz, sehr häufig richtig mit meiner Einschätzung.
Und ich glaube, dass sogar sozialgestörte ADHS´ler diese Fähigkeiten besitzen können, evtl. ist der Kanal nur gestört, diese Fähigkeit gekonnt nach außen zu tragen und produktiv zu verwerten.

Aber gut, jeder hat eine andere Einschätzung und nicht alle sind gleich. Ich sehe vielleicht nur mehr Fähigkeiten in meinem Mitmenschen.

Es war ja nur als nette Spinnerei gedacht, denn wie Steffchen ja auch sagte, gäbe es das Störbild ADS nicht mehr, sobald es globalisiert würde.

Ich komme auch besser mit nicht Nichtneurotypischen klar und spinne mich jetzt mal weiter in unsere Paralellgesellschaft hinein rager :froi1:

Chaos rules :smt023:
No User
Foruminventar
Beiträge: 3587
Registriert: 2. November 2015 00:00

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von No User » 24. August 2012 15:34

Ich bin mir nicht sicher wie viele ADHS'ler wirklich rein nur ADHS haben. Aber was machst du mit den multipel gestörten, mit den komorbid autistischen, depressiven, angstgestörten AD- und ADH-S'lern, mit hochbegabten Betroffenen usw? Sagt dann der Türsteher deiner Phantasiewelt: "Mit diesem Störungs- und Begabungsmischmasch kommst du hier nicht rein!"? Auch das gehört zur Vielfalt unter den AD(H)S'lern.

Eine autistische Begleitstörung meinte ich mir "angehaucht" im Unterschied zum reinen Autisten, aber ohne prinzipiellen Unterschied zum komorbid aufmerksamkeitsgestörten/hyperaktiven Autisten. Das sind ja so oder so herum zwei auch mal nebeneinander auftretende Störungen, die manche Experten sogar in einem gemeinsamen Spektrum sehen. 

Das beschriebene Einfühlungsvermögen passt zu den bekannt sensiblen Antennen, der Reizoffenheit, der Reizfilterschwäche. Aber wie passt es zu der auch bekannten Fettnäpfchentreterei?

Ist vllt. das Herausfiltern der aktuell wirklich wichtigen Emotionen aus all den mit- und eingefühlten Gefühlslagen etwas unterentwickelt? Oder wäre es einfacher, die gespielte Fröhlichkeit deines Gegenüber würde bei dir den beabsichtigten Effekt erzielen, statt dass du gegen seinen Willen seine eigentlich scheißliche Gefühlslage spiegelst, wenn er sich schon bemüht, wenigstens fröhlich/freundlich zu tun? Es wirklich zu sein, kann man ja nicht immer erwarten.

Auch ich tu mich leichter mit Mitbetroffenen und auch mit ADHS-typisch aufälligen Kinder kann ich relativ gut. Allerdings liebe ich auch die Herausforderung, also warum sollte ich mich auf das beschränken, was leicht fällt?

Das Einfühlungsvermögen ist auch unterschiedlich ausgeprägt und dass du persönlich darin Spitze bist, möchte ich nicht anzweifeln. Nur pflege ich allgemein, was das betrifft gewissermaßen taktische Zweifel, so als Anregung, das immer wieder mal zu hinterfragen und externes Feedback einzuholen. Weil ich schon genug erleben musste, wie es auch anders laufen kann. Auch im Zusammenhang mit Gerechtigkeit:

So war meine Chefin fest davon überzeugt, besonders sozial und gerecht zu sein, baute aber in ihrer gefühlt allwissenden, alle verstehenden Gewissheit ständig mega-ungerechten Bockmist. Da war ihre Vorgängerin, die sich einfach für eine knallharte Geschäftsfrau hielt, voll die Gerechtigkeits-Queen dagegen.

Oder da ist diese Frau, die überall fühlt, wie sehr sie abgelehnt wird. Hm. Alle Welt ist böse zu ihr. Nachdem ich mir das huntert mal anhören durfte, sie keinerlei Rat und Hilfe annimmt, weder Diagnostik noch Therapie in Angriff nimmt, ertappe ich mich dabei, sie auch abzulehnen. Ihr scheinbares Einfühlungsvermögen hat etwas selbsterfüllendes. Aber immer glaubt sie zu wissen, was andere über sie denken und mit welchen Gefühlen sie ihr begegnen. Nur Rücksicht nimmt sie sowieso nicht drauf, so wie sie andere eintextet und runterzieht.

LG
Steffchen
Jules
Andersweltler
Beiträge: 11
Registriert: 5. Oktober 2016 02:03

Re: Das liebe Thema " Ungerechtigkeit" - wie seht Ihr das?

Beitrag von Jules » 21. Dezember 2016 16:47

PS: Oft leiden ja AD (H)Sler auch an nem Höhenflug. Vielleicht können wir also andere Emotionen gar nicht besser lesen, sondern bilden es uns nur ein?:)
Antworten

Zurück zu „ADHS - Allgemein*“