Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

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TheChaosqueen
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Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von TheChaosqueen » 25. November 2010 19:24

Hallöle! Mal wieder eine Frage!  :breitgrinse1:
Ich hätte gern die Gelassenheit eines Stuhls. Der muss ja auch mit jedem Arsch auskommen!!! ˜˜
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Hexe76
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Hexe76 » 25. November 2010 20:27

Ich wußte ja nicht mal, dass ich ADHS habe.
Im Nachhinein kann ich da einiges erkennen, was mir damals nicht bewusst war.
Das ich immer alleine war, Außenseiter, gemobbt wurde, mich nicht wohlgefühlt habe, außer ich war alleine im Wald unterwegs.
Die vielen Male, wo meine Mutter mich verdroschen hat, weil ich schon wieder zu spät kam.
Meine heimlichen Leseaktionen im Keller, unter der Bettdecke, in der Scheune, gelesen auf dem Heimweg, während des laufens.
Ewig brauchen um überhaupt von A nach B zu kommen.
Die ständigen Ermahnungen "mach hin, wenn du weißt das du langsam bist, warum hast du nicht...kannst du nicht...tust du nicht..., warum vergisst du..., wie oft muss ich dir das noch sagen, tu dies, tu das, jetzt mach endlich, wieso bist du immer noch nicht fertig, wieso hast du schon wieder was kaputt gemacht, sitz doch mal still, hör auf zu träumen, konzentrier dich doch mal..."  :108:

Unterm Strich:
Nur Leid, Angst und das Gefühl, unerwünscht zu sein.
So habe ich meine Kinder- und Jugendzeit in Erinnerung.
:hexe76:
graffiti
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von graffiti » 25. November 2010 20:30

ich hab dich grad gelesen, hexe, hab jedes einzelne wort unterschrieben ... & mich gleich anschließend geärgert, daß ich da immer noch so bitter bin.

hat mir ja auch einiges beigebracht, was ich sonst niemals gelernt hätte.
bin ich froh, daß ich mir diese nachdenk-zigarette nicht angezündet habe, als ich die gasleitung abgemäht habe :icon_mrgreen:<br />oder: alles wird gut.
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Hexe76
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Hexe76 » 25. November 2010 20:53

[quote=&quot;graffiti&quot;]
hat mir ja auch einiges beigebracht, was ich sonst niemals gelernt hätte.
[/quote]

Damit versuch ich mich auch immer zu trösten. Manchmal klappt es sogar.
Es ist das Wissen um die Unnötigkeit, die Ungerechtigkeit, dieses Gefühl der Ohnmacht, was mich jedesmal wieder überfällt, wenn ich an meine Kindheit denke.
Ich komme besser damit zurecht, wenn ich akzeptiere, dass ich immer ein schlechtes Gefühl haben werde, wenn ich an meine Kindheit denke, als das ich versuche zu akzeptieren, dass es nunmal so gelaufen ist. :me:
:hexe76:
Joy
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Joy » 25. November 2010 20:54

Ich kann dein beitrag auch wort für wort unterschreiben hexe.  *tiefdürchatmenundweitergehts
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papillonindigo
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von papillonindigo » 25. November 2010 21:32

Hallo alle,

Bei mich auch war es ähnlich...

Ausserseiter, ich hatte gewusst dass ich anders bin. Schon mit 5 jahre alt es gespürt.

Gemobbt in der schule (und danach auf arbeit  :baw:), mich oft unverstanden gefühlt, wie eine ausserirdisch der sich auf erde verlaufen ist aber nicht dazu gehört.

Viel träumen in der schule, viel bemerkungen gehört. Ich hatte die welt nicht verstanden und auch nicht was mit mich los war.

Ich galte auch als angsthase und heulsuse aber wollte stark sein.

Pübertät war heftig. Mit die hormonen geht es wirklich los mit die stimmungschwankungen. Aber ich war sehr einsam.

Dabei hatte ich so immer in gegenwart gelebt, also, wenn etwas schön war, konnte ich der rest vergessen. Ich bin auch in meine träumen vor die realität geflüchtet.

Dabei waren meine eltern nicht besonders "schlecht".

Heute geht mich doch viel besser. Ich weiss mal was mit mich los ist und wie damit umgehen. Ganz einsam fühle ich mich, ich habe eine gute beziehungsnetz. Anders und nicht dazu gehörig fühle ich mich immer noch, aber weiss auch genau warum.

Mich hilft es am bestens wenn ich mal was ist und was ich erlebt habe und wie es jetzt mich geht zu akkzeptieren. Vieles ist nicht so wie ich es mich wünsche und einiges wird nie so sein wie ich will. Aber damit kann ich auch leben.

Ich weiss auch dass es auf diese erde sehr viele menschen gibt die keine einfache leben haben. Dabei bin ich eben nicht allein.

lg
:vier: So geht es mir beim Rebound oder nach einem langen Stadtbummel
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Hexe76
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Hexe76 » 25. November 2010 21:42

[quote=&quot;Joy&quot;]
Ich kann dein beitrag auch wort für wort unterschreiben hexe.  *tiefdürchatmenundweitergehts
[/quote]

...erschreckend und beruhigend zugleich.
Erschreckend, dass wir als Kinder sowas erleben mussten und beruhigend, weil wir mit den Erlebnissen nicht alleine sind.  :orkss:
:hexe76:
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MrsKleeblatt
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von MrsKleeblatt » 25. November 2010 22:49

Alles in allem: furchtbar.

[quote=&quot;Hexe76&quot;]
Nur Leid, Angst und das Gefühl, unerwünscht zu sein.[/quote]

Ich: Jede Menge Angst, immer Ausgeschlossenheit und das Gefühl unerwünscht und lebensunfähig zu sein.
Die Lebensunfähigkeit war wohl das schlimmste.
Zuletzt geändert von MrsKleeblatt am 25. November 2010 22:49, insgesamt 1-mal geändert.
:willi: 6 (08)
Falschparker
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Falschparker » 25. November 2010 22:52

Habe ich hier
http://www.adhs-anderswelt.de/http://lo ... 80#p458680
und hier
http://www.adhs-anderswelt.de/http://lo ... #msg455797
was zu geschrieben.

Viele Grüße  :winken:
Falschparker
<><
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gutefrage
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von gutefrage » 26. November 2010 07:32

Wie habe ich mich als Jugendliche gefühlt? Ich war eine Aussenseiterin und wurde von den anderen Dorfbenutzern abwerdent *Hundemama* genannt. Ich hab wenn überhaupt nur zu älteren leuten Kontakt gehabt und ausschliesslich Männlichen Geschöpfen, mit Weibern kam ich nie zurecht.
In meiner Jugend habe ich die meißte Zeit auf Wiesen und in Wäldern verbracht bin dort rum gestiefelt und habe die Dinge beobachtet die es gab. Wenn ich nicht da war kümmerte ich mich um die vielzähligen Tiere die wir hatten und um den ein und anderen vernachlässigten Hund in der Nachbarschaft.
In der Jugendzeit gerade in der Schule wurde ich eigentlich recht gut akzeptiert ich habe mich nicht mit den Schülern abgegeben wurde aber ganz gut aufgenommen.
Zuhause war Chaos ständiger Zoff zwischen mir und meiner Mutter, ständige Schläge von meinem Vater mit meinen Geschwistern kam ich auch nicht zurecht. Immer wieder bekam ich mich mit meiner Oma und meinen Onkeln in die Haare mit ihnen meistens weil sie irgendein Tier wieder scheiße behandelten bis hin zum ....

Ich war viel allein unterwegs und immer wann ich konnte nicht Zuhause, anders hät ich das auch nicht ertragen.

Ich war Suizidkrank versuchte mich insgesdamt 3 mal ins Jenseits zu befördern, ich fühlte mich wie ein Aussenseiter ich war ein Aussenseiter, wurde (aus meiner Sicht) immer falsch verstanden und ungerecht behandelt. In der Schule versagte ich bis auf Bio und Mathe der Rest war naja.

Abgesehen wie Kommentare *Hundemama* oder *Zigeunerin* bekam ich recht wenig ab von der Bevölkerung und viele ältere waren auch imemr nett zu mir. Könnte aber daran liegen das ich Hilfsbereit war und mir keine Arbeit zu Schade war.
Ansich haben mich auch die Jugendlichen akzeptiert aber das wohl auch nur weil ich einmal austickte und nen  Schüler aus der damals 7 (ich war in der  5) ins Krankenhaus geprügelt habe. Danach hat ich Ruhe, davor wurde ich als Boxsack benutzt, immer gehänselt und mich mochte keiner.

Emotional wirkte ich nach aussen stark war aber genau das Gegenteil davon hab mich nicht umsonst immer verzogen.

Heute wirke ich Emotional stark und bin es auch, mich haut so schnell nichts mehr vom Hocker. Ich bin mittlerweise beliebt halte mich aber immernoch eher raus und die Kontakte gering.
Ich: ADHS
1. Sohn ADHS 10J, motorische Wahrnehmungsstörung
2. Sohn 7J schwer ausgebildete ADHS
3. Sohn 4 J. verdacht auf ADHS, Neurodermitis,Verdacht auf ASS, muskuläre Hypertonie, Wahrnehmungsstörung, Sprachverzögert
4. Tochter 2j. Epilepsie, Sprach
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Angie
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Angie » 26. November 2010 09:44

Na damals war bei mir kein ADHS bekannt. Und ehrlich gesagt, ich dachte immer, die anderen ticken nicht ganz richtig. :breitgrinse1:
Ich war meistens eine Einzelgängerin, kam besser mit Jungs zurecht. Wenn Freundinnen, vllt so zwei bis drei. Ich hielt aber nur mit einer regelmässigen Kontakt. Dessen Mutter mal zu ihr sagte, sie solle nicht mit mir sooft zusammen sein, da ich in ihrer Gegenwart austickere.  :icon_eek:
In der Schule schüchtern und zurückhaltend und zu Hause "Hans Dampf in allen Gassen" echt so hat mich einer in der Nachbarschaft genannt.
In der Pubertät etwas rebellisch, ich schwänzte so einige Unterrichtsstunden.  :icon_rolleyes: Physik.  :icon_mrgreen:
Und man hat mich des öfteren vor die Tür geschickt, also Schulklasse.  Und Nachsitzen hat man mich auch.
Und ich war als Kind immer den ganzen Tag draussen, kaum Mittag gegessen hat man mich zuhause den ganzen Tag nicht mehr gesehen.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
ChaosMaus
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von ChaosMaus » 1. Dezember 2010 09:55

Außenstehende. Ich hab immer alles versucht um auch mal Freunde zu finden. Im nachhinein hab ich gemerkt das es keinen Sinn hat. Als ich mit 15 dann Internet hatte die Zeit im Netz verbracht. Liebstes Hobby Menschen kennenlernen und chatten.
Hauptsache Kommunikation. Dann kam das Frustessen und Depressionen.
Die Depris sind weg und das Frustessen wurde besser.
In der Schule war ich soweit ganz gut und hab alles geschafft, Dafür sah mein Zimmer immer nach Chaos pur aus. Es gab deswegen auch immer Zoff.

Und ich hab mich mit meinem Bruder wie blöd gestritten.
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von TimeTraveler » 19. Februar 2011 14:17

Hey   da


Ich  bin seit mein   zweiten lebensjahr  auffällig massive ...Später kams  dann zu   " ja ja   Adhs"   Ich habe mein  Kind und Jugendzeit  sehr grausam in Erinnerung   da ich   zu den Zeit punkt noch " schlimmer"  war als ich  heute bin ...Es endet  damit    das keiner    mit mir  klar  kam und ich in ein heim  Landete   die versuchten mich  " Zu erziehen"  aber hatten keine Ahnung  von ADHS  ...Bis heute leidet  ich unter den folgen , den seelischen  folgen , die mir  dort angetan  wurden .Depression   ,Suizid versuche   etc.. Hin zu kommt  das  ich in eine   Kaputte  und Gewalt volle Ehe  rein geboren wurde  Alkohol  und  Schläge   waren normal  und  grade die  Gewalt wurde  immer mehr    weil man mit mir immer weniger klar kam ..Selbst als meine Mutter Neu  Heiratet   endete  die  Gewalt nicht ..Mit diesen  folgen habe ich bis heute massive zu tun .- 
Im Jugendalter war ich immer    ein wildfang  man   hasste  mich  fuer meine art . Die meisten  kamen mit meiner Sprunghaftigkeit  und "  wilden"  art nicht   klar ...Ich fuehlte mich nie  geliebt und verstanden was Auswirkung bis heute hat    ich bin nicht Beziehung  tauglich und kann liebe nicht so erwidern wie man es  erwartet ...Ich fliehe  eher  als das ich  rede ...Aber ich wurde auch massive Agressive     grade als ich   16  rum war ..Es musste nur ein blick kommen  und ich war  die erste die masslos  aus  flippte und andern  sofort  die  Faust ins Gesicht  drueckte -..Erst als ich selber begriff was mit mir eigentlich war und warum dinge so sind wie sie  sind lernte ich das es so ist wie es ist "Ok"  ist (auch wenn ich immer selbst zweifel habe)  und das jene  die  damit nicht klar kommen   mir nicht  gut  tun ..Meine Aggressivität  legte sich da durch  etwas  ich bin zwar immer noch  aufbrausend aber ich schlage nicht mehr  zu  ich Poebel nur   weil ich wenn ich mich  aufrege   es nicht bei mir behalten kann es muss raus ...
Ich war und bin aber  immer  ein Einzelgaenger geblieben  und meide   grosse  Ansammlung oder zu   viel   Menschen  auf ein haufen weil  dieses  mich der massen reitz und kicken  innerlich  das es meistens nicht gut  geht ....Wo bei ich mir dummerweise   angeweohnt habe  mich  fuer meine Art immer wieder  zu entschuldigen   wenn ich merke  ich   überfordere  jemand... Es gibt    freunde    durch aus bei mir  die nehmen mich so hin wie ich bin ...wenn ich   meine  5 Minuten haben lachen  sie nicht  ueber mich  sondern  lassen mich  einfach das  ausleben  weils sie es hinnehme wie ich bin ...Am wohlsten fuehle ich mich aber nach wie    vor unter Leuten   die  selber  ADHS   haben , ich habe das  glueck ein mal im Monat   bei meiner Selbsthilfegruppe   so was zu  " Erleben"  und das bringt mir  persönlich mehr als   jegliche  Therapie  Sitzung  .-

Ich kann meiner Jugend und Kinderzeit nichts  positive abgewinnen da ich bis heute um die liebe  und Anerkennung meiner Mutter  buhlen muss  auch wenn ich weis das  da nichts mehr kommen wird  bin ich da  wie ein Hund  der  Verzweifelt die Hand  seines Herren  immer wieder leckt um   eine Streicheinheit zu ergattern die es nie geben wird ...Liebe  ist   ein Fremdwort, eben so wie   "Mein Kind hat ADHS"  ein Fremdwort ist   da ich mir  ja  laut  aussagen meiner Mutter alles nur einbilde obwohl es  Aertzliche berichte  gibt und sie  selber zu Ritalin in mein Kindes alter sich  vergriff  um  es mir zugeben ...und dieser Fakten  wie  dessen was so alles  passiert ist  fuehrt  leider mit sich das ich  bis heute so bald ich anfangen  mich  etwas damit auseinander zusetzten grade  vor Therapeuten ich massive in Depression und Suizid Gedanken abstuertze und   ich  eher  davon renne   und es  versuche zu verdraengen als mich diesen zu stellen auch wenn ich  Offen bin und so oberflaeche  ueber alles reden kann -.
Zuletzt geändert von TimeTraveler am 19. Februar 2011 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Haxaxa99 » 19. Februar 2011 17:43

Ich hörte immer ich sei faul! So ein intelligentes Kind...aber die grässliche Schrift! Wie ihre Hefte aussehen! Und sie lernt nie brav auswendig!! Tssss. Sie könnte wenn sie wollte... :schäm:
Zum Glück fanden mich meine Eltern ok.
Und dank guter Intelligenz schaffte ich doch eine Ausbildung. Die bösen Kommentare der Lehrer haben sich aber doch tief in meine Seele eingebrannt...das tut immer noch weh! Was für Idioten, die hätten ja schon damals darauf kommen können dass es nicht am wollen lag!!

Mit 40 habe ich nochmals ein Studium abgeschlossen (Konzentration war immer noch scheisse, aber der Wille war überriesig...und ich merkte dass ich auswendig lernen kann wenn ich im Kreis rum gehe...das habe ich dann getan, 4 Jahre lang...wenn ich da schon Ritalin gehabt hätte wäre es wohl einfacher gewesen.

Heute geht es mir super (auch dank dem Ritalin) und einem Job der mir Freude macht. Nur nachts habe ich manchmal immer noch Albträume :weine2: und bin das Kind welches vom Lehrer ausgeschimpft wird!
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Diamon
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Diamon » 19. Februar 2011 18:27

Vieles kommt mir hier auch sehr bekannt vor.

Ich wußte ja auch nicht das ich ADS habe und habe mich immer andersgefühlt.

Ich habe mich sehr oft einsam und alleine gefühlt,irgendwie schien mir nichts zu gelingen, während meinem Bruder immer alles gelang, er hatte gute Noten ,mußte sich nie für irgendwas anstrengen, kämpfen...Ich war schon immer das Sorgen Kind, das nichts konnte ,aus dem wohl nie was wird, das immer Hilfe braucht,immer ängstlich ist,...

Meine Eltern nahmen es wohl irgendwann so hin das ich so war, hielten es mir aber immer wieder vor Augen, sie nahmen mir alles ab, sogar das reden...deshalb bin ich heute so unselbständig und vermeide es mit Leuten zu reden,wenn ich redete dann war es garantiert nicht richtig oder blöde,also lies ich andere für mich reden. :upsi:

Sie schlepten mich vonArzt zu Arzt, da meine Panikataken immer schlimmer wurden und sie etwas organisches vermudeten. :108:

Ich war auch immer auf der Suche nach Liebe ,von Seiten meiner Eltern und wünschte mir auch irgendwie Anerkennung,doch ich fühlte mich wohl immer wie das schwarze Schaf der Familie.Selbst heute, wo ich doch einiges mehr hinbekommen habe wie das was sie für mich vorhersagten, heißt es :Ohne unserer Hilfe hättest du es nie geschafft...

Oft wurde der Hund besser behandelt als Ich bzw bekam mehr Anerkennung als ich,gute Gefühle konnten meine Eltern nicht vermitteln,nur das Gefühl nichts wert zu sein,nichts zu können...

In der Schule konnte ich mir nichts merken,ein schlechtes Langzeitgedächnis hies es, ich habe Legastenie und die Lernerei war eine Tortur,konnte mich null Konzentrieren,ständig die Angst zu versagen,nichts zu können, nichts zu werden... :fr:eusa_doh:


Ich war Einselgängerin,wünschte mir aber Freunde und hatte auch ein paar wenige,die mich so nahmen wie ich bin und mich nicht die ganze Zeit runterzogen.Ansonsten war ich ne graue Maus immer bemüht nicht aufzufallen und möglichst unsichtbar zu bleiben :icon_rolleyes:

-Naja so bin ich heute noch, aber manchmal kann ich auch ein kleines bischen Stolz sein, das ich doch schon mehr geschafft habe als sie erwartet haben,und das ich auch manches alleine hingekriegt habe und das ich wirklich tolle Freundschaften habe und drei tolle Kinder  und einen Mann der  jetzt schon über 20 Jahre es mit mir aushält und mich liebt obwohl er es wirklich nicht einfach mit mir hat und ne Menge aushalten muß, und zimmlich oft als Fußabstreifer herhalten muß und ich ihm ganz oft nicht die gleiche Liebe wiedergeben kann wie er mir... :wu:
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Juniorsmama » 22. Februar 2011 21:49

oh ich sehe hier bin ich richtig.

Ich kann das wirklich fast alles so wie es ist unterschreiben von Einzelgänger, gemobbt werden, beim lernen hieß es immer "du könntest wenn du wolltest" usw usw.
LG Juniorsmama
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Donovan
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Donovan » 23. Februar 2011 00:39

[quote=&quot;Diamon&quot;]
-Naja so bin ich heute noch, aber manchmal kann ich auch ein kleines bischen Stolz sein, das ich doch schon mehr geschafft habe als sie erwartet haben,und das ich auch manches alleine hingekriegt habe und das ich wirklich tolle Freundschaften habe und drei tolle Kinder  und einen Mann der  jetzt schon über 20 Jahre es mit mir aushält und mich liebt obwohl er es wirklich nicht einfach mit mir hat und ne Menge aushalten muß, und zimmlich oft als Fußabstreifer herhalten muß und ich ihm ganz oft nicht die gleiche Liebe wiedergeben kann wie er mir... :wu:[/quote]

Hahahahaha! "ein kleines bischen Stolz sein"??? Du solltest voller Stolz strahlen wie die Sonne!  :Sun: Ich finde das sind tolle Sachen, woran man sich orientieren kann und weiterbauen kann! Wenn ich höre woher Du kommst, finde ich, dass Du einen weiten Weg gegangen bist!

-o-o-o-

Meine Jugend hört sich an wie Deine Diamon, aber meine Eltern waren irgendwie abwesender. Nicht komplett abwesend oder lieblos, aber irgendwie nah, aber in eine andere Richtung schauend. Deshalb haben sie mich nicht so weich gesorgt, dass ich mein Selbstvertrauen verlor. Aber meine Schwester hat es als nicht-liebhaben interpretiert und kämpft jetzt mit einer BL Störung. Vielleicht hat mir auch geholfen, dass ich ziemlich schlimm Asthma hatte. Deshalb habe ich trotzdem Aufmerksamkeit bekommen. Meine Schwester hat das vielleicht falsch interpretiert.

All diese Geschichten zeigen mir, wie fragil die Erziehung ist. Wie schnell es entgleist, ohne, dass man weiss wann oder wie.

Mein Leben lang habe ich schon Sachen vorgenommen / versprochen und es dann nicht ausgeführt. Schon als kleiner Junge. Nicht bewusst nicht ausgeführt, aber vergessen oder nicht dazugekommen. Immer zu spät nach Hause kommen. Zimmer niemals aufgeräumt. Abwesend in der Schule (trotzdem gute Noten). Einkäufe vergessen. Termine vergessen. Die größte Frust damals aber auch heute: Man wird bewertet nach den Taten. Du bist was Du tuest. Erst jetzt verstehe ich, dass ADHS ein Problem mit der Exekutive ist. Mit der Motivation für Verhalten und dem Bremsen von Verhalten. Aber egal ob ich das verstehe, viele Leute um mich herum sehen es nicht. Manchmal wünschte ich mir, dass ich eine riesige Narbe auf dem Schädel hätte. Dann könnte ich sagen, dass ich eine Hirnverletzung habe und deshalb Hilfe brauche, damit ich bestimmte Sachen erledigen kann. Sie brachen mir die Arbeit auch nicht abzunehmen, aber mir helfen, damit ich daran denke und sie erfolgreich erledige. Dass 1 Einheit ihrer Hilfe, 2 Einheiten Hilfe von mir bedeuten können. Aber umgekehrt: 1 Einheit Demotivation, 2 Einheiten Scheitern bei mir bedeuten.

Ich stelle mir vor, das Leben ist eine Eisfläche. Ich stehe darauf mit Eisblöckchen unter meinen Sohlen. Überall sind kreisförmige Löcher mit Trichtern drinnen. Manche Trichter sind zu gross und ragen aus dem Loch hoch. Andere sind genau gross genug und bündig mit der Eisfläche. Die hohe Trichter, das sind die Aufgaben die ich machen muss, aber eigentlich nicht will. Die kosten mir unheimlich viel Energie, um die Wände zu besteigen. Aber bin ich mal drinnen, dann bin ich oft gefangen im Trichter und dauert es lange, bevor ich ausgespuckt werde. Dann weiss ich oft nicht, wieviel Zeit vergangen ist.

Natürlich passiert das gleiche bei den bündigen Trichtern. Dort rutsche ich so rein, mit meinen Eissohlen. Und komme dort auch nicht mehr so schnell raus.

Jetzt sagt jemand mir, dass ich einen bestimmten Trichter ansteuern soll. Ich sehe ihn. Ich WILL dorthin. Aber meistens stürze ich unterwegs schon in einen anderen Trichter. Oder wenn ich mit Mühe den gewünschten Trichter erreiche, versuche ich Kräfte zu sammeln, um die Wand zu besteigen. Und rutsche in dieser Phase weg. Oder ich besteige die Wand, und mache einen Fehltritt, rutsche wieder ab und wenn ich Glück habe, stehe ich danach wieder vor der Wand. Wenn Pech, dann bin ich bereits wieder irgendwo anders eingeschlittert.

Dieses Unvermögen die Versprechungen nachzukommen, frustriert mich am meisten und macht mich - in den letzten 5 Jahren - immer mehr depressiv.

Ich habe vor 3 Tagen mit Medikamenten angefangen, ich hoffe, dass sie vielleicht dazu beitragen, dass ich nicht so schnell in die Löcher trete. Vielleicht verpassen sie mir Schlittschuhe?  :breitgrinse1:

Ab 12 Jahren dann beschissene Lernmethoden (3 Uhr morgens aufstehen am Tag der Prüfung und hammern ohne Ende). Dort ging es zuerst wirklich schief. In manchen Fächern gehörte ich zu den Besten mit einer 8 bis 9 oder sogar 10 (Skala 0-10) und andere waren dramatisch schlecht: eine 3 bis 5 auf der Skala 0-10. Trotzdem weitergemacht und eigentlich ohne sehr grossen Anstrengungen die Schule fertiggemacht und mich für die Hochschule angemeldet. Dort sofort abgestürzt. Ich kam mit den Freiheiten und mit der Aufgabe selber mein Studium zu organisieren nicht klar. Also bin ich den praktischen Weg gegangen: Arbeit mit Ausbildung. Danach Abendstudium. Eigentlich ein schwieriger Weg, aber der leichtere Weg war mir zu schwierig...  :ichboss:

Danach kam meine Impulsivität. Ich brauchte einfach ständig Änderungen im Leben. Alle Paar Jahre eine neue Beziehung. Umziehen. Neue Arbeit. All das, wahrscheinlich nur, um das Chaos zu entsorgen und neu anzufangen. Lustig. Während ich dies hier schreibe denke ich an mein Zimmer, das immer ein Chaos war. Eines Tages hatte meine Mutter alle Sachen in Müllsäcke versorgt und ins Gartenhaus gestellt. Ich fand mein "neues" Zimmer eigentlich toll, weil ich wieder Übersicht hatte. Das war natürlich nicht die Reaktion die meine Mutter angestrebt hatte. Aber das habe ich dann irgendwie wohl zur Lebensphilosophie gemacht.

Jetzt übrigens nicht mehr. Jetzt gebe ich mir Mühe zu halten was ich erreiche und dort Ordnung anzubringen, damit ich es bewältigen kann.
Gruss, Donovan.

Ironie & rhetorische Fragen verstehe ich oft buchstäblich. Bitte um Verständnis, Verzeihung und falls möglich Vermeidung.

"Falls Du verpasst hast es zu Vermeiden: Mag es, Beende es oder Verändere es - Motzen ist nicht sinnvoll."
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von gutefrage » 23. Februar 2011 08:49

Ich verimisse teile meiner Jungend gewaltig, besonders die Zeit die ich mit Tieren verbrachte. Gut ok meine Eltern nutzten das regelrecht aus und überliessen mir das meiste (ausser die Tauben die waren meinem Vater). Ansonsten, ich vermisse es wie die Kälbchen an meinen Händen lutschen, wie Neugierig die Kühe immer zu mir kamen und an meinen Sachen rum kauten. Wie es ist ein Kalb auf die Welt zu holen. Die Hasen zu bemuttern und die Schweine hach....

Ein Nachbar hatte einen Hund im Zwinger dem ich immer heimlich Futter und Wasser gab, später überredete ich diesen mir das Tier auszuhändigen, nach 11 Jahren ich wohnte schon gar nicht mehr dort, nahm das Tier mit 400km weit weg in eine Stadt. Die kleine kannte nichts ausser einen verdreckten Zwinger, hatte schwere Lungenprobleme wegen des Amoniakes, Nierenprobleme und war ausgehungert.
Ruhe in frieden kleine (mit 17 J am 3.03.2009 wurde sie eingeschläfert)

Heute bin ich gefangen in einer Wohnung, komme nur mit dem Hund nach draussen und kann mich nicht um irgendwelchen armen Geschöpfe kümmern. Dabei waren diese 17 Jahre lang meine ewigen und treuen Begleiter. Jetzt hetze ich von einem Arzt zum anderen von einem Kita in den anderen und habe kaum Zeit für mich selbst. Irgendwann wieder, aber das muss noch warten.

Hach ich könnt gleich heulen :(
Son bissle Autismus steckt wohl auch in mir *lach*
Ich: ADHS
1. Sohn ADHS 10J, motorische Wahrnehmungsstörung
2. Sohn 7J schwer ausgebildete ADHS
3. Sohn 4 J. verdacht auf ADHS, Neurodermitis,Verdacht auf ASS, muskuläre Hypertonie, Wahrnehmungsstörung, Sprachverzögert
4. Tochter 2j. Epilepsie, Sprach
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Diamon » 23. Februar 2011 14:55

[quote=&quot;Donovan&quot;]
Hahahahaha! "ein kleines bischen Stolz sein"??? Du solltest voller Stolz strahlen wie die Sonne!  :Sun: Ich finde das sind tolle Sachen, woran man sich orientieren kann und weiterbauen kann! Wenn ich höre woher Du kommst, finde ich, dass Du einen weiten Weg gegangen bist!

-o-o-o-

Meine Jugend hört sich an wie Deine Diamon, aber meine Eltern waren irgendwie abwesender. Nicht komplett abwesend oder lieblos, aber irgendwie nah, aber in eine andere Richtung schauend. Deshalb haben sie mich nicht so weich gesorgt, dass ich mein Selbstvertrauen verlor. Aber meine Schwester hat es als nicht-liebhaben interpretiert und kämpft jetzt mit einer BL Störung. Vielleicht hat mir auch geholfen, dass ich ziemlich schlimm Asthma hatte. Deshalb habe ich trotzdem Aufmerksamkeit bekommen. Meine Schwester hat das vielleicht falsch interpretiert.

[/quote]
Danke Donovan- lieb von Dir- Du hast ja recht, man sollte von dem positiven, was man mit viel Mühe schon erreicht hat leben,es gab auch schöne Augenblicke in meiner Jugend,komischerweise bleiben mehr die negativen hängen.Komplet abwesend waren meine Eltern sicher auch nicht, und sie haben es ja irgendwie auch gut gemeint, vieles ist ihnen garnicht bewußt wie es für mich rüber kam,deshalb verstehen sie auch nicht wie ich mich fühlte, sie wollen es auch garnicht verstehen,weil sie es nicht glauben wollen.Lieb haben sie mich sicher auch, sonst hätten sie ja nicht alles für mich gemacht,oder würden sie nicht heute noch immer soviel tun,wenn ich ihnen egal gewesen wäre auch wenn es zu viel in dieser Richtung war und sie mich anderweitig unterstützen hätten sollen,nehmlich in dem sie mir mehr zudrauten...



Ich habe vor 3 Tagen mit Medikamenten angefangen, ich hoffe, dass sie vielleicht dazu beitragen, dass ich nicht so schnell in die Löcher trete. Vielleicht verpassen sie mir Schlittschuhe?  :breitgrinse1:


Das wünsche ich Dir auch :ja:

@ gutefrage
Tiere waren für mich als Kind auch wichtig , das kann ich gut nachvollziehen,wir hatten zwar blos einen Hund ,der falsch erzogen wurde,und dem es oft besser ging als mir, weil er mehr liebe bekam oder meine Eltern es zuliesen das er mich biß wenn sie mit mir schimpften,aber  er war ein guter Zuhörer und er war auch da wenn ich mich einsan fühlte, und ich fühlte mich verstanden und hab ihn auch geliebt. Ich glaub Tiere sind für viele ADSler ganz wichtig, weil sie sich oft nicht verstanden fühlen,und einfach nur einen Zuhörer brauchen .
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Re: Wie habt ihr euer AD(H)S in eurer Jugendzeit erlebt?

Beitrag von Hexe76 » 24. Februar 2011 14:06

[quote=&quot;Diamon&quot;]
Ich glaub Tiere sind für viele ADSler ganz wichtig, weil sie sich oft nicht verstanden fühlen,und einfach nur einen Zuhörer brauchen .
[/quote]
Stimmt, das hab ich mir hier auch grad rausgezogen aus den Beiträgen.
Meine Katze hat mich damals getröstet, wenn ich weinend im Bett lag - nicht meine Mutter.
Die Hunde meiner Nachbarin waren mir wichtig. Die haben sich einfach nur gefreut, wenn ich zu ihnen gegangen bin und haben mich begleitet, wenn ich draußen war. Der eine hat den Bewacherposten übernommen (saß immer hinter mir, leicht erhöht, dass er alles im Blick hatte, wenn wir Pause gemacht haben) und die andre war fürs kuscheln und zuhören zuständig  :wu:
Die haben nie mit mir geschimpft oder mich ignoriert.
Ich konnte mir sicher sein, dass alles echt ist, was sie mir geben. Den Tieren hab ich vertraut.
Den Menschen nicht.
:hexe76:
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