Militärdienst und ADS

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saadina
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Militärdienst und ADS

Beitrag von saadina » 25. Februar 2009 13:29

Hallo!! :jodel:

von mir ausgehen:d kann ich sagen,
dass ich
niemals in der lage gewesen wäre, militärdienst  :wickie: :kampf: :zange: :jogg: :bombe: :tenniskloppe:
zu bewältigen...
:vier: :auu:

als weiblich konstruiertes wesen hatte ich den luxus mich dem nicht stellen zu müssen...

aber wie is/war das für euch ADS männer?

ich wäre viel zu oft hypo gewesen, :krank: :fest:
und mein koordinierunsgfähigkeit und schusssicherheit  :holzhack:

 lässt auch zu wünschen übrig...

ausserdem hätte ich starke probleme gehabt.
mich :kloppe:
einer
heeresleitung

:schock: oder überhaupt jemand  zu unterwerfen...

wie sind generell die erfahrung von ADS´lern mit Militärdienst ..
wird man eventuell sogar  hopefully
ausgemustert!!!
??? :top:
Zuletzt geändert von saadina am 25. Februar 2009 13:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Jan-van-Dark
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von Jan-van-Dark » 25. Februar 2009 14:39

Kurzgeschichte:

- Nach der Lehre selbstständig, Ersatzdienst (Malteser, alle 2 Wochen ein Abend)
- Das irgendwann schleifen lassen (war mir zu "Ökemöke")
- Laden pleite
- Dann Schreiben erhalten: "Ab zum Bund, Ersatzdienst nicht erfüllt!"
- Ich zum Bund
- Mich mit den Ausbildern angelegt (die waren teils erst 20, ich aber schon 26)
- "Befehl: Mittagsschlaf!" Ich: "Bin aber nicht müde!"
- Gruppenführer war ein "Übersoldat, alle motzten, ich bin zum Kasernenchef und machte den Mund auf
- Natürlich sagten dann alle Kameraden: "Wir? Wir haben nie was gesagt, alles super hier!"
- Mir irgendwann zu doof, 3 Tage nicht geschlafen, 5 Kannen Kaffee, ab zum Nervenarzt.
- Attest: "Hochgradig gefährdet, innerer Aggression auf Ausbilder
- Folgen: Kein Gewehr mehr reinigen, kein Messer mehr tragen, Essbesteck abgeben
- 3 Tage später (nach 4 Monaten Bund): "Und Tschüss!"

So war das beim Bund ;)
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von boralmar » 25. Februar 2009 15:01

mich hat man bereits bei der rekrutierung als militär- und zivilschutzuntauglich erklärt. man sagte mir, dass auch das militär vor gewissen personen geschützt werden muss - also vor mir  :icon_mrgreen:

wär für mich sowieso nie in frage gekommen. wenn man nicht will, geht man auch nicht - da gibts zumindest heutzutage mehr als genug möglichkeiten, dem zu entgehen.
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von in-stinkt » 25. Februar 2009 15:27

hab mir einen gekifft und gut war =D

aber ein kollege von mir macht momentan ausbildung zum.. dingz soldaten. er hat irgendwie gelernt sich zu zügeln.. ist alles möglich, keine frage
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saadina
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von saadina » 25. Februar 2009 15:39

danke schon mal!!

nun alles ist nicht möglich :breitgrinse1:
und auch nicht gewollt...
die frage ist, was mit verschieden formen des ADS möglich wäre..

meine these an anderer stelle war, dass eine welt mit lauter ADS´lern eine wäre die
unfähig wäre sich derartig zu militarisieren und
hochkomplexe organisation, ob zum töten oder zur umweltzerstörung
hinzukriegen...
link:
Zuletzt geändert von saadina am 25. Februar 2009 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von Jan-van-Dark » 25. Februar 2009 17:01

Eine Welt nur aus ADHSlern wäre innerhalb kürzester Zeit keine Welt mehr. Oder wie Einstein schon sagte:

"Ich habe zwar keine Ahnung, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg geführt werden wird - aber ich weiß, womit der vierte: Mit Pfeil und Bogen!"
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von Strup » 25. Februar 2009 18:18

Ohjeh, so ein Schaden!

ADS und Militärdienst oder sonst ein Dienst (Feuerwehr zB) schliessen sich doch nicht einfach aus.
Ob und wie es funktioniert, ist individuell unterschiedlich und hängt zum Beispiel davon ab, mit welchen Leuten man zusammen trifft und in welcher Funktion man eingesetzt wird.

Das sind nun doch höchst destruktive Beiträge, wenn hier das völlig unrealistische Clichee wiedergekaut wird, das Militär sei einzig «tötenmachenlernen» und «umweltzerstörenmachen», deswegen also sinnlos und schädlich, weshalb es doch gerechtfertigt sei, möglichst mit allen Tricks dafür zu sorgen, dass man keinen Beitrag leisten muss.

Mit diesem egoistischen Ansatz drücken sich gewisse Leute davon, überhaupt irgendwo in dieser Gesellschaft eine Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten. Man kifft eins, und schon ist man disqualifiziert und befreit. Das gilt leider bei manchen Leuten nicht nur für Militärdienst, Zivilschutz sondern auch für alle andern Möglichkeiten, in der Gemeinschaft etwas zu leisten. 

Sowas ist hier im Forum ein extrem schlechter Ansatz der nicht wirklich dazu beiträgt, diese Sache ernsthaft zu diskutieren. Damit werden die ADSler in der Gesellschaft als Drückeberger und Querulanten abgestempelt.

Ich habe ADSler erlebt, die in einem solchen autoritär geführten System ihren Platz eingenommen haben und einen wertvollen Beitrag leisten konnten. Die Vorgesetzten haben es verstanden, ihre Stärken zu nutzen, ihre speziellen Fähigkeiten zu fördern und die Schwächen abzudecken. Auch das ist eine Herausforderung an das System: Leute, die schwieriger sind als andere zu integrieren. Dort wo das gelingt, ist es nicht zum Nachteil der Gemeinschaft.

Macht es dem System nicht zu einfach. Für die Militärköpfe wird alles einfacher, wenn es ihnen möglich ist, alle Problemvögel und Querdenker schon bei der Musterung zu entsorgen.

Strup!
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von Jan-van-Dark » 25. Februar 2009 18:24

In meinem Fall war es nie meine Absicht und Überzeugung, fürs Vaterland im Tarnfleck durch die Gegend zu rennen und so zu tun als würde ich das gerne machen. Bei mir war der Dienst nur die Konsequenz meiner damaligen "Dameligkeit" - was aber nicht automatisch bedeutet, dass ich dann an der Alternative automatisch Spaß gehabt hätte. Für mich war der Verein damals nach den ersten Tagen einfach nur lachhaft, ADHS hin oder her. Mal abgesehen davon war ich auch noch in der Kaserne, die noch heute in den Medien ist aufgrund der manchen vielleicht bekannten Vorgänge in Sachen "Geiselnahme nachspielen". War aber lange nach meiner Zeit - bestätigte allerdings mein Bild über den eingezäunten Abenteuerspielplatz.
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von saadina » 25. Februar 2009 18:34

nein Strup!!!

:4: :spi: :horsie:
es ist gut,
dasss die  querköpfe es denen im im militär nicht zu leicht machen,

sondern draussen bleiben

überleben diese dann möglicherweise ohne so grossen schaden zu nehmen.
wie der  den ihnen das im militär antun würde... :aufsmaul_2:

ich finde deinen beitrag höchst diskriminierend,
denn diejenigen
menschen,
die keinen militärdienst leisten wollen
als egoistisch zu bezeichnen,  :wickie:

das ist kriminalisierend...

diese menschen, die
nicht tötenlernen und andere länder besatzen lernen wollen, und

:spi:  die sich gegen die teilnahme am  militär als ordnenden  und herrsachftsstabilisierender macht,
eintreten,
die  nennt man pazifistisch!
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von Strup » 25. Februar 2009 20:44

Zu wenig ausführlich gewesen bin:

Bitte mich nicht falsch verstehen!

Ich diskriminiere nicht einfach all "diejenigen Leute, die keinen Militärdienst leisten wollen" als Drückeberger. Ich achte alle, die dies aus Gewissensgründen tun und einen harten Weg auf sich nehmen, den Beweis anzutreten, dass sie es nicht einfach aus Egoismus tun.

Ich finde es ausserordentlich lobenswert und gut für den Frieden auf dieser Erde, wenn möglichst viele (mein Wunschtraum: alle!) Menschen so denken wie du und sich weigern, in einem "Verein" mitzumachen, der mit bewaffneter (oder wirtschaftlicher) Gewalt in andere Länder einfällt, dort Menschen tötet, Sachen kaputt macht und raubt.
Ich finde, es würde uns viele Probleme auf dieser Welt lösen, wenn alle Menschen so denken wie du und sich weigern auf andere Menschen zu schiessen, andere Menschen zu quälen oder ihnen sonstwie Gewalt anzutun.

Ich hoffe, ich bin wach genug zu sehen, wenn es nötig ist aufzustehen und den Dienst in einer solchen Macht zu verweigern. Ich hoffe ich bin stark genug, das zu tun, auch wenn es schmerzhaft wird und mich viel kostet.

Das Problem auf dieser Welt: Die Starken (fairerweise muss man sagen: manche Starke) nutzen es aus, dass andere sich nicht wehren können, oder glauben, es sei besser, sich nicht zu wehren.

Es ist doch nur ein Teil der Wahrheit (also falsch), wenn man so argumentiert, als könne jede Armee mit der Deutschen Wehrmacht gleichgesetzt und jeder egoistische Drückeberger mit dem Ehrentitel "Pazifist" ausgezeichnet werden.

Es gibt Armeen, Organisationen, Militärpersonen, die sich dadurch ausgezeichnet haben, dass sie sich den imperialistischen, nationalistischen Mordsmaschinerien entgegengestellt haben. Irgend jemand muss das tun, sonst siegt das Böse.

Auf der anderen Seite trifft diejenigen Schuld, die in der Zwischenkriegszeit die Bedrohung verharmlost haben und mit dem, was sie für Pazifismus gehalten haben, die Abwehrkraft der friedfertigen Völker schwächten, so dass sie ausserstande waren, das Übel zu bekämpfen, so lange es noch nicht übermächtig war.

Es gibt auf dieser Welt Leute, die davon profitieren, dass das Schlechte so mächtig wird, dass es Krieg braucht um es niederzuringen. Es sieht nun wirklich so aus, als würde es diesen Kräften immer wieder gelingen, den Pazifismus für ihre Zwecke einzuspannen.

Tschuldigung, wenn meine Doziererei als diskriminerend daherkommt.

Ist nur ein spontaner Eintrag in ein Forum und kein Aufsatz.

S.
thomasnorman
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von thomasnorman » 25. Februar 2009 21:50

Finde, die Diskussion entfernt sich ein wenig von der Ursprungsfrage. Hier geht es nicht um das allgemeine Für und Wider von Armeen, sondern nur um die Frage, wie man als ADS' ler beim Bund klarkommt. Ich hatte in der Schule und später beim Studium Riesenprobleme mit meinem ADS. Beim Bund dagegen  hat alles prima geklappt. Bin da - auch wenn die Pazifisten in diesem Forum mich jetzt für einen Blödmann halten - super zurecht gekommen. Hab mich sauwohl gefühlt und bin als Leutnant entlassen worden. (Bei späteren Wehrübungen bis zum Hauptmann befördert worden). Ich glaube, dass die sehr klaren Strukturen, die nunmal beim Militär herrschen, für viele ADS'ler ein ideales Lebensumfeld darstellen.
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von anna222 » 25. Februar 2009 22:30

Das Denken überlassen sie bitte ihrem kampferprobten kriegversierten General, der moralisch so abgestumpft ist, daß Diskutieren mit Liegestütze bestraft wird. Oh, nein.. Ich war provokativ und mache die Liegestütze,gg**
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von wulihubi » 25. Februar 2009 22:58

Militär?

Niemals!

Keinen einzigen Tag käme das in Frage.  :108:
Und Wehrersatz schon garnicht...:  :aufsmaul_2:
Zuletzt geändert von wulihubi am 25. Februar 2009 23:12, insgesamt 1-mal geändert.
polarlicht
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von polarlicht » 26. Februar 2009 00:03

[quote="Strup"]
Ich achte alle, die dies aus Gewissensgründen tun und einen harten Weg auf sich nehmen, den Beweis anzutreten, dass sie es nicht einfach aus Egoismus tun.[/quote]

Replik: Trotzdem komme ich jetzt im Umkehrschluss nicht auf den Gedanken deshalb Wehrdienstler und Soldaten als gewissenhafte Altruisten zu verdächtigen. Und selbst mancher Offizier hate daran Zweifel.

Ich habe Zivildienst geleistet. Aber neben den ethischen Gründen hatte ich damals bestimmt auch Ängste davor, dass ich mich nicht entsprechend anpassen könnte. Es gab keinen unmotivierenderen Gedanken, als dass mir irgendein Einfaltspinsel sinnlose Befehle erteilt und ich deshalb Schwierigkeiten bekomme, weil ich sie nicht befolge. Und solche Gerüchte hörte ich damals oft.

Neidisch bin ich nur, wenn ich mal an so einem Wehrübungsplatz vorbeifahre, wo diese Abenteuerhindernisparkoure aufgebaut sind. Ich glaub das würde mir einen riesen Spaß machen (über Mauern klettern, Abseilen, etc...).

Auf die Frage bezogen: Ich kann mir gut vorstellen, dass von den strukturierten Tagesabläufen beim Militär schon Gegerationen von ADHSlern quasi verhaltenstherapeutisch profitiert haben.

LG
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von saadina » 26. Februar 2009 09:51

militär= kann art verhaltenstherapiesein , wegen geregeltem tages ablauf :icon_rolleyes::

mit oder ohne medis?

bei ADS oder ADHS????


sicherlich unterstützt der ,
bei mir aber kam immer wieder das ADS durch,

:breitgrinse1:

das bleibt nämlich da...

die transmitter unausgeglichenheit vershwand nicht durch geregelten tagesablauf...
ich hatte imer wieder sher geregelte tages abläufe

bis mich mein ads rauskatapultierte,

zb
wenn ich wöchige oder 2 wöchige seminare hatte oder versucht hatte,
weiterbildung über monate zu machen , mit sehr geregeltem tagesablauf...

ist das immer irgendwann  gekippt...
denn
da hatte ich dann immer wieder  hypo phasen, wegen der ich dann öfters vom lehrer, der guppe
angemacht wurde....

oder wurde wegen der überforderung krank...


und ich stelle mir militär ohne medis noch viel härter vor.... :ups: :kampf:
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von Jan-van-Dark » 26. Februar 2009 12:15

Nehmt doch mal die andere Seiten:

Welche Folgen kann ADHS für die Bundeswehr haben? Wenn es irgendwann in der Grundausbildung heißt: "Ab an die Waffen". Und dann liegt da ein ADHSLer mit dem Gewehr im Anschlag bei Schießübungen und wird von irgendeinem Ausbilder ständig gegängelt, provoziert... ich habe es erlebt was passiert, wenn dann ein Kamerad aufsteht mit geladenem und entsichertem Gewehr (nicht mit der Absicht zu schießen) weil er sich mit dem Ausbilder anlegen wollte... RUCK ZUCK gibts `ne Ohrschelle, das Gewehr wird sofort festgehalten und dann entzogen... DAS wäre dann vielleicht die andere Seite...
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von Strup » 26. Februar 2009 13:02

Ist sehr berechtigt, dieser Einwand!

Es ist eine solche Situation nicht nur für ADSler problematisch! Auch andere Kandidaten können flippen, wenn sie in Bedrängnis geraten und falsch reagieren. Das zeigt sich zum Beispiel bei Konsumenten gewisser Drogen. Es ist wichtig, dass solche Situationen provoziert werden um zu prüfen wie man reagiert.

Dagegen habe ich aber bei zwei verschiedenen ADHSlern erlebt, dass sie in einer überraschend kritischen Situation sehr schnell, sehr richtig gehandelt haben, trotz Stress. Sie haben die Situation instinktiv richtig erkannt, die Gefahr vorausgesehen, als die anderen noch an ganz anderes dachten und rumblödelten.
Es ist denkbar, dass diese Art von Wahrnehmung und instinktiv richtigem Handeln speziell mit dieser "Behinderung" zusammenhängt. So wie wenn tief in einem drin noch ein uralter Instinkt gespeichert ist, der unseren Urahnen einst geholfen hat im täglichen Überlebenskampf. 

Nicht jeder Job im Dienst ist mit Waffeneinsatz verbunden. Entscheidend ist, in welcher Funktion jemand eingesetzt wird. Gut geprüft werden muss jede Person, wenn es darum geht, sie an der Waffe auszubilden; was ja auch bedeutet das man ihr eine Waffe anvertraut.

S.
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von Falschparker » 26. Februar 2009 13:55

Ich habe, ohne von meinem ADHS zu wissen, Zivildienst in einem Pflegeheim gemacht und möchte diese wichtige Erfahrung nicht missen. Klar bin ich dort- wie in späteren Stellen auch- über meine Vergesslichkeit und Unkonzentriertheit gestolpert.

Wer heute ADHS hat, das weiß und auch mit Stimulanzien behandelt wird, hat gute Chancen, ausgemustert zu werden. Dumm für die, die eigentlich gerne möchten.  :icon_rolleyes:

Na ja, es gibt ja noch die Möglichkeit, ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr zu machen. Ich kann jedem empfehlen, zwischen Schule und Studium oder Ausbildung einen dieser Dienste zu machen.
<><
boralmar
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von boralmar » 26. Februar 2009 15:42

bin zwar kein pazifist, aber ich würde nie eine waffe tragen, umgang damit üben oder gar zuhause aufbewahren.

ausschlaggebend war bei mir schlichtweg, dass ich es als unerträglich empfinde, pausenlos unter leuten zu sein.
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Jan-van-Dark
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Re: Militärdienst und ADS

Beitrag von Jan-van-Dark » 26. Februar 2009 16:18

[quote=&quot;boralmar&quot;]
bin zwar kein pazifist, aber ich würde nie eine waffe tragen, umgang damit üben oder gar zuhause aufbewahren.

ausschlaggebend war bei mir schlichtweg, dass ich es als unerträglich empfinde, pausenlos unter leuten zu sein.
[/quote]

Kenn ich... und dummer Weise hat sich bei mir jedes nur erdenkliche Klischee vom Bund und Grundwehrdienst bestätigt: Ständig sich am Knödel kratzende Kameraden, pfurzende Hintern im Bett über Dir, Schnaps in den Stiefeln versteckt, die Pinups oder die Freundin nackt auf dem Foto im Spind, Schwulenwitze nonstop.. das da das berühmte Kekswi**sen ausbliebt, war fast schon ein Wunder...
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