innerlich Kind geblieben?

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RisuFighter
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von RisuFighter » 5. November 2014 14:17

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Jupp  :icon_mrgreen: Aber einer der Gründe, warum ich das mache ist, um mich selbst strukturieren zu lernen. Weg vom gewohnten Umfeld, weg vom deprimierenden zu Hause, um mich selbst besser kennen zu lernen. Aber meine Wäsche, die ich schon seit ner Woche in die Waschmaschiene stecken wollte, wartet immer noch auf mich... Mein Japanisch macht kaum Fortschritte... und oben drauf melden sich gefühlte tausend Freunde und Familienmitglieder, die etwas von mir hören wollen, wobei ich doch kaum Fortschritte hier mache... einen Job habe ich immer noch nicht :(

Eine richtige Diagnose habe ich nicht, ich habe mich nur "selbst-diagnostiziert". Heißt, dass ich selbst der Ansicht bin, dass ich AD(H)S habe. Aber leider kann ich das hier in Japan schlecht bestätigen lassen. In Deutschland ging ich zur Therapie wegen "Depressionen", aber diese Diagnose hat sich nie 100%ig richtig angefühlt. ADS tut es nun...
Meine Ärztin anrufen lassen wäre bestimmt eine gute Idee. Ich könnte meine Mutter fragen, ob sie das für mich macht. Hier habe ich keine wirkliche Möglichkeit für günstige Auslandsgespräche
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Scully83
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von Scully83 » 6. November 2014 10:57

Ach, das kenne ich auch. Bin vor 2-3 Jahren mal bei einer Psychologin gewesen, die hat alles, was ich ihr erzählt habe, falsch ausgelegt. Unter anderem hätte ich ja ein "schwerwiegendes Problem" weil ich keine laute Musik mag (oder generell keine "aufgezwungene Musik"), meine Stimmungsschwankungen wären ihrer Meinung nach Taktik, um meinen Freund zu testen, ob er mich denn auch liebt, wenn ich so scheiße zu ihm bin..  :108: Heute weiß ich, dass bestimmt 50% an meiner Schilddrüsenerkrankung lagen. Ok, vielleicht bin ich nen Teil auch wirklich "unnormal" aber den Verdacht AD(H)S hat mir gegenüber ja schon VOR dem Psychologen-Besuch jemand geäußert, nur bin ich dem nicht nachgegangen.
Seitdem ich mich aber damit beschäftige, passt einfach soooo viel zusammen - auch wenn ich an meine Kindheit denke, wie "anders" ich mich schon immer gefühlt habe und was ich so unlogisches (auch für ein Kind) gemacht habe... Naja, abwarten und Tee trinken  :breitgrinse1: Wenn es wirklich ADS oder ADHS ist, dann freue ich mich auf die Diagnose  :top: Wenn nicht...muss ich halt gucken.

Naja, so lange du dort auch ohne Job überleben kannst, geht es ja  :zwink:
In deinem Alter hab ich auch alle gewohnten Strukturen hinter mir gelassen. War zwar gut...aber meine ADHS-Symptome wurden da erstmal zu Problemen (natürlich ahne ich erst jetzt, dass es daran lag).

Vielleicht magst du ja mal im Haushaltsantriebsfred http://www.adhs-anderswelt.de/http://lo ... ic.php?t=9 deinen Wäscheberg und deine Jobsuche posten, das spornt ein bisschen an und Lob von den Leidensgenossen gibts auch  :peace:
Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
RisuFighter
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von RisuFighter » 8. November 2014 12:52

Vielen Dank für den Link!!  :icon_mrgreen: Da ich hier neu bin, habe ich große Schwierigkeiten, hier einen Überblick zu haben^^ Meine Wäsche habe ich jedoch gestern sogar gewaschen! Bin voll stolz drauf  :froi1:

Oh Mann, echt scheiße was dir bei der Therapeutin widerfahren ist :/ Ich selbst war aber der Überzeugung, dass ich "nur" Depressionen habe. Zumindest habe ich das gesagt, damit ich endlich zu einer Therapeutin kommen konnte. Da ich (bevor ich ADS kannte) NIE auf den Punkt bringen konnte, was genau mit mir nicht stimmt. Um endlich Hilfe zu bekommen, habe ich einfach meiner Hausärztin überzeugend gesagt, dass ich sicher bin, dass ich unter Depressionen leide. Und während der Therapie kam sie leider nie mit anderen Vorschlägen an. Nun weiß ich es besser, aber leider etwas spät... Ich werde meiner Mutter heute eine E-Mail schreiben, in der ich sie bitte, meine Ärztin anzurufen :)

Das Problem ist, dass ich hier schon einen Job brauche... Ich habe zwar sehr viel Geld an die Seite gelegt, dass ich durch Erbschaften und Geldgeschenke meiner Familie bekommen habe. Aber obwohl ich ziemlich faul bin, will ich keinesfalls ein Schnorrer werden  :nene: Ich bin extra hier hergekommen, um erste Joberfahrungen zu sammeln, aber... ich habe Angst. Ich meine das ist ja ziemlich verständlich, da ich auf einem komplett anderen Kontinent bin und mein Japanisch sehr lückenhaft ist (da ich mich meistens einfach nich zum lernen aufraffen kann, obwohl ich Japan und dessen Sprache soooo sehr liebe :'( ). Aber generell habe ich Angst, zu versagen, abgelehnt zu werden, einen Job zu haben, den ich hasse... Ich verfluche ADS sehr dafür, dass es mich immer weiter vor meinen Ängsten wegrennen lässt, anstatt mich ihnen zu stellen. Aber nein, je mehr ich mich selbst versuche zu zwingen, desto mehr versinke ich in oberflächlichen Zeitvertreib. Ein Teufelskreis...
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