innerlich Kind geblieben?

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PrinzessinLillifee
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innerlich Kind geblieben?

Beitrag von PrinzessinLillifee » 28. März 2007 22:20

Hallo Ihr Lieben,

- kennt Ihr das auch? Dieses Gefühl, innerlich Kind geblieben zu sein? Ein Kind inmitten unter lauter Erwachsenen? Zwar nicht immer, aber ab und an?

- Habt Ihr oft genauso große Freude an den Spielsachen Eurer Kids wie die Kinder selber?

- Juckt es Euch oft unsäglich in den Fingern, anderen einen Streich spielen zu dürfen? Müßt Ihr das manchmal einfach tun? Nichts Bösartiges, aber ein klein wenig fies darf es doch schon sein.  :icon_twisted:

- Reitet Euch manchmal ein kleines Teufelchen?  :mon:

- und wenn ihr dann Eurer lieben Familie einen Streich gespielt habt, lugt Ihr dann um die nächste Ecke und platzt fast vor Lachen, wenn Ihr seht, wie die liebe Family dann aufeinander losgeht, einer auf den Anderen, weil man sich gegenseitig bezichtet, den Unfug gemacht zu haben? Und je mehr sich die Anderen streiten, umso lauter könntet Ihr lachen?

- mögt Ihr manchmal etwas völlig Unerwartetes tun, um damit den partner zum Lachen zu bringen?    :narr:

Wie ist das bei Euch?

Lillifee            :hurra:
maerenthaler
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von maerenthaler » 29. März 2007 06:47

Hallo Lillifee,

ja, früher, als ich noch jung und hübsch war,
da habe ich mich auf diese Weise auf's köstlichste amüsiert und ausgelebt.

Aber mit jedem Tag, den ich älter wurde, hatten meine Mitmenschen weniger Verständniss dafür.
Oder vielleicht war's auch nur weniger den Willen oder weniger die Fähigkeit,
das zu verstehen zu wollen und zu können.

Jedenfalls gab's "Befremdung" oder gar Anfeindungen,
und irgendwann ging mir die Kraft aus.
Und mit der mangelnden Kraft auch die Lust.

Heute fühle ich mich oft genug mehr Kind als Erwachsener (bin 53),
und weil ich's nicht auslebe, zerreißt's mich hin und wieder.

Dann spiele ich für mich allein,
leide dann anschließend wieder unter mangelndem Zeitmanagment,
und wenn ich gerade eine "Kraftphase" habe,
dann ist mir das scheißegal,
und dann bin ich sogar kurzzeitig glücklich.

Auf der Arbeit allerdings habe ich einen Kollegen, ich vermute, er hat auch Ads,
mit dem kann ich jeden Scheiß machen und wir lachen uns tot.
(Manchmal sind wir dann auf dem Stand eines 5-jährigen, aber es macht tierischen Spaß)
Leider passiert das Situations-bedingt viel zu selten.

LG Christian
bellaria

Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von bellaria » 29. März 2007 12:55

Ich fühl mich als Kind in Situationen, wo das weder charmant noch spaßig, sondern einfach nur kontraproduktiv ist: Früher an der Uni und heute in wichtigen Meetings hab ich immer wieder mal das Gefühl, nur ein hochstapelndes Kind unter lauter Erwachsenen zu sein.

Ich bin jahrelang durch die Uni mit dem Gefühl gelaufen, irgendeiner dieser furchteinflößend wichtig und kompetent aussehenden Menschen wird mich gleich ansprechen und fragen, ob er mir den Ausgang zeigen soll, da ich mich ja nur verlaufen haben kann in diesen heiligen Hallen der erwachsenen Wissenschaft ... Obwohl die alle genauso alt waren wie ich!

Diese Woche hatte ich ein ähnliches Erlebnis in einer Agentur mit zwei männlichen Schnöseln, die beide jünger sind als ich und "Szene-Auskenner" gespielt haben. Ich saß daneben wie eine 3-jährige und wollte nichts als nach Hause (zu meiner Mama - also zu meinem Schatz). Dies untergräbt mein Selbstbewusstsein und meine Verhandlungskompetenz und ich könnte gerne drauf verzichten!!!

Andererseits war ich als Kind oft sehr ernsthaft und altklug und mir meine Mitschülerinnen viel zu kindisch und albern und doof. Ich fühl mich also nicht generell kindischer als andere, sondern generell ANDERS als andere und meistens fehl am Platz.
h.matata
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von h.matata » 29. März 2007 16:51

was spricht dagegen das man sich als erwachsener nicht auchmal "kindisch" benehmen darf? :fr:
warum darf man als erwachsener nicht auch mal kleine streiche machen?ist das nur am 1.4 erlaubt?...den wir ja bald haben.. :icon_mrgreen:

ich liieeeeebe kleine scherze und neckereien,ich mag lego sehr gern,ich plantsche und tobe gern beim schwimmen,mache mit meinen kids im sommer wasserschlachten etc.

kennt ihr das nicht das kinder zu weihnachten oder geburtstag eisenbahnen oder carrera (schleichwerbung..+g*) bekommen...und wer spielt am ende damit?...PAPA!!! :00000285:

ich finde jeder mensch sollte sich ein stück "kind " bewahren.

übrigends wenn meine kinder mit ihrem opa karten spielen frag ich mich manchmal ernsthaft wer das größte kind am tisch ist...
Eine lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die wahrheit die Schuhe anzieht! (M.Twain)
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PrinzessinLillifee
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von PrinzessinLillifee » 29. März 2007 21:38

Hallo,

h.Matata, Du hast ja so recht. Ich könnte Dich  :knuddel:

Ist übrigens auch bei uns genauso: Der Opa ist das größte Kind von allen.  :old:  :dance:
Meine Schwiegermutter sagte früher schon immer: Willi (ihr Mann) wird nie erwachsen. Da regte sich mein Mann immer auf, daß sein Vater so kindisch ist. Das war auch der Erste, bei dem das ADS absolut auffallend war; auf mich selbst bin ich erst vor ca. fünf Monaten gekommen. Aber mein Schwiegervater und mein Sohn: Die beiden sind vom Charakter her wie Zwillinge.
Das mußt Du Dir so vorstellen: Schicke meinen Schwiegervater in eine Gruppe friedlich und ruhig spielender Kinder, und es dauert keine fünf Minuten, und die ganze Gruppe dort geht über Tische und Bänke und unser alter Herr zeigt ihnen, wie sie die anderen Erwachsenen am besten ärgern können.  :zunge:
Das wird selbst mir oft zuviel, obwohl ich wirklich humorig bin  :grii:

Bis denne

Lillifee
Emmy 6

Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von Emmy 6 » 29. März 2007 21:59

Als ich mich hier vorstellte, tat ich das mit den Worte: "ich bin..noch sehr Kind"

Und so soll es auch bleiben!

Nur, wenn ich in den Spiegel schaue, erschreck ich manchmal, aber in meinem Herzen sieht es ganz anders aus. :horsie:

Die menschen, die sich ihre Kindheit bewahrt haben, sind mir die liebsten, gleich hinter den kindern natürlich...

Meinen Traum kann ich ja als Erzieherin voll ausleben!!

" Kinder sollten mehr spielen,
als viele Kinder es heutzutage tun.
Denn wenn man genügend spielt,
solange man klein ist, dann trägt
man Schätze mit sich herum,
aus denen man später sein ganzes
Leben lang schöpfen kannn.
Dann weiß man, was es heißt,
in sich eine warme , geheime Welt
zu haben, die einem kraft gibt,
wenn das Leben schwer wird.
Was auch geschieht, was man
auch erlebt, man hat diese Welt
in seinem Inneren, an die man
sich halten kann"

Astrid Lindgren



Emmy \:D/
maerenthaler
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von maerenthaler » 29. März 2007 22:28

Hallo Emmy,

ich lese Deinen Beitrag,

und höre im Kopf meine Mutter sagen:

"Du hast Dein Spielzeug schneller kaputt gemacht, als daß Du hättest anfangen können, damit zu spielen."

Es ist zwar schon lange her, daß sie mir das sagte,
aber ich war schon erwachsen.

Jetzt, hier und heute wird mir klar, welch perfekter Verdrängungskünstler ich bin.

Ich hab's, als sie es mir sagte, wohl gehört, sonst könnte ich mich ja nicht erinnern.

Aber ich hab's nicht mit mir in Verbindung gebracht, sonst hätte ich doch irgendwie darauf reagieren müssen.

Und heute lese ich Deinen Beitrag und es fällt mir wie Schuppen von den Augen:

Mir fehlt das Spielen, weil ich als Kind schon nicht gespielt habe (nicht spielen konnte?).

Wenn ich vorher nicht gewußt haben sollte, warum ich hier im Forum bin,
jetzt weiß ich's, und es hat was gebracht.

Danke, daß Du hier mitmachst.

LG Christian
Emmy 6

Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von Emmy 6 » 29. März 2007 22:51

Lieber Christian!

Es berührt mich sehr, das ein paar wenige Worte, so viel auslösen können.
Ich bin durch deine Zeilen sehr bewegt und weiß nun, das ich mich nicht dafür schämen muß, nein das ich froh sein kann , "kindisch" zu sein.

Viel zu oft, wurde dies kritisiert, zum Beispiel, als ich mit 13 oder 14 meinen Plüschesel an der Leine ausführte. Er viel doch bald auseinander und sollte doch noch mal die freie welt sehen. Man war das peinlich, als mich die klassenkameraden erwischten! Na und?

Spielen ist das einzig ware, um sich die reale Welt und die innere Welt zu erschließen.
Wer das als Lehrer, Erziehrer begriffen hat, dem sollte Bildung, egal wo leicht fallen!

Leider haben das bei uns noch die wenigsten kapiert...

Aber wie hättest du ,als Kind auch anders reagieren können?
Jeder ist einzigartig.
Aber die umwelt prägt auch.

Auch ich bin so froh, hier gelandet zu sein.

Was ich in einem Monat hier "aufgearbeitet" habe, hätte ich mir Anfang des jahres nie träumen lassen!

Hier habe ich wahre Freunde gefunden!
Danke Euch allen dafür!
Seid gedrückt!

Emmy
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Struwwel
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von Struwwel » 31. März 2007 09:34

auch ich kann mich nicht daran erinnern als kind viel gespielt zu haben

da ich in einem sehr strengen, strukturiertem  elternhaus aufgewachsen bin bedeutet Kind sein für mich:

etwas spontanes zu machen:

nicht auf die zeit achten
mich mit meinem mann in's auto setzen um einen ausflug zu machen
nicht nur die ernsthaftigkeit des lebens zu sehen
freude an einer blume am wegesrand zu haben
farben farben immer wiederr farben

dann kribbelt und krabbelt alles in meinem bauch

Übermütig sein zu können - ohne das jemand es auf die Goldwaage legt

meinem Mann die Zunge 'rausstecken'  :zunge:

Ihn wie ein kleines kind an die hand zunehmen, mit mir zu zerren um Ihm etwas 'schönes' zu zeigen und so die begeisterung eines kindes zu spüren.

'Unwichtiges' zu tun weil die welt so viele schöne kleinigkeiten bereithält.

wenn ich dann in den spiegel sehen würde, würden meine augen leuchten

:wusch:

weil ich mich dann glücklich fühle .. wie ein kleines kind

lg
struwwel
- Adieu, sagte der kleine Prinz
- Adieu, sagte der Fuchs
Hier ist mein Geheimnis; es ist ganz einfach:
Man sieht nur mit dem Herzen gut;
das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!
Madmartin
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von Madmartin » 1. April 2007 21:44

Logo,

so macht das Leben auch mehr Spass.
Manchmal muss der Affe im Menschen einfach mal richtig raus.

Deswegen liebe ich auch Karneval. Da kann man so richtig jek sein oder wie man das nennt. :icon_wink:
Besser hypoaktiv als gar nicht aktiv.
maerenthaler
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von maerenthaler » 1. April 2007 21:57

Nein,
[quote="Madmartin"]
Deswegen liebe ich auch Karneval. Da kann man so richtig jek sein oder wie man das nennt. :icon_wink:
[/quote]

Da halte ich mich lieber an BAP

Ich bin jeck et janze Johr, net för Kochen mach ich do met dabei,

abgesehen davon, daß mich Menschenmengen einfach abschrecken.

Zum Karneval fahre ich heim, mach' die Rolläden runter,
und tu so, als wenn niemand zu Haus wär.

LG
Christian
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Lysann
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von Lysann » 3. April 2007 18:52

Hallo,

das innere Kind ist für mich als Thema sehr wichtig. Bevor meine "Probleme" mit der Umwelt richtig zum tragen kamen, hab ich mich als Großes Kind unheimlich wohl gefühlt. Habe auch immer Sachen gemacht, die einem bei Kindern liebenswert und lustig erscheinen. Kleine Späße, andere geneckt und rumgehopst wie ein kleiner Floh und allen meine Meinung brühwarm um die Ohren gehauen. Fühlte mich unter Kindern richtig entspannt und "aufgehoben". Irgendwann war es dann so, das die anderen mich in meinem Kindsein erschüttert haben, die sie sich für mich geschämt haben. Sie wollten nie auffallen, alles war ihnen peinlich. Da fing ich an zu reflektieren, das ich doch irgendwie in den Kinderschuhen stecken geblieben bin. Aber irgendwie hab ich die kleine Mimi lieb und wenn sie sich mal wieder richtig raus traut, dann fühle ich mich für kurze Zeit entspannt.

Ich habe in meiner Kindheit sehr viel gespielt, würde diese Spiele auch heute noch alle sehr gern spielen. Kennt ihr Himmel und Hölle. Oder Gummi Hopse. Mit Pfennigen gegen eine Wand schmeißen, wer am nächsten an der Wand ist, der hat gewonnen. Ich hab gerade so ein Leuchten in den Augen und könnte fast eine Träne drücken, wenn ich an diese Zeit denke. Manchmal hab ich diese verkniffenen Erwachsenen mit ihrer faschen Moral und ihren Anfeindungen so satt.

Laßt uns immer an diese Zeit zurückdenken, dann werden wir alles, was uns jetzt im Weg steht, meistern.


Übrigens ist auch der Papst ein kleiner Junge geblieben. Also sollte das Kind in uns immer wach und lebendig bleiben.


LG LYsann
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ThomasS31
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von ThomasS31 » 22. April 2014 23:32

Hallo Lillifee,
ja das kenne ich, aber solche spässe neckereien oder anderen mache ich nur bei denen die mich sehr gut kennen z.b. bei meiner Familie,aber da muss ich auch aufpassen, dass es nicht zu sehr ausartet, denn wenn ich dem Lauf nicht einhalt Gebiete kann das sehr schnell Verletzend werden und meist Merke ich das erst hinterher.
Bei anderen Menschen mache ixh das nicht und verschließe mich Total denn es kann dir ja auch.zum negativen Ausgelegt werden.Dafür dass ich aber nicht so gut mit Menschen auskomme ist es umso besser mit meinen Tieren.
Meine letzte Freundin wollte das ixh mein Kind ablege,aber was bleibt denn dann noch?....ein verbitterter Mensch.Ixh muss einen Mittelpunkt finden....das schlimme ist,dass ich daran nicht immer Denke.....nun ja wird schon irgendwie...
Esprit ist mehr als nur ein Deodorant....
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von RisuFighter » 5. November 2014 12:31

Ich bin (fast) genauso!!!!  :icon_mrgreen: :icon_mrgreen: :icon_mrgreen: :icon_mrgreen: :D Ich gehe zwar weniger in die Streich-Richtung, da ich dafür zu viel Mitleid hab^^, aber ich bin seeehr verspielt!  :icon_mrgreen: Ich könnte für Videospiele sterben, und ich liebe generell alles, was aufregend ist. Sex, Alkohol, Videospiele und gutes Essen - genau das geht momentan in meinem Leben hier in Japan vor!! :D Ich genieße es hier, aber gleichzeitig fühlt es sich so sehr leer an, da ich in anderen wichtigen Bereichen nicht weiterkomme... Ich achte darauf, dass ich nur gelegentlich Alkohol trinke, da ich keinesfalls Substanzabhängig sein möchte. Aber mein Leben ist nie ausgeglichen und wird es wahrscheinlich nie werden...
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Scully83
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von Scully83 » 5. November 2014 13:14

Hi, der Thread ist zwar uralt, aber euren beiden Antworten immerhin  ganz frisch  :breitgrinse1:

Bei mir ist es auch so. Ich bin innerlich so sehr Kind, dass ich manchmal vergesse, wie alt ich bin...mir wurde (von meinen Eltern) schon oft gesagt, ich sei nicht "meines Alters entsprechend" und mein Freund meint auch "du bist manchmal wie ein kleines Kind". Oft denke ich auch "ich möchte am Liebsten das und das werden..." Öhm, ja klar. Erstens bin ich schon "was" geworden -also Berufsausbildung gemacht - und mit 30 hat man da nicht mehr so die Möglichkeiten, was neues anzufangen. Erst seit ein paar Monaten ist mir das eigentlich erst bewusst geworden (seit ich mich mit AD(H)S beschäftige) dass da irgendwas bei mir nicht normal ist. Ich war oder bin trotz einiger negativer Erfahrungen immer ziemlich vetrauenseelig, ich gehe in Kaufhäusern am Liebsten in die Spielzeugabteilung, zu Sankt Martin bedaure ich jedes Jahr, dass ich nicht zumindest nen kleinen Neffen oder ne Nichte habe, mit der ich zum Umzug gehen könnte. Ich liebe es Spongebob zu schauen (meiner Meinung nach ist das eh nichts für Kinder), hätte gerne meine alten Barbie-Sachen wieder... Boah, wenn ich das hier aufschreibe, finde ich mich noch ne Spur unnormaler...
Ich kann zwar auch sehr gut "erwachsen" rüberkommen und eigentlich wünsche ich mir ein normales Erwachsenenleben...aber das Kind in mir ist immer da und eigentlich mag ich es auch. Ich kriege andauernd verrückte Ideen, denke mir Geschichten aus, fange an mit irgendwas rumzubasteln... Jemand sagte mal zu mir, ich wäre eine gute Kindergärtnerin geworden - allerdings glaube ich das nicht  :icon_mrgreen:
Manchmal habe ich auch Angst, wie ich auf andere Leute wirke...vielleicht irgendwie "zurückgeblieben". 
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von RisuFighter » 5. November 2014 13:36

Ich gucke bei Threads grundsätzlich nicht, wie alt sie sind, sondern antworte einfach xD
Mit meinen 19 Jahren kann ich noch etwas stärker kindisch handeln denke ich  :icon_mrgreen: besonders in Japan haha :3
Aber dass Menschen von einem denken könnten, man wäre "zurückgeblieben", kenne ich... Oft stört es mich aber genauso oft spiele ich auch damit rum!  :icon_mrgreen: Denn solche "Was zur Hölle"-Reaktionen können einfach nur traumhaft sein! xD Nicht unbedingt bei Fremden sondern eher in einem gewohnten Umfeld. Ich liebe es, Menschen, die ich mag, mit meiner Art zu verwirren. Auch wenn sie nur ein bisschen deswegen lache, lache ich dann deswegen umso mehr (:
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von Scully83 » 5. November 2014 13:57

Ich hab auch schon oft auf uralt Threads geantwortet weils grad passte und die Antwort so einfach kam...  :icon_mrgreen:

Naja, ok mit 19 ist das auch einfach auch noch "süß". Ich weiß, dass ich bis Mitte/Ende 20 gerade DAFÜR gemocht wurde  :zwink:
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von RisuFighter » 5. November 2014 14:05

Naja, "süß" vielleicht aber auch viel zu oft peinlich  :kk: Ich denke, dass viele in meinem Bekannten- und Freundeskreis mich auch gerade dafür mögen. Aber sie können selten hinter die Fassade sehen... Es ist oft ein Lächeln ohne wirkliche Bedeutung... Ich kenne Aufregung und Spaß, aber wirkliche Harmonie ist mir schon lange ein Fremdwort. Ich leide oft darunter, so unselbstständig und verpeilt zu sein. Einfach etwas mehr Struktur in meinem Leben würde mir so gut tun :(
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von Scully83 » 5. November 2014 14:09

Hm. Du machst Travel & Work in Japan? Da ist ja dann nicht viel mit Struktur ;)
In deinem Vorstellungsthread hast du ja geschrieben, dass du die Diagnose erst vor kurzem erhalten hast. Kannst du die Ärztin nicht anrufen (lassen) und sie so um die E-Mail-Adresse bitten?

Ich finds auch peinlich - aber nur weil die anderen es (wahrscheinlich) peinlich finden.
Unabhängig von den anderen mag ich mich total  :ja1:

Aber ich hab noch gar keine Diagnose...
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Re: innerlich Kind geblieben?

Beitrag von RisuFighter » 5. November 2014 14:17

Jupp  :icon_mrgreen: Aber einer der Gründe, warum ich das mache ist, um mich selbst strukturieren zu lernen. Weg vom gewohnten Umfeld, weg vom deprimierenden zu Hause, um mich selbst besser kennen zu lernen. Aber meine Wäsche, die ich schon seit ner Woche in die Waschmaschiene stecken wollte, wartet immer noch auf mich... Mein Japanisch macht kaum Fortschritte... und oben drauf melden sich gefühlte tausend Freunde und Familienmitglieder, die etwas von mir hören wollen, wobei ich doch kaum Fortschritte hier mache... einen Job habe ich immer noch nicht :(

Eine richtige Diagnose habe ich nicht, ich habe mich nur "selbst-diagnostiziert". Heißt, dass ich selbst der Ansicht bin, dass ich AD(H)S habe. Aber leider kann ich das hier in Japan schlecht bestätigen lassen. In Deutschland ging ich zur Therapie wegen "Depressionen", aber diese Diagnose hat sich nie 100%ig richtig angefühlt. ADS tut es nun...
Meine Ärztin anrufen lassen wäre bestimmt eine gute Idee. Ich könnte meine Mutter fragen, ob sie das für mich macht. Hier habe ich keine wirkliche Möglichkeit für günstige Auslandsgespräche
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