Ist ADHS heilbar?

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AlphaCentauri
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von AlphaCentauri » 11. August 2019 21:42

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Raupi hat geschrieben:
11. August 2019 18:09
Ich finde die gestellte Frage hier im Forum absolut on-topic, absolut sinnvoll und berechtigt und finde es demnach müßig, über die Motivation des Fragenden nachzudenken.

:anfeuern:
An alle Flacherdler:
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von ULBRE » 11. August 2019 21:53

AlphaCentauri hat geschrieben:
10. August 2019 21:56
aber dennoch: Um überflüssig zu sein, müsste etwas quasi flüssiger als Flüssigkeiten, sprich: Wasser sein können. ;)
Über-flüssiges verdampft dann einfach ;-)

Ich würde immer noch gerne diskutieren, was "Heilung" ist.
Es gibt zwei Definitionen:
- KOMPLETTE Beseitigung aller störenden Symptome durch eine temporär begrenzte Massnahme, wobei die Beseitigung ohne dauerhaftes weiteres zutun anhält = geheilt.
- Verbesserung der störenden Symptome durch temporär begrenzte Massnahme(n), wobei die Verbesserung ohne dauerhaftes weiteres zutun anhält = Heilungswirkung. Heilungsbeitrag ? Teilheilung ?

Ersteres (Komplette Heilung) ist bei AD(H)S kaum möglich.
Aber auch da möchte ich mal querulatorisieren: Was ist das, wenn AD(H)S nach der Adoleszenz verschwindet ?
Ist eine "Heilung" ohne zutun, also qua Zufall, keine Heilung ? Hm, ja man kann nichts aktiv machen. Nur Glück haben.

Zweiteres (Verbesserung) ist aber möglich. Andernfalls müsste man sagen, dass Psychotherapie / Neurofeedback / Achtsamkeitstraining ÜBERHAUPT keinen bleibenden Nutzen haben. Und diese Aussage hielte ich für falsch.

Der Unterschied ist mir deshalb so wichtig, weil bei vielen der Satz "Heilung ist nicht möglich" als apodiktische Verkürzung mitnehmen und dann ausser Medis zu schlucken gar nichts anderes versuchen. Und das wäre fatal...

Viele Grüße

UlBre
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch ?“ Albert Einstein
Ich hab einen eher wissensorientierten Schreibstil. Als eine Stimme im Chor find ich das ganz ok. Mehr soll das auch nicht sein.
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AlphaCentauri
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von AlphaCentauri » 12. August 2019 04:32

ULBRE hat geschrieben:
11. August 2019 21:53

Über-flüssiges verdampft dann einfach ;-)

(...)
Zweiteres (Verbesserung) ist aber möglich. Andernfalls müsste man sagen, dass Psychotherapie / Neurofeedback / Achtsamkeitstraining ÜBERHAUPT keinen bleibenden Nutzen haben. Und diese Aussage hielte ich für falsch.

Der Unterschied ist mir deshalb so wichtig, weil bei vielen der Satz "Heilung ist nicht möglich" als apodiktische Verkürzung mitnehmen und dann ausser Medis zu schlucken gar nichts anderes versuchen. Und das wäre fatal...

querulatorisieren: Lach mich schlapp, ich liebe solche Wortschöpfungen, als Konter quasi zu der ewigen RechtSschreibung, was eigentlich eine Diskriminierung zu Linkshändern verstanden werden könnte. :-P

Dass Wasser einfach nur dampft, dagegen erhebe ich allerdings einstimming (also mit (m)einer Stimme, Einspruch, junger Mann. Wenn Wasser verdampft, also in den gasförmingen Aggregatzustand übergeht (sieh ggf. auch Tripelpunkt), steigt es, bei bei entspechend hohen Temps durch konvektive Ströme schneller mit nach oben, kondensiert (in der Troposphäre) wieder zu Wasser und pladdet damm genau auf dein gerade blitzblank gewienertes Wägelchen. Kurz: Alles eine Frage der drei Zustände: fest(Eis), flüssig(Wasser), garförmig(Dampf), die stets da sind .... innerhalb der Erdatmosphäre. *kluscheiß! ("Berufskrankheit2, sorry. ;) )

Zum anderen Aspekt stimmte ich dir absolut zu. Gerade gestern habe ich mich seit längerem mit überraschend großer Lust der eher ungewohnten über sehr viele Stunden hinweg konstanten Stimmungsstabilität sowie unermüdlicher Lust und Beschäftigung mit alleilei Kleinteilen aus mehreren Jahrzehnten und anderen Diversitäten gewidmet, ... Reliquien im chaotisches Keller, die da halt im Laufe der Zeit so zusammenkommen. Könnte man dies oder das immerhin doch mal gebrauchen. Tatsächlich ist dies auch gerade gestern mal wieder prima umsetzte worden und war froh, diese alten Scharniere aufbewahrt zu haben, die nun eine prima neue Funktion habe.

Also nicht im Sinne von Messiekloaken unter sich bereits wölbenden Dachböden. Denn mein Lebensgefährte und ich horten keinen Unrat,. sondern einen richten ein gute sortierten Keller mit allerlei Alteilchen aller möglichen Divices, Möbeln, Anlagen, Tonträgern, Plünnen etc. aus älterer Zeit, ein. Fein säuberlich von kleinen Schräubchen und sonstigen Teilen in kleine beschriftete Schubladensysteme jederzeit findbar, wenn was Bestimmtes gesucht wird.

Ich hatte so große Lust dazu, dass ich mich die Zeit weder interessierte noch treiben konnte. Ich saß mit konstanter Lust und Laune so bei meiner Beschäftigung mit unzähligen Kleinreim aus irgendwelchen "Zwischenlagern, auch im Haus, ... die sich dnn und kreuz in meinen Zimmern und verstreuten. Teile von Modeschmuck, Altmöblen, jede Menge Schrauben und Schäubcen und sonstigem "Tinnef", um nur wenige Bsps. zu nennen.


Mir fiel immer wieder auf, wie robust meine Konzentration auf das Sortieren (und zwischendurch auch Deko daraus bastelnd), dass ich mich beinah fragte, was zum Henker eigentlich Depris und Instabilität sind. Konstant über mindestens 12 Stunden. Vorherige Medizufur in margninaler Menge und was um mich herum geschah oder auch nicht, juckte mich im doppelten Worstinn nicht.

Was tat ich mich immerr schwer mit dem Aushalten nicht erledigter Dinge en masse, ... aber ich habe es ohne nennenswerte Problem ertragen. Außerdem scheint das Beschäftigen und Optimieren(!) eine prima Methode zu sein, dem ADHS auch mal erfolgreich Paroli zu bieten. Udn seltsamer Weise in dieden ganzen Stunden: es juckte tatsächlich kaum bis nie an gewissen Körperstellen, was es als NW sonst gelegentlich tut.

Es ist ganz gewiss nicht einfach, eher langwierig, aber ohne meine mittlerweile für etwa fünfe Wochen anhaltende beinah Totalverweigerung dem Haushalt gegenüber, in denen mein Lebensgefährte viele allein erledigte, weil ich in einer "Parallelwelt" lebte, was sonst natürlich ganz anders läuft, habe ich wohl u.a gelernt, die Zerrissenheit durch liegenbleibende Dinge auszuhalten. Und wenn ich dann das kann, dann kann ich auch wieder aktiv werden.

Gestern habe später auch noch eine zwei,drei stündige Gartenarbeit mit Voller Ruhe, Sorgfalt und Hinhabe erledigt. Die Folge: Ich war ganzheitlich entspannt ohne eine mögliche weitere Teil-Medieinnahme auf dem Schirm.

Zur Frage, ob ADHS heilbar is, würde ich nach meinen gestrigen überraschenden Erfahrungen, wie ich sie seit der Diagnose im Frühjahr 2017 (mit ohne und ohne Medi) erstmals machte, als zumindest insoofern nicht generell füg völlig unmöglich halten, zumal ein Hauptaspekt - in der heutigen immer mehr mit Knebeln übersäten Weltdarin - beseht, Stress zu erzeugen.

Lieber brauche ich bspw. ein "halbes Jahr", um mein Zimmer von den Bergen von Allerlei auf meinem Tisch zu beseitigen, als dies mit Unlust, Hektik und Gernervtheit hinzuferkeln. Sobald ich den Der richtig raus haben, und ich arbeite weiter hart daran, werden ich irgendwann auch immer ohne Medik auskommen.

Man kann alles lernen, wenn an ua. die Hintergünde zu ermittleeln bereits ist, die fast auschließlich über die emotionale Ebene den Durchbruch bringe. Dank meines kaum zu toppenden Therapeuten , mit dem ich jetzt wieder zusammenarbeite, ist Vieles möglich. Ein Aspekt dabei ist, das es ihm wirklich um Menschen, um seine Pateinten geht und sein größter Lohn ist es, wenn seine Ansätze Früchte trage, dann kommt lange nicht und erst dann irgendwann kommt das Geld...
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von Raupi » 12. August 2019 09:20

Du Alpha, ich glaube, Du hast da sehr interessante Sachen geschrieben, aber kannst Du das bitte noch mal überarbeiten, da haben sich ziemlich viele Typos eingeschlichen und die Sätze sind für mich sehr unverständlich, obwohl ich den Eindruck habe dass ich teilweise ähnliche Erfahrungen habe bzw. in meiner Familie große Ähnlichkeiten bestehen.

... wäre unheimlich lieb denn so kann ich nicht drüber mit dir reden... :winy:

... ggf wäre das auch noch mal was für einen eigenen Thread, sagt mir mein Bauchgefühl... und ich glaube wir als Familie könnten auch so einen tollen Therapeuten brauchen... :lol:
LG, Raupi

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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von AlphaCentauri » 12. August 2019 14:24

Raupi hat geschrieben:
12. August 2019 09:20
Du Alpha, ich glaube, Du hast da sehr interessante Sachen geschrieben, aber kannst Du das bitte noch mal überarbeiten, da haben sich ziemlich viele Typos eingeschlichen und die Sätze sind für mich sehr unverständlich, obwohl ich den Eindruck habe dass ich teilweise ähnliche Erfahrungen habe bzw. in meiner Familie große Ähnlichkeiten bestehen.

... wäre unheimlich lieb denn so kann ich nicht drüber mit dir reden... :winy:

... ggf wäre das auch noch mal was für einen eigenen Thread, sagt mir mein Bauchgefühl... und ich glaube wir als Familie könnten auch so einen tollen Therapeuten brauchen... :lol:

Hallo Raupi,

danke für dein Feedback, bedank dich aber bei 6t6t (falls der hier nochmal auftauchen sollte), bei texel und bei Anders, dass ich meine Kontaktmöglichkeiten (momentan) dicht gemacht habe (siehe Thread 6t6t bei den Medikamenten bzw. Medikamentendieben). Das wurde mir hier langsam nen Ticken zu blöd. Corens Update bedeutet ja offensichtlich, dass das Forum weiterbesteht, somit wäre die "Hauptsorge" ja geklärt.

Aber durch solche, allem Anschein nach etwas Verblendeten und/oder Überdosierten (ich kenn's ja aus eigener Erfahrung, wie einige wissen) sinkt das Ganze hier leider gerade auf Facebookniveau und das ist dann einfach nicht mehr meine Welt.

Gerne kann ich auf deine Fragen aber nochmal gesondert eingehen. Kann jedoch ein wenig dauern, da ich unter diesen Umständen Dinge im richtigen Leben vorziehe, die mir wichtiger sind, als meine Zeit mit solchen Honks (siehe oben) zu verschwenden, ... womit jetzt also selbstverständlich NICHT du und die anderen gemeint sind.

Gruß,
Alpha
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von AlphaCentauri » 12. August 2019 14:33

P.S.
Wie ich sehe, sind da etliche, teilweise bis zur Unkenntlichkeit vermackelte, Fehler stehen geblieben, die eigentlich korrigiert hatte. Aber das hat evtl. was mit dem Update zu tun, das vielleicht gleichzeitig stattfand. Aber ich schreibe das jetzt nicht nochmal alles ab. Lesbar dürfte es trotzdem noch sein. ;-)
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von Raupi » 13. August 2019 18:11

AlphaCentauri hat geschrieben:
12. August 2019 04:32

Zum anderen Aspekt stimmte ich dir absolut zu. Gerade gestern habe ich mich seit längerem mit überraschend großer Lust der eher ungewohnten über sehr viele Stunden hinweg konstanten Stimmungsstabilität sowie unermüdlicher Lust und Beschäftigung mit alleilei Kleinteilen aus mehreren Jahrzehnten und anderen Diversitäten gewidmet, ... Reliquien im chaotisches Keller, die da halt im Laufe der Zeit so zusammenkommen. Könnte man dies oder das immerhin doch mal gebrauchen. Tatsächlich ist dies auch gerade gestern mal wieder prima umsetzte worden und war froh, diese alten Scharniere aufbewahrt zu haben, die nun eine prima neue Funktion habe.

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Gestern habe später auch noch eine zwei,drei stündige Gartenarbeit mit Voller Ruhe, Sorgfalt und Hinhabe erledigt. Die Folge: Ich war ganzheitlich entspannt ohne eine mögliche weitere Teil-Medieinnahme auf dem Schirm.

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Lieber brauche ich bspw. ein "halbes Jahr", um mein Zimmer von den Bergen von Allerlei auf meinem Tisch zu beseitigen, als dies mit Unlust, Hektik und Gernervtheit hinzuferkeln. Sobald ich den Der richtig raus haben, und ich arbeite weiter hart daran, werden ich irgendwann auch immer ohne Medik auskommen.

Man kann alles lernen, wenn an ua. die Hintergünde zu ermittleeln bereits ist, die fast auschließlich über die emotionale Ebene den Durchbruch bringe. Dank meines kaum zu toppenden Therapeuten , mit dem ich jetzt wieder zusammenarbeite, ist Vieles möglich. Ein Aspekt dabei ist, das es ihm wirklich um Menschen, um seine Pateinten geht und sein größter Lohn ist es, wenn seine Ansätze Früchte trage, dann kommt lange nicht und erst dann irgendwann kommt das Geld...
Hallo Alpha, ich meinte genau genommenen nur den zitierten Bereich, insbesondere die Äußerungen zu den emotionalen Aspekten verstehe ich nicht richtig... kannst du diese Aspekte nochmal kurz zusammen fassen?

...also jedenfalls sind wir hier alle auch Sachensucher und Sachenaufheber und -wiederverwender... und ich kann auch nicht bis zuletzt aufräumen, es bleiben immer solche Resthaufen mit Sachen, die ich einfach nicht wegräumen will oder ich weiß einfach nicht, wozu sie passen... oder sie bedeuten noch irgendwas...

Ich bin bezüglich Tipps zum Aufräumen sehr gespannt auf die Online Selbsthilfe... bloß habe ich noch immer das Gefühl, dass es hier so knallt, dass es rausgeschmissenes Geld und für mich zusätzlicher Stressfaktor wäre, mich jetzt anzumelden ... jedenfalls steht in der Beschreibung, dass es auch Tipps zum Aufräumen geben soll...
LG, Raupi

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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von AlphaCentauri » 13. August 2019 19:36

Hallo Raupi,

ich habe schon verstanden, wie du das meinst und ich habe auch schon einen Ansatz, wie ich es gründlicher formulieren kann, also gründlich jetzt im Grunde auch wieder im wörtlichen Sinne, ... aber es gibt aktuell etwas, das ich diesem Thema vorziehen muss.

Bis dahin also...

Gruß,
Alpha
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von Lisdexdelta » 14. August 2019 00:13

hallo alphacentaurie,

ich muss mir deinen beitrag nochmal genau durchlesen, habe aber wie raupi, ein ähnliches gefühl, dass sich da parallelelen zu meiner eigenen familiengeschichte verbergen. ich wäre also auch daran interessiert zu erfahren, was genau du damit meinst, im grunde, wie raupi es auch schon schrieb. will dich jetzt aber nicht hetzen. wie du ja geschrieben hast, wirst du dich dazu noch äußern. auf jeden fall sehr interessante gesichtspunkt, die mich auch näher interessieren.
ich denke übrigens, das ads in gewisserweise tatsächlich, zumindest teilweise heilbar ist. adhs eher nicht, weil die hyperakive komponente einen hinderlichen punkt darstellen könnte, der nicht unbedingt was mit der unaufmerksam zu tun haben muss. so zumindest meine auffassung.

lg, lissie
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von AlphaCentauri » 14. August 2019 04:41

Hallo Raupi, hallo Lissie,

einen Aspekt hast du, Raupi, im Grunde schon genannt: Es hat was mit dem Sortieren/Aufräumen älterer Gegenstände zu tun, die sich ja vornehmlich im Keller "stauen". Und der Keller symbolisiert in psychologischer Hinsicht auch die Vergangenheit. Wo ich das gerade schreibe, fallen mir doch schon direkt einige Sachen ein, die Licht ins Dunkel (im Keller ist es - ohne künstliche Beleuchtung - von sich aus auch dunkel) bringen können...

Größer geschriebene Sätze, wie diese, sollen in längeren Texten, wie diesem, den Zweck von etwas mehr Übersicht liefernden Unterteilungen erfüllen.

Allein die unbehelligte, also durch keinerlei - endogene wie exogene - "autonome" Störeinflussnahme auf die Konzentration bzw. intensivere Beschäftigung (mit oder ohne Medi) mit solchen Relikten (aus der Zeit der Eltern und Großeltern), hat man eine große Chance, - zuerst vermutlich unbewusst, bei Beobachtung (die jedoch nicht zu extrem auffallen sollte, da man dadurch ungebetene Störfaktoren erzeugt) dann aber bewusst werdend - sich auf einer ausreichend tief genug liegenden Ebene zu halten, auf der man sich einfach mit dem Sortieren alter Funde (Teile/Altteile, Relikte halt) mit voller Hingabe und auch Ausdauer befassen kann. Im Rahmen allgemein bekannter Kellerchaosselbstrganisationen. Egal, was nebenher alles angeblich wichtiger zu sein meint. Und das scheint einen auf eine "beflügelnde" Art mit der Vergangenheit zu verbinden, die mitunter bis in die Zeit vor der eigenen Geburt reicht. War mir auch völlig neu bis vor Kurzem.

Allein die Tatsache, dass ich dabei irgendwie immer ruhiger und konzentrierter und auch lustvoller und detaillierter wurde, ist für mich - rückblickend - ein Indiz dafür, dass da ja irgendwas mit sein muss, das mit den eigenen zerebralen Kellern zu tun hat. Ich weiß noch nicht ganz genau was und wie, dazu muss ich diese neue Vergangenheitsordnung erst vollenden. Das kann bei dem relativ vielen Krempel und Trödel eines ganzen Hauses (bspw. jede Menge Schrauben, Dübel, kleine alte Werkzeugchen, alte Kleingeräte, noch undefinierbare Kleinteile sowie sonstige Teilchen älterer Herkunft, ....) konsequenter Weise seine Zeit dauern. Ich bin sogar explizit darum bemüht, dabei keinerlei Hektik aufkommen zu lassen. Denn sonst ginge mir diese Verbindung, die mir ja offensichtlich etwas Wichtiges mitteilt, womöglich wieder verloren. Also lasse ich mir soviel Zeit, wie dieses Unterfangen halt verlangt. Zusätzlich eine prima Übung, sich in Geduld zu üben. Abgesehen davon ist Zeit, gemäß der Relativitätstheorie, dehnbar. Aber das nur als assoziative Nebenbemerkung.

Der stete Zugriff, den ich dabei offensichtlich gerade zu generieren scheine, scheint ein wesentlicher Schlüssel zu sein. Diese ganzheitliche Form der Beschäftigung mit Altem scheint einige Erklärungen in sich zu tragen, die bei der Durchleuchtung und Aufarbeitung, ich formuliere das jetzt mal so: tief verwurzelter "verkorkster" Familiengeschichten, helfen kann. Ich wage zum jetzigen Zeitpunkt sogar schon zu behaupten: wird. Und wenn diese Krypten entschlüsselt sind, erübrigen sich womöglich so manche Bewältigungsstrategien, alias Modi (Schematherapie), von alleine. Wenn man die Ursache für dies und jenes nicht nur aufgedeckt, sondern auch verstanden hat und dann noch in justierter Form in die Gegenwart übertragen kann, ...

... dann löst sich womöglich so einiges auf.

Das gilt im Übrigen auch für Zwang und Sucht. Auch wenn das eine ein Vermeidungsverhalten darstellt und das andere einen Drang, so haben sie vor Allem eines gemeinsam: die gemeinsame Ursache, den gemeinsamen Wirt (Bezugspersonen in Kindheit/Jugend). Deckt man diese auf, kann sich beides auflösen.


Je mehr bzw. je offenherziger man sich in die Tiefe zu begeben bereit ist - und alte Dinge, die Jahrzehnte überdauert haben, also immer noch greif(-)bar sind, stellen eine solche dar-, desto besser kann man auch mit seiner emotionalen Seite in Kontakt treten. Vorausgesetzt, man lässt dies zu und verhindert es nicht ungewollt durch Denken.

Denn denken be- bis verhindert das Fühlen. Und ohne fühlen keine Tiefe.

Aber wenn es einem gelingt, auch emotional (in der Tiefe) dabei zu bleiben, sieht man bzw. sehe ich (kann ja nur von mir sprechen), mit einem Male Wurzeln und Zusammenhänge, die man bspw. mit so unscheinbaren alten Türscharnieren niemals in Verbindung gebracht hätte. Kürzlich, Jahrzehnte später durch eine ganz neue Bestimmung. Ganz einfach, weil sie noch da sind, ... was ohne dieses tiefe Einlassen auf die sorgfältige Beschäftigung mit diesen auf den ersten Blick nutzlos erscheinenden Relikten wohl eher nicht mit meiner kreativen Ader in Kontakt gekommen wäre. Als Beispiel. Freiheit und Kreativität sind da keinerlei Grenzen gesetzt. Je freier, sprich: losgelöster man sich dem widmet, desto besser funzt es. Und je intensiver man sich dabei zu vertiefen in der Lage ist, desto mehr wird so manches immer klarer und klarer.

Verblüffend, aber auch einleuchtend, sprich: klärend (das Wort klar steckt darin).

Wenn ich mich auf solche grundlegenden Feinheiten einzulassen bereit bin, entdecke ich vermutlich auch die eine oder andere Verhaltensweise, die - unbearbeiteter Weise - bei AD(H)S Tests so dermaßen täuschend echt auf eine AD(H)S hinweist, dass ein Arzt vielleicht gar keine andere Wahl hat, als von dieser Stoffwechselstörung auszugehen und Medis verschreibt, die dem Dilemma Abhilfe verschaffen soll. Doch möglicherweise ist meine Wenigkeit ein Beispiel für so ein wirklich so dermaßen täuschend ähnliches AD(H)S-Bild, ...

... dass mein Medi (Elvanse Adult, low-dosed) bald nicht mehr notwendig sein wird. Wenn nämlich die Aufdeckung und Aufarbeitung der u.U. bis weit in die Gegenwart reichenden Ursprünge abgeschlossen sind, sodass so manche Verhaltensweise sich genau dadurch von selbst auflöst. Denn dadurch verlieren sie ihre "Funktion". Und was keine Funktion mehr hat, wird nicht mehr benötigt. Und was nicht mehr nötig ist, muss auch nicht mehr mit der chemischen Keulen "geknebelt" werden.

Zu verdanken habe ich diese tieferen Einsichten meinem ebenfalls guten Facharzt. Wir sind uns in manchen Dingen ganz und gar nicht immer grün und ich habe schon einige Male überlegt, ihn deswegen auszutauschen. Aber irgendwas hält mich davon immer wieder ab. Ich picke mir halt das brauchbare Wesentliche heraus und lasse unsere Differenzen dabei außen vor. Einer von diesen Picken war ein gewöhnlicher Zettel, auf den er mal einen Satz geschrieben und mir mit auf den Weg gegeben hatte, in etwa, ich möge mal "Geschichtsforschung in eigener Sache" betreiben. Also bspw. noch lebende Verwandte befragen in allen möglichen Richtungen.

Diese Möglichkeit war/ist aufgrund dieser ewigen Fehden und anderer bekloppter Gebaren innerhalb meiner "Familie", die Zusammenhalt offensichtlich mit Zusammenbruch gleichsetzen oder verwechseln, leider sehr eingeschränkt, weil selbst die Ältesten unter ihnen ihre missgünstigen Unarten einfach nicht ablegen können. Aber es ist mir - durch die Hintertüre (eine andere Wahl ließ man mir ja nicht) - gelungen, zumindest soviel in Erfahrung zu bringen, dass ich den "Rest" - nicht zuletzt mithilfe meines Topp-Therapeuten - mittlerweile immer leichter alleine zu einem großen Gesamtbild fügen kann, das als "Prototyp" im Grunde schon steht.

Eine ganze Weile konnte ich mit diesem Zettel vom Doc nichts anfangen und so verschwand er in irgendeinem Stapel von Papieren. Aber als er mir irgendwann wieder in die Hände fiel, integrierte er sich quasi wie von selbst in die Arbeit an mir selbst.

Sollte ich eines Tages meine Autobiografie endlich mal fertig bekommen und am besten natürlich über einen regulären Verlag in den Buchhandel bringen können, dann habe ich meinem Kapital, sprich: all diese Erfahrungen (einschließlich der substanzgebundenen), einen zusätzlichen Sinn gegeben.

Sollten weitere Fragen auftauchen, könnt ihr, Lissie, Raupi, andere, sie ggf. natürlich jederzeit stellen. Antworten können ggf. aber etwas dauern. Am besten direkt hier, um "Zerrissenheit" zu vermeiden. Oder tatsächlich nochmal einen gesonderten Thread aufmachen, wie du Raupi, schon angedeutet hast. Einen, der sich allgemein mit Familienhistorien befasst, vielleicht?

Ich habe das jetzt halt hierher gepackt, weil ich ja doch immer wieder mal Bezug auf den Titel dieses Threads genommen habe, zumal es aus dieser Titelfrage hervorgegangen ist...

Gruß,
Alpha
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von Weggetreten » 14. August 2019 06:26

Mein Opa war nervös, cholerisch und ungeduldig, mein Vater war es auch. (Vererbungsaspekt) Beide bekämpften ihren Stress zeitlebens mit jeder Menge Zigaretten (Dopaminersatz) Auf meine sture Art reagierte mein Vater immer cholerisch und agressiv......habe einiges abbekommen. wie ich selber weiss und es meine Mutter mir bestätigt. Wie kann ich jetzt mit Hilfe dieser Erinnerungen meine Symptome heilen? In den Griff bekommen?? Ist das der Schlüssel zu mehr Ausgeglichenheit und Ausdauer?

Wie schon an anderer Stelle beschrieben, bin ich höchst unkonzentriert aufgewacht, habe mich diesem Zustand gestellt und in diesem Thread gelesen. Meine Unkonzentriertheit ist etwas abgeflaut.

Ich weiss jetzt nicht, was ich sonst noch Auffälliges aus der Vergangenheit irgendwie aufarbeiten könnte.
Wegweiser
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von Wegweiser » 14. August 2019 07:07

Hi
also meine Erfahrungen sind, ich weiss nicht ob man das als heilen bezeichnen kann:
Früher:
unkonzentriert, von einer Sache zur anderen gesprungen, wenig "Biss" was das dran bleiben an einer Sache betrifft.
Gedankengrübeln, bewegen innerhalb meiner Konfortzone. Viel grübeln, mit allem und jedem ein Problem, abschweifen der Gedanken.
Nicht wissen was ich will, Ängste, mit allem und jedem ein Problem, fahrigkeit

Dann:
vor 5 Jahren täglich zu meditieren angefangen, beschäftigung mit coaching und persönlicher Entwicklung. Lernen von Chakren-Arbeit, Schamanismus das was mich weiter bringt und ich bei mir selbst anwenden kann. Mir neben der Meditation auch öfter mal bewusst Entspannung gegönnt, Imagination von Bildern vor dem inneren Auge um das geistige Vorstellungsvermögen zu trainieren.
Reha vor anderhalb Jahren angefangen, Psychotherapie gemacht,

Momentaner Stand:
Oft Gedankenstille, durch die ReHa Durchhhaltevermögen trainiert, leichter entspannen und besser konzentrieren können, weniger 'Ängste, gute kognitive Fähigkeiten (wobei das Gedächtnis besser sein könnte), besseres regulieren von Gefühlen, besser an einer Sache bleiben können, stabiler als früher, über die eigenen Grenzen gehen können, zuverlässigeit, im Alltag strukturierter, viel weniger abschweifen der Gedanken und mehr bei mir bleiben

Aber das Projekt bzw der Prozess ist noch lange nicht beendet. Das geht immer weiter und ich werde immer besser
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von Raupi » 14. August 2019 15:28

Danke, Alpha, jetzt hast du ja noch mehr geschrieben als vorher, welche Mühe, aber super interessant.

Auch das muss ich mir mal ganz in Ruhe durchlesen... manche Sachen verstehe ich noch gar nicht... aber interessant, dein Post scheint hier doch so einige anzusprechen!

... und eins kann ich auch schon jetzt sofort sagen, in meinen beiden elterlichen Familien ging voll der Punk ab, jeder gegen jeden... naja nicht ganz, aber doch ziemlich zerstritten... und meine Mutter hat es geschafft, uns Kinder total abzuspalten und von jeglichen Verwandten zu isolieren...
LG, Raupi

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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von Der Unbeugsame » 15. August 2019 08:55

Es ist sicherlich eine Art Hilflosigkeit und Hoffnung in meinen Fragen! Auch suche ich, obwohl ich das bei anderen hasse, den möglichst leichten Weg, der nicht anstrengend ist, mir quasi zu Füßen gelegt wird. Einfach irgenwas einwerfen, tun und machen und das bitte möglichst ohne großen Aufwand.

Und das, obwohl ich wiederum doch sehr sportlich bin, ich aber auch nicht jeden Tag dasselbe machen könnte und auch wollte, eher wollte. Aber könnte wegen Regeneration. Wenn ich heute 150 km Fahrrad fahre, kann ich das morgen nicht. Dann brauche ich und mein Po ein paar Tage Ruhe. Und da ich Abwechslung benötige, mich auch Dinge sehr oft sehr schnell langweilen können, muss ich quasi täglich was anderes machen, was auch weniger das Problem wäre, wenn ich nicht auch gewisse körperliche Einschränkungen hätte, von denen wohl keiner was ahnt, der mich sieht und weiß, wie sportlich ich bin. Aber joggen ist vielleicht durch das Thema, bin ich grad am abchecken. Gewisse Dinge, selbst Boxsacktraining oder an einem Boxständer wären zu intensiv für meine HWS.

Ich gucke verdammt gerne Filme, Serien ... befriedigt mich aber auch nur temporär. Lesen geht nach wie vor echt nur sehr schleppend, wobei ich viel öfter lesen wollen würde.

Ich liebe es zu reisen, was zu unternehmen, aber irgendwann ist Geld alle.

Yoga z. B. ist absolut nichts für mich, weil nicht herausfordernd und manche Positionen nicht gut für meine WS. Tai Chi, Qi Gong, PMR ... hab ich alles gemacht, in Rehas gehabt. Alles nicht meins. Bei mir muss es rundgehen. Langsame, wenn auch kontrollierte, Bewegungen oder sogar einfach nur Rumstehen nicht meins. Rumliegen, also sonnen, schon eher. ;-)

Ich beobachte sehr gerne Menschen. Wenn ich weggehe, mit Frau oder Kumpels, bin ich oft mit Augen und Ohren am Nachbartisch, auch wenns mich je nach Thema dann auch nerven kann, weil nicht interessant für mich. Neulich beim Essen am Nachbartisch ein junger erwachsener Mann ständig was von Oma und Mama und Papa gelabert. Dabei war entweder eine oder seine Freundin oder, noch schlimmer, ein Date. Dachte ich, komm mal klar, Junge. Son Rumgeheule! Wer will das hören.

Bin selbst zwar sehr emotional, wenn auch eher weniger in der direkten Beziehung zu jemanden, als z. B. bei einem Film. Familie ist mir zwar nicht unwichtig, aber wie andere mind. einmal in der Woche bei Eltern, nichts für mich. Einmal in drei Monaten oder so reicht. Habe zwar immer Lust auf Freunde, aber irgendwann brauch ich dann auch wieder, immer öfter quasi, meine Ruhe.

Vielleicht habe ich noch immer nicht meinen Weg gefunden, der steinig ist, aber den es lohnt zu gehn!?
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Re: Ist ADHS heilbar?

Beitrag von AlphaCentauri » 15. August 2019 12:48

Der Unbeugsame hat geschrieben:
15. August 2019 08:55
Vielleicht habe ich noch immer nicht meinen Weg gefunden, der steinig ist, aber den es lohnt zu gehn!?

Ich kenne gar keine anderen Wege als steinige. Früher konnte mich quasi schon ein kleines Steinchen aus der Bahn werfen, heute komme ich ohne Steine von "Stonehenge-Kaliber" eigentlich gar nicht mehr aus. Eher rutsche ich auf ebenen Wegen aus. ;)
An alle Flacherdler:
Selbstverständlich ist die Erde eine Scheibe!
Denn wenn sie eine Kugel wäre, würden wir mit Murmeln zahlen und nicht mit Münzen. :?
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