Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

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stella89
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Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von stella89 » 13. Mai 2019 22:07

Hallo Zusammen

Ich kann einfach nicht mehr ruhig schlafen.

Ich nehme seit rund 10 Jahren Ritalin. Dies , da bereits in der Adoleszenz eine ADHS diagnostiziert wurde. In den ersten 3 Jahren der Ritalineinnahme habe ich privat und beruflich erfolgreiches gemeistert.
Aber die Toleranzentwicklung (Dosis) steigt an.
Das Elvanse hab ich kurz ausprobiert, da bekam
ich nach wenigen Tagen Hautprobleme- und verlor die Geduld.. sonst wärs gut gewesen.

Nun zurück zum Ritalin- und das gleiche Theater nimmt wieder seinen Lauf. Die innere Unruhe wird immer grösser. Gibt es unter Euch zufälligerweise auch solche, welche nach jahrelanger Ritalinbehandlung ähnliche Erfahrungen machen?

Ich würde mich sehr freuen, von Euren Erfahrungen zu lesen.. und danke Euch im
Voraus

Beste Grüsse
stella
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Skuzy
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von Skuzy » 13. Mai 2019 23:25

Hai,
.

Welche Erfahrungen hast du den gemacht die verglichen werden sollen ? Lese nur heraus das du nach 3 Jahren das Gefühl eines Gewöhnungseffekt hattest. Und gesteigert hast.



Wenig Infos wenn du gern viel Feedback möchtest.
Ich verstehe aber auch allgemein die Zusammenhänge in deinem Post irgendwie gar nicht ^^
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Elwirra
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von Elwirra » 13. Mai 2019 23:44

Vielleicht einfach ne kurze Phase pausieren und nochmal mit niedriger Dosis neu starten.

Vielleicht brauchst du auch weniger ?

Oder hat sich was hormonell verändert ?
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von ULBRE » 14. Mai 2019 00:13

Moin Stella,

wieviel MPH nimmst Du denn ?
Im Alter braucht man eigentlich immer weniger, weil die Dopamintransporter, die das Dopamin wieder aus dem synaptischen Spalt abziehen, bevor es wirken konnte, sich langsam zurückbilden.

Wie bist Du denn bei Elvanse eingestiegen ? Mit welcher Dosis ?
Hautprobleme bei Elvanse sind nicht gerade typisch...

Was hast Du denn für Symptome, die Du loswerden willst ?

Viele Grüße

UlBre
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von Chaosqueen1286 » 14. Mai 2019 00:41

ULBRE hat geschrieben:
14. Mai 2019 00:13
Moin Stella,

wieviel MPH nimmst Du denn ?
Im Alter braucht man eigentlich immer weniger, weil die Dopamintransporter, die das Dopamin wieder aus dem synaptischen Spalt abziehen, bevor es wirken konnte, sich langsam zurückbilden.

Wie bist Du denn bei Elvanse eingestiegen ? Mit welcher Dosis ?
Hautprobleme bei Elvanse sind nicht gerade typisch...

Was hast Du denn für Symptome, die Du loswerden willst ?

Viele Grüße

UlBre
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von ULBRE » 14. Mai 2019 01:45

Stimmt...
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch ?“ Albert Einstein
Ich hab einen eher wissensorientierten Schreibstil. Als eine Stimme im Chor find ich das ganz ok. Mehr soll das auch nicht sein.
stella89
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von stella89 » 14. Mai 2019 14:03

Hallo Zusammen

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.
Genau dieses verwirrende Zusammenfassen meiner Erfahrungen ist für mich so anstrengend.

Ich versuche, zuerst die Fragen konkreter aufzuführen: Ich weiss, dass diese Fragen persönlich sind, deshalb schätze ich Eure Meinung, Eure Inputs, Eure Ratschläge sehr.

persönliche Erfahrungen:

Methylphenidat (10 Jahre)

Start Einnahme als ich 20 Jahre alt wurde. Die Dosis lahg im durchschnittlichen Bereich (weiss nicht, ob hier Dosisangaben gemacht werden sollen, daher lasse ich Zahlen an dieser Stelle sein)
- Erste 3 Jahre gut
- nächste 3 Jahre Dosis aufgrund schulischer höherer Anforderungen erhöhen müssen (bis max.Dosisempfehlung)
- Jahre 6-10 nur noch Nebenwirkungen (Nesselsucht, schlechteres Hautbild, Hyperfokus hat mich immer mehr gestört, obwohl ich den berühmten "Tunnelblick" am Anfang als entlastend empfunden hatte, depressive Verstimmungen.

Das Medi hab ich immer in Kombi mit Lamotrigin (Mood-Stabilizer) nehmen müssen. Lamotrigin verursacht oft Hautprobleme, aber ich hatte keine andere Wahl, als die Medis zu nehmen.

Im letzten Winter hab ich dann wiedermal Panikmomente gehabt, deshalb hat mir die Ärztin das Elvanse zum wechseln empfohlen.
Ich konnte mich seit langer langer Zeit wieder ruhig durch den Alltag arbeiten.

Nebenwirkungen Elvanse:
- ab und zu zickiges Verhalten (Freund hatte weniger Freude)
- im grossen und ganzen keine Angstzustände mehr
-
- Anfangs riesige Einschlafprobleme, diese haben sich dann etwas gelegt


Ich werde im Herbst dieses Jahres beruflich eine Neuausrichtung beginnen und getraue mich, ein Studium in Angriff zu nehmen. Damit ich ohne Theater starten kann, möchte ich die Medikation bis zum Start auf jedenfall im stabilen Rahmen hinkriegen.

es stellen sich weitere Fragen, vielleicht könnt Ihr mir hier aus Erfahrung helfen:

- ich hab z.B. gelesen, dass das Elvanse durch Vitamin-C-Einnahme (Brausetabletten hochdosiert) die Wirkung schneller nachlässt. Kennt Ihr dies?

- Gibt es welche von Euch, die beruflich in einer Aus-/Weiterbildung-/ einem Studium stehen und Elvanse nehmen? Ist er Fokus bei Euch (Lernen) noch gut?

- Wielange nehmt Ihr das Elvanse schon?

Liebe Grüsse
stella
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von Chaosqueen1286 » 14. Mai 2019 14:21


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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von Chaosqueen1286 » 14. Mai 2019 14:31

Ascorbinsäure, Tierische Eiweise oder allgemein lebensmittel die den Urin ansäuern steigern die ausscheidung von amfetamin im urin und verkürzen somit die halbwertszeit.
Hohe anteile obst und gemüse z.b bewirken eine alkalisierung des urins und vermindern die ausscheidung von amfetamin im urin und verlängern dementsprechend die halbwertszeit.
Darfst jetzt aber nicht denken wenn du was saures isst wie z.b zitrone oder orange das dass deine urin ansäuert.das ist nicht so. Sonst könnte man Elvanse z.b nicht zusammen mit orangensaft nehmen.
Ach so ich nehme seit 6Tagen Elvanse
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von Falschparker » 14. Mai 2019 16:34

ULBRE hat geschrieben:
14. Mai 2019 00:13
Im Alter braucht man eigentlich immer weniger, weil die Dopamintransporter, die das Dopamin wieder aus dem synaptischen Spalt abziehen, bevor es wirken konnte, sich langsam zurückbilden.
Das ist bisher für mich eine theoretische Überlegung!

Man hat festgestellt, dass Studienteilnehmer je älter je weniger Dopamintransporter haben. Aber kann man daraus folgern, dass sie weniger Wirkstoff brauchen? Ist das überhaupt nachgewiesenermaßen voneinander abhängig?

Oder anders gefragt, gibt es Erfahrungsberichte von ADHS-lern, dass sie mit zunehmendem Alter (also nicht nach der Pubertät, dass es sich dann ändert ist bekannt) weniger Wirkstoff brauchen als vorher? Habe ich hier oder in anderen Foren noch nicht gelesen, aber ich verfolge auch nur deutschsprachige.
In den ersten 3 Jahren der Ritalineinnahme habe ich privat und beruflich erfolgreiches gemeistert. Aber die Toleranzentwicklung (Dosis) steigt an. (...) Die innere Unruhe wird immer grösser. Gibt es unter Euch zufälligerweise auch solche, welche nach jahrelanger Ritalinbehandlung ähnliche Erfahrungen machen?
Das tut mir leid, dass es bei dir so ist. :oops:

Nein, ich nehme seit 2004 Methylphenidat und spüre keine Toleranzentwicklung.

Nur leider wirkt es im Bereich Motivation/Aufschieberitis nicht so gut, wie ich es mir eigentlich wünsche! Aber das ist nicht erst jetzt so, sondern schon immer.

Aber was Aufmerksamkeit und insbesondere Impulsivität und emotionale Ausgeglichenheit betrifft, wirkt es bei mir sehr gut und lässt nicht nach.

Herzlich willkommen im Forum! :knuddel: :willkommen:

Viele Grüße
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von Elwirra » 14. Mai 2019 17:25

Nur leider wirkt es im Bereich Motivation/Aufschieberitis nicht so gut, wie ich es mir eigentlich wünsche! Aber das ist nicht erst jetzt so, sondern schon immer.
Ja, da hatte ich auch gerne noch mehr Schub. Allerdings wenn ich einmal gestartet bin dann läuft es besser. Bei mit ist überhaupt starten das größte Problem.

Wenn ich von der Arbeit komme benötige ich manchmal 1-2h um in die Pötte zu kommen und weiß nicht so recht wo ich die Entspannung benötige und ab welchem Zeitpunkt ich einfach nur nicht in die Pötte komme.
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von ULBRE » 14. Mai 2019 23:25

Falschparker hat geschrieben:
14. Mai 2019 16:34
ULBRE hat geschrieben:
14. Mai 2019 00:13
Im Alter braucht man eigentlich immer weniger, weil die Dopamintransporter, die das Dopamin wieder aus dem synaptischen Spalt abziehen, bevor es wirken konnte, sich langsam zurückbilden.
Das ist bisher für mich eine theoretische Überlegung!

Man hat festgestellt, dass Studienteilnehmer je älter je weniger Dopamintransporter haben. Aber kann man daraus folgern, dass sie weniger Wirkstoff brauchen? Ist das überhaupt nachgewiesenermaßen voneinander abhängig?

Oder anders gefragt, gibt es Erfahrungsberichte von ADHS-lern, dass sie mit zunehmendem Alter (also nicht nach der Pubertät, dass es sich dann ändert ist bekannt) weniger Wirkstoff brauchen als vorher? Habe ich hier oder in anderen Foren noch nicht gelesen, aber ich verfolge auch nur deutschsprachige.
Hi Falschparker,

theoretisch kann man das schon folgern. Stimulanzien sind Wiederaufnahmehemmer. Sie hemmen damit die Aktivität der DAT.
Ich kenne das auch so aus der Fachliteratur, dass die Dosierung bei Erwachsenen deshalb tendenziell niedriger angesetzt wird als bei Kindern.
Praktische Berichte von Langzeitstimulanzieneinnehmern, dass sie mit der Zeit immer weniger brauchen, kenne ich auch, aber nur vereinzelt. Ob das daher rührt, dass der DAT-Abbau nicht beachtet wird, und manche Betroffenen nach und nach unbemerkt in eine Überdosierung rutschen. oder ob das nur bei einigen so ist und den meisten nicht - keine Ahnung.
Fakt ist jedenfalls, dass die DAT- Schiene nur eine von vielen Wirkungsmechanismen ist, die den Dopaminmangel im Striatum vermitteln. Die von Krause dargestellte Kausalität, das zu viele DAT eine DER GROSSEN Hauptursachen von AD(H)S sind, sehe ich skeptisch. Dass es eine der Hauptursache ist - ja. Aber die Dominanz, die das bei Krause hat, teile ich nicht ganz.
Wenn man es darauf reduzieren wollte, dass wir nur über das reden, was wir ganz ganz sicher wissen, würde es verdammt still hier im Forum ;-)
Für diesen Thread war mir vor allem wichtig, damit zu sagen, das wenn was theoretisch abbildbar ist, dann eher eine Verringerung der erforderlichen Dosis und dass ich aus der Fachliteratur keine Mechanismen kenne, dass bei normaler Wirkung eine dauernd ansteigende Dosierung erforderlich ist.

LG

UlBre
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Falschparker
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von Falschparker » 15. Mai 2019 00:25

ULBRE hat geschrieben:
14. Mai 2019 23:25
theoretisch kann man das schon folgern. Stimulanzien sind Wiederaufnahmehemmer. Sie hemmen damit die Aktivität der DAT.
Ich kenne das auch so aus der Fachliteratur, dass die Dosierung bei Erwachsenen deshalb tendenziell niedriger angesetzt wird als bei Kindern.
Das hatte ich ja gesagt, der Dosisbedarf kann sich bei Eintritt der Pubertät und dann nochmal bei deren Ende stark ändern.

Aber dass dieselben Leute mit 50 weniger brauchen als mit 40 oder mit 60 weniger als mit 50, habe ich noch nicht gelesen. Oder auch dass durchschnittlich 50-jährige weniger bräuchten als 30-jährige.

Und, ja, Erwachsene brauchen tendenziell weniger als Kinder. Aber natürlich nicht absolut, sondern im Verhältnis zum Körpergewicht.

Unser großer Sohn hatte bis er 11 war eine Tagesdosis von 22,5 mg Methylphenidat, die stieg dann bis er 13 war auf 70 mg.

Mein 6-jähriger Sohn bekommt 5 mg Attentin am Tag, und als er noch Methylphenidat bekam waren es insgesamt 10 mg.

D. h. die vorpubertären (!) Stimulanziendosen meiner Kinder sind bzw. waren verhältnismäßig niedrig. Da würden die allermeisten ADHS-betroffenen Erwachsenen gar nicht viel von spüren.
ErichW
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Re: Langzeittherapie Methylphenidat - nach 10 Jahren immer mühsamer

Beitrag von ErichW » 15. Mai 2019 15:24

Falschparker hat geschrieben:
15. Mai 2019 00:25
ULBRE hat geschrieben:
14. Mai 2019 23:25
theoretisch kann man das schon folgern. Stimulanzien sind Wiederaufnahmehemmer. Sie hemmen damit die Aktivität der DAT.
Ich kenne das auch so aus der Fachliteratur, dass die Dosierung bei Erwachsenen deshalb tendenziell niedriger angesetzt wird als bei Kindern.
Das hatte ich ja gesagt, der Dosisbedarf kann sich bei Eintritt der Pubertät und dann nochmal bei deren Ende stark ändern.

Aber dass dieselben Leute mit 50 weniger brauchen als mit 40 oder mit 60 weniger als mit 50, habe ich noch nicht gelesen. Oder auch dass durchschnittlich 50-jährige weniger bräuchten als 30-jährige.

Und, ja, Erwachsene brauchen tendenziell weniger als Kinder. Aber natürlich nicht absolut, sondern im Verhältnis zum Körpergewicht.
Der schon von Ulbre beschriebene Effekt, dass mit zunehmenden Alter das Transportersystem nachlässt und somit der Bedarf an Stimulantien sinkt, lässt sich nach meiner Erfahrung durch Befragung vieler Erwachsener durchaus bestätigen. Mit dem Körpergewicht hat das nach meiner Kenntnis wenig zu tun.

Wichtig ist natürlich, dass es Erwachsene mit mittlerweile jahrzehntelanger Einnahme sind, sonst kann man natürlich allgemein auf das Alter bezogene Durchscnittswerte miteinander vergleichen. Zumindest tendenziell ist die Tendenz, dass mit dem Alter die nötige Menge sinkt, durch Erfahrungswissen zu untermauern.

Wenn das Körpergewicht eine größere Rolle spielen würde, dann müsste der Bedarf mit dem Alter eher steigen, denn es ist ja bekanntlich so, dass mit dem Alter i.d.R. eher eine Gewichtszunahme stattfindet.
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